Diplomarbeit, 2008
137 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Theoretischer Kontext
1.3 Problemstellung
1.4 Zielsetzung
1.5 Methodische Vorgehensweise
1.6 Aufbau der Arbeit
2. Der Sudan und die Krise in Darfur
2.1 Der Sudan – allgemeine Daten
2.2 Sudan – a history of war and conflict
2.2.1 Die koloniale Vergangenheit des Sudans
2.2.2 Von der Unabhängigkeit bis zum zweiten Bürgerkrieg
2.2.3 The fragile peace – das CPA-Abkommen von 2005
2.3 Die Provinz Darfur und die Entwicklung des Konflikts
2.3.1 Allgemeine Daten
2.3.2 Historische Entwicklung und Konfliktursachen
2.3.3 Genese und Verlauf des Konflikts seit 2003
2.4 Zusammenfassung
3. Forschungsstand, theoretische Grundlagen und Forschungsannahmen
3.1 Das Verhältnis von Medien und Politik im Allgemeinen
3.2 Medien und Außenpolitik
3.3 Das Policy-Media-Interaction-Modell
3.4 Agenda-Setting
3.5 Framing und Second-Level Agenda-Setting
3.6 Zusammenfassung
4. Methodische Vorgehensweise
4.1 Datenquellen und Untersuchungszeitraum
4.1.1 Datenquellen und Untersuchungszeitraum bei der Frequenzanalyse
4.1.2 Datenquellen und Untersuchungszeitraum bei der Frame-Analyse
4.2 Datenerhebungs- und Datenanalyseverfahren
4.2.1 Die Inhaltsanalyse als sozialwissenschaftliche Methode
4.2.2 Ziele, Vorteile und Probleme von Inhaltsanalysen
4.2.3 Frequenzanalyse
4.2.4 Frame-Analyse
4.3 Zusammenfassung
5. Auswertung und Interpretation der Inhaltsanalysen
5.1 Ergebnisse der Frequenzanalyse: Intensität der Presseberichterstattung im Zeitverlauf
5.1.1 Januar 2004 bis Dezember 2005
5.1.2 Januar 2006 bis August 2007
5.2 Ergebnisse der Frame-Analyse
5.2.1 Medien-Frames der Darfur-Berichterstattung
5.2.1.1 „China und Darfur”: Öl, Waffen und die olympischen Spiele
5.2.1.2 „Genozid und die internationale Verantwortung“
5.2.2 Vergleich der Medien-Frames im gesamten Untersuchungszeitraum
5.2.2.1 Der Frame „China und Darfur“ im Vergleich
5.2.2.2 Der Frame „Genozid und die internationale Veranwortung“ im Vergleich
6. Zusammenfassung, kritische Würdigung und Ausblick
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Kritische Würdigung
6.3 Forschungsausblick
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die internationale mediale Wahrnehmung und Berichterstattung über den Darfur-Konflikt in führenden Tageszeitungen. Das primäre Ziel der Forschungsarbeit ist die Prüfung der Vermutung, dass eine zunehmende Homogenisierung der Berichterstattung einen wesentlichen Faktor für den gewachsenen internationalen Handlungsdruck zur Lösung der Krise darstellt.
1.3 Problemstellung
Ausgangspunkt der Überlegungen zu dieser Diplomarbeit bildet die Studie von Jäger und Viehrig (2005), die sich mit der medial vermittelten Interpretation der Darfur-Krise im internationalen Vergleich beschäftigt. Zentrales Ergebnis der Untersuchung ist die Erkenntnis, dass die internationale Presseberichterstattung über den Sudan im Zeitraum von September 2003 bis August 2004 heterogen war. Dies führte gemäß den Autoren zu einer international uneinheitlichen Wahrnehmung der Krise. Auf Grund dessen konnte sich nach Jäger und Viehrig (2005) kein Handlungsdruck zur Durchführung einer gemeinsamen und entschlossenen internationalen Intervention aufbauen.
Die vorliegende Diplomarbeit bedient sich prinzipiell derselben Argumentationslogik, geht jedoch von einer inzwischen veränderten Ausgangssituation aus. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen der Jahre 2006 und 2007, wie zum Beispiel dem Beschluss zur Entsendung von UNAMID im Juli 2007, lässt sich vermuten, dass sich inzwischen der Handlungsdruck für ein internationales Eingreifen verstärkt hat. Es ist deshalb davon auszugehen, dass sich die Wahrnehmung der Krise inzwischen international angeglichen hat. Eine Homogenisierung der internationalen Medienberichterstattung könnte ein Faktor sein, der zum Aufbau dieses verstärkten internationalen Handlungsdrucks beigetragen hat. Diese Vermutung wird in dieser Diplomarbeit durch eine Analyse der Berichterstattung in führenden internationalen Tageszeitungen untersucht.
1. Einleitung: Dieses Kapitel liefert eine thematische Hinführung auf den Darfur-Konflikt, zeigt die wissenschaftliche Relevanz des Themas auf und stellt die Problemstellung, das Ziel sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit vor.
2. Der Sudan und die Krise in Darfur: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Landes, die komplexe Ursachenstruktur des Konflikts und zeichnet die Chronologie der Ereignisse von 2003 bis 2007 nach.
3. Forschungsstand, theoretische Grundlagen und Forschungsannahmen: Hier werden zentrale Konzepte wie das Policy-Media-Interaction-Modell, Agenda-Setting und Framing diskutiert, um den theoretischen Rahmen für die Analyse zu bilden.
4. Methodische Vorgehensweise: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Forschungsdesign, inklusive der Datenerhebung in den beiden Phasen der Frequenzanalyse und der Frame-Analyse.
5. Auswertung und Interpretation der Inhaltsanalysen: Hier werden die Ergebnisse der Frequenz- und Frame-Analyse präsentiert und im Kontext der politischen Entwicklungen interpretiert.
6. Zusammenfassung, kritische Würdigung und Ausblick: Das Abschlusskapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen, reflektiert kritisch die Methodik und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Darfur-Konflikt, Sudan, internationale Presse, Inhaltsanalyse, Frequenzanalyse, Frame-Analyse, Agenda-Setting, Framing, Mediokratie, Außenpolitik, internationale Intervention, Genozid, humanitäre Krise, Medienwirkung, UNAMID.
Die Arbeit analysiert, wie führende internationale Tageszeitungen über den Darfur-Konflikt berichten und ob diese Berichterstattung die internationale Wahrnehmung und politische Entscheidungsfindung beeinflusst hat.
Zentrale Themen sind die historische Genese des Konflikts im Sudan, das theoretische Verhältnis von Massenmedien und Politik sowie die empirische Untersuchung medialer Aufmerksamkeit und Interpretationsmuster.
Das Hauptziel ist es zu prüfen, ob die Berichterstattung über den Darfur-Konflikt im Laufe der Zeit homogener wurde und ob diese Homogenisierung als Erklärungsfaktor für den gewachsenen internationalen politischen Handlungsdruck dienen kann.
Die Diplomarbeit stützt sich auf ein zweistufiges inhaltsanalytisches Verfahren: eine quantitative Frequenzanalyse zur Messung der Berichterstattungsintensität und eine qualitative Frame-Analyse zur Identifizierung einheitlicher Interpretationsrahmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Fallbeschreibung, die Herleitung theoretischer Forschungsannahmen und die detaillierte empirische Auswertung von 11 internationalen Tageszeitungen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Agenda-Setting, Framing, politische Medieneinflussnahme, internationale Sicherheit und die Rolle von Regionalmächten wie China.
China wurde als ein zentraler "Medien-Frame" identifiziert, wobei die Presse vor allem die wirtschaftlichen Verflechtungen (Öl/Waffen) und Chinas diplomatische Blockadehaltung im UN-Sicherheitsrat thematisierte.
Dieser Aspekt bildet den Kern des zweiten identifizierten Frames "Genozid und internationale Verantwortung", der den moralischen Appell der Medien an die Weltgemeinschaft unterstreicht, aktiv gegen Massenverbrechen einzugreifen.
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