Diplomarbeit, 2008
76 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung und Vorstellung der Fragestellungen
2. Was ist Pflege?
2.1 Ein ganz normaler Arbeitstag
2.2 Verschiedene Definitionen von Pflege
2.2.1 Pflegedefinition nach ICN
2.2.2 Pflegedefinition der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
3. Das Aufgabenspektrum der Pflege
3.1 Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation
3.1.1 Was ist damit gemeint?
3.1.2 Ziele der Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation
3.1.3 Handlungsmöglichkeiten für die Pflege
3.1.4 Konsequenzen für die Pflege
3.2 Beratung / Information
3.2.1 Was ist damit gemeint?
3.2.2 Ziele der Beratung / Information
3.2.3 Handlungsmöglichkeiten für die Pflege
3.2.4 Konsequenzen für die Pflege
3.3 Gefühlsarbeit
3.3.1 Was ist damit gemeint?
3.3.2 Ziele und Handlungsmöglichkeiten für die Pflege
3.3.3 Konsequenzen für die Pflege
3.4 Caring
3.4.1 Bedeutung und Ziel des Caring
3.4.2 Anforderung des Caring an die Pflegenden
3.5 Kommunikation
3.5.1 Was ist damit gemeint?
3.5.2 Warum eine gelebte Kommunikation in der Pflege wichtig ist
3.5.3 Konsequenzen für die Pflege
3.6 Koordination, Kooperation und Vernetzung
3.7 Pflegewissenschaft
3.7.1 Gegenstand und Ziel der Pflegewissenschaft
3.7.2 Wird Pflegewissenschaft als Aufgabe verstanden?
3.8 Pflege im Krankheitsbezug
4. Der Arbeitsalltag aus betriebswirtschaftlicher Perspektive
4.1 Darstellung der Entwicklungen im deutschen Gesundheitssystem und die Auswirkung auf die Pflege
4.1.1 Die Eckdaten Einrichtungen, Bettenanzahl, Fallzahlen und Personalbestand
4.1.2 Kritik an der DRG-Einführung
4.2 Auswirkungen der Entwicklung auf die Pflegenden
4.3 Die Abbildung der Pflege unter DRG-Gesichtspunkten am Beispiel einer urologischen Station
4.3.1 Vorstellung der Studie und der Forschungsfrage
4.3.2 Schwierigkeiten bei der Durchführung
4.3.3 Ergebnisse der Erhebung im Tätigkeitsbezug
4.3.4 Ergebnisse im Tätigkeitsbezug als Kostenfaktor
4.3.5 Weitere Ergebnisse der Erhebung
4.3.6 Ist der Pflegeaufwand durch die DRG abgedeckt?
4.3.7 Lösungsmöglichkeiten für die Problematik
4.3.8 Fazit des Projektes
5. Fazit / Diskussion
Die Arbeit untersucht kritisch das Aufgabenspektrum in der professionellen Pflege unter Berücksichtigung pflegewissenschaftlicher Standards sowie betriebswirtschaftlicher Einflüsse. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob professionell Pflegende ihren originären Aufgaben in der aktuellen Krankenhausstruktur gerecht werden können oder ob systemische Rahmenbedingungen eine notwendige Neuausrichtung erfordern.
3.3.1 Was ist damit gemeint?
Ein bedeutender Aspekt pflegerischer Arbeit ist laut Büssing u.a. (2003) das Konzept der Gefühlsarbeit. Dieses Konzept wurde Anfang der 80er Jahre vom amerikanischen Soziologen Strauss und seinen Mitarbeiterinnen entwickelt. Es handelt sich dabei, grob erklärt, um eine Einflussnahme auf die Gefühle der Patienten. Das bedeutet, dass die pflegerische Arbeit weit über das handwerkliche Tun hinausgeht. Erst durch die Gefühlsarbeit werden diese Handlungen möglich.
Strauss et all definieren Gefühlsarbeit als funktional für das Erreichen der Kernaufgaben und als wesentlichen Bestandteil gelungener personenbezogener Arbeit. Sie stellen klar, dass schlechte oder keine Gefühlsarbeit oftmals die Ursache dafür sind, dass Patienten sich als Objekt behandelt oder ihre Intimsphäre nicht gewahrt fühlen.
Dabei unterscheiden sich im Wesentlichen sieben Typen von Gefühlsarbeit:
1. Interaktionsarbeit und moralische Regeln:
Das bedeutet das Einhalten der als selbstverständlich erachteten Umgangsformen und das Erklären von Arbeitshandlungen sowie das Eingehen auf den Patienten. Dies bedeutet, dass die Pflegekraft nicht nur freundlich mit dem Patienten spricht und angemessen und respektvoll auftritt, sondern ihm auch erklärt, was sie jetzt gerade durchführen möchte. Dies kann in einem kurzen Satz geschehen wie: „Darf ich Ihnen gerade die Injektion zur Thromboseprophylaxe geben?“
1. Einleitung und Vorstellung der Fragestellungen: Das Kapitel skizziert die historische Entwicklung der Pflege vom karitativen Dienst hin zur eigenständigen Profession und begründet die Relevanz der Untersuchung des Aufgabenspektrums.
2. Was ist Pflege?: Hier werden grundlegende Definitionen der Pflege nach ICN und WHO vorgestellt, ergänzt durch eine praktische Darstellung eines typischen Arbeitstages auf einer gastroenterologischen Station.
3. Das Aufgabenspektrum der Pflege: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen pflegerischen Handlungsfelder, wie Gesundheitsförderung, Beratung, Gefühlsarbeit, Caring, Kommunikation und deren Bedeutung für die Pflegequalität.
4. Der Arbeitsalltag aus betriebswirtschaftlicher Perspektive: Das Kapitel beleuchtet den Einfluss des DRG-Systems auf die Pflege, stellt die Ergebnisse einer eigenen Multimomentstudie zur Tätigkeitsverteilung vor und diskutiert betriebswirtschaftliche Lösungsansätze.
5. Fazit / Diskussion: Hier erfolgt die abschließende Reflexion über die Möglichkeiten der Pflege in Deutschland, ihren originären Aufgaben nachzukommen, sowie die Notwendigkeit von Reformen und strukturellen Veränderungen.
Professionelle Pflege, Aufgabenspektrum, DRG, Pflegewissenschaft, Gefühlsarbeit, Caring, Arbeitsbelastung, Delegation, Gesundheitsökonomie, Patientenversorgung, Professionalisierung, Arbeitsorganisation, Pflegequalität, Krankenhausmanagement, Berufspolitik.
Die Diplomarbeit untersucht kritisch das aktuelle Aufgabenspektrum in der professionellen Pflege und setzt dieses in Bezug zu sowohl pflegewissenschaftlichen Anforderungen als auch den betriebswirtschaftlichen Zwängen im deutschen Gesundheitssystem.
Im Fokus stehen die Definitionen professioneller Pflege, die Analyse spezifischer Tätigkeitsbereiche wie Gefühlsarbeit und Caring sowie der Einfluss des ökonomischen Drucks durch die DRG-Vergütung auf die Arbeitsrealität des Pflegepersonals.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Pflege durch ineffiziente Strukturen oft nicht in der Lage ist, ihre professionellen Potenziale voll zu entfalten, und Ansätze für eine bessere Aufgabenverteilung und Delegation zu entwickeln.
Im vierten Kapitel wurde eine empirische Multimomentstudie auf einer urologischen Station durchgeführt, um die tatsächliche zeitliche Verteilung pflegerischer Tätigkeiten zu analysieren und deren ökonomische Auswirkungen zu berechnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung pflegerischer Handlungsfelder wie Gesundheitsförderung und Kommunikation sowie die betriebswirtschaftliche Analyse des Arbeitsalltags, inklusive der Darstellung von Einsparungspotenzialen durch Aufgaben-Delegation.
Zentrale Begriffe sind Pflegewissenschaft, betriebswirtschaftliche Perspektive, Aufgabendelegation, DRG, Gefühlsarbeit, Arbeitsbelastung und Professionalisierung der Pflege.
Das Projekt zeigt exemplarisch auf, dass ein erheblicher Teil der Arbeitszeit für Tätigkeiten verwendet wird, die keine volle Pflegefachkraft-Qualifikation erfordern, was die Notwendigkeit einer Neuorganisation unterstreicht.
Der Verfasser sieht in der Errichtung einer Pflegekammer ein wichtiges Instrument zur Förderung der beruflichen Selbstverwaltung und zur rechtlichen Stärkung der Pflege als eigenständige Profession.
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