Bachelorarbeit, 2021
63 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Verständnis von Gesundheit
2.1.1 Psychische Gesundheit
2.1.2 Physische Gesundheit
2.2 Modell der Salutogenese
2.3 Verständnis von Sport
2.3.1 Gesundheitssport
2.3.2 Ebenen des Gesundheitssport
2.3.3 Ziele des Gesundheitssport
2.3.4 Breitensport
2.3.5 Leistungssport
2.4 Voltigieren
2.4.1 Heilpädagogischen Voltigieren
2.4.2 Heilpädagogisches Reiten
2.5 Die sechs Kernziele realisiert im Gesundheitssport Voltigieren
2.5.1 Kernziel 1 Stärkung von physischen Gesundheitsressourcen
2.5.2 Kernziel 2 Stärkung von psychosozialen Gesundheitsressourcen
2.5.3 Kernziel 3 Verminderung von Risikofaktoren
2.5.4 Kernziel 4 Bewältigung von Beschwerden und Missbefinden
2.5.5 Kernziel 5 Aufbau und Bindung an gesundheitssportliche Aktivität
2.5.6 Kernziel 6 Verbesserung der Bewegungsverhältnisse
2.6 Empirischer Forschungsstand
2.7 Fragestellung der Untersuchung
2.8 Hypothesen
3 Methoden
3.1 Untersuchungsinstrumente
3.2 Durchführung der Untersuchung
3.3 Stichprobenbeschreibung
3.4 Datenanalyse
4 Ergebnisse
5 Diskussion
6 Abstract
Die vorliegende Arbeit untersucht das subjektive Gesundheitsempfinden von Voltigierenden im Vergleich zu sportlich inaktiven Personen, um den gesundheitsförderlichen Effekt dieser Sportart unter Anwendung des salutogenetischen Konzepts zu validieren und wissenschaftlich einzuordnen.
2.5.1 Kernziel 1: Stärkung von physischen Gesundheitsressourcen
Die Stärkung der physischen Gesundheit dient maßgeblich dem Erhalt der Gesundheit. Zu den physischen Gesundheitsressourcen zählen die motorischen Hauptbeanspruchungsformen Ausdauer-, Kraft-, Dehn-, Entspannungs- und Koordinationsfähigkeit. Planmäßige Belastungen und Entspannungsreize wirken auf die physischen Gesundheitsressourcen ein. Beispielsweise erfahren das Herz-Kreislauf-System, das Zentralnervensystem sowie der gesamte Halte- und Bewegungsapparat deutliche positive Wirkeffekte dahinhegend, dass eine Verringerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Senkung des Mortalitätsrisikos auftritt (DOSB, 2016a; Tari et al., 2019; Mandsager et al., 2018). Die Verbesserung von Kraft, Dehnfähigkeit und Koordination dient der Vorbeugung von Rückenschmerzen (Fachgruppe Gesundheitssport mit Pferd, 2021).
Bisher sind spezifische evidenzbasierte Aussagen zu den einzelnen motorischen Grundeigenschaften im Rahmen des Forschungsfeldes Voltigieren im Gesundheitssport nur bedingt möglich. Ein Großteil der Forschungen fand bisher im heilpädagogischen Bereich statt und es liegt kaum empirisches Datenmaterial im Forschungsfeld Reiten als Gesundheitssport vor. Oftmals handelt es sich um Vermutungen, inwieweit die motorischen Hauptbeanspruchungsformen und die Entspannungsfähigkeit beim Reiten trainierbar sind. Diese werden in ihrem Zusammenhang mit vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen der einzelnen physischen Komponenten sowie logischen Folgerungen aus dem Praxiswissen vorgestellt.
Die systematische Aktivierung des Muskelsystems ist ein zentrales Thema. Das Anforderungsprofil der körperlichen Aktivität Reiten wirkt sich über den Stütz- und Bewegungsapparat auf den ganzen Körper aus. Das heißt, es sind alle großen Organverbände mit typischen Reaktionen des Herz-, Kreislauf-, Atmungs- und Stoffwechselsystems einbezogen (Fachgruppe Gesundheitssport mit Pferd, 2021). Die motorische Beanspruchung in den großen Muskelgruppen findet mit ständig wechselnder Aktivierung und Intensität von Synergisten und Antagonisten statt. Die Intensität der Belastung lässt sich je nach Bedarfsfall minimieren oder maximieren und ermöglicht eine Sportgestaltung mit intendierten Anpassungsvorgängen im gesamten Körper. Dies führt zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit im Stütz- und Bewegungsapparat.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, definiert Gesundheit aus verschiedenen Perspektiven und begründet die Relevanz des Voltigierens als gesundheitsfördernde Sportart.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das Verständnis von Gesundheit und Sport, das Salutogenese-Modell sowie die sechs Kernziele des Gesundheitssports im Kontext des Voltigierens.
3 Methoden: Das Methodikkapitel beschreibt das gewählte Erhebungsinstrument (SF-12), die Durchführung der Online-Umfrage und die Struktur der Stichprobe zur Überprüfung der Hypothesen.
4 Ergebnisse: Hier werden die Resultate der statistischen Auswertung dargelegt, die zeigen, dass Voltigierer bei der physischen Gesundheit Vorteile gegenüber der Kontrollgruppe aufweisen.
5 Diskussion: In der Diskussion werden die Studienergebnisse kritisch reflektiert, Limitationen wie der Einfluss der Pandemie bewertet und Ansätze für zukünftige Forschung aufgezeigt.
6 Abstract: Das Abstract fasst prägnant die Problemstellung, das methodische Vorgehen, die zentralen Ergebnisse und die wesentlichen Schlussfolgerungen der Bachelorarbeit zusammen.
Gesundheit, Salutogenese, Voltigieren, Gesundheitssport, SF-12, Lebensqualität, physische Gesundheit, psychische Gesundheit, Sportpsychologie, Resilienz, Prävention, Bewegungsverhältnisse, Gesundheitsförderung, körperliche Aktivität, Körperkonzept.
Die Arbeit untersucht den gesundheitsförderlichen Effekt von Voltigieren auf die physische und psychische Verfassung von Sportlern im Vergleich zu Personen, die sportlich nicht aktiv sind.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von Gesundheit, das salutogenetische Modell nach Antonovsky, die sportwissenschaftliche Einordnung des Voltigierens sowie die Analyse der subjektiven Gesundheit mittels standardisierter Fragebögen.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob sich Voltigierende und nicht sportlich aktive Personen in ihrer subjektiven Wahrnehmung von physischer und psychischer Gesundheit signifikant voneinander unterscheiden.
Zur Erfassung der subjektiven psychischen und physischen Gesundheit wurde der standardisierte SF-12 Fragebogen als Online-Instrument eingesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die spezifische Vorstellung der sechs Kernziele des Gesundheitssports im Voltigieren sowie die empirische Analyse und Diskussion der gewonnenen Umfragedaten.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Gesundheit, Salutogenese, Voltigieren, Gesundheitssport, SF-12 und Lebensqualität definieren.
Die Pandemie wird als limitierender Faktor diskutiert, da Einschränkungen im Sportalltag und beim Pferdekontakt die psychische Subskala der Befragten möglicherweise negativ beeinflusst haben könnten.
Das Pferd dient als motivierendes Medium, das sowohl eine physische Herausforderung bietet als auch psychische Ressourcen durch soziale Interaktion und das Erleben von Harmonie stärkt.
Das Salutogenese-Modell bildet die theoretische Grundlage, um zu verstehen, wie Ressourcen und Resilienz dazu beitragen, Gesundheit trotz alltäglicher Stressoren aktiv zu fördern und aufrechtzuerhalten.
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