Diplomarbeit, 2006
126 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
1.1 ZIEL DER ARBEIT
1.2 AUFBAU DER ARBEIT
2 ALLGEMEINES ÜBER DEN ÖKOLOGISCHEN LANDBAU
2.1 WAS IST ÖKOLOGISCHER LANDBAU?
2.1.1 Abgrenzung der Begriffe ökologischer, biologischer und organischer Landbau
2.1.2 Die wichtigsten Richtungen innerhalb des ökologischen Landbaus
2.1.2.1 Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise
2.1.2.2 Der organisch-biologische Landbau
2.1.2.3 Organic farming (organischer Landbau)
2.2 RICHTLINIEN UND ORGANISATIONEN DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS
2.2.1 International Federation of Organic Agriculture Movements
2.2.2 Die Gesetzgebung in der Europäischen Union
2.2.3 Verbände des ökologischen Landbaus in Deutschland und Irland
2.3 FÖRDERUNG DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS
3 ÖKOLOGISCHER LANDBAU ALS UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND IN DEN SOZIALWISSENSCHAFTEN
3.1 ÖKOLOGISCHER LANDBAU ALS SOZIALE BEWEGUNG
3.2 EXKURS: ÖKOLOGISCHER LANDBAU ALS INNOVATION
3.3 EXKURS: ÖKOLOGISCHER LANDBAU AUS SICHT DER TRANSAKTIONSKOSTENTHEORIE
4 MATERIAL UND METHODEN
4.1 DIE GRUNDLAGEN DER FRAGESTELLUNG UND DER BEFRAGUNG
4.1.1 Das Interview
4.1.2 Das Experteninterview
4.2 VORGEHENSWEISE
5 ÖKOLOGISCHER LANDBAU IN EUROPA
5.1 GRÜNDE FÜR DIE REGIONALE VERTEILUNG DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS IN EUROPA
5.2 DIE MÄRKTE FÜR ÖKOPRODUKTE
5.3 FORSCHUNG IM BEREICH ÖKOLOGISCHER LANDBAU
6 ÖKOLOGISCHER LANDBAU IN IRLAND
6.1 HISTORISCHE ENTWICKLUNG
6.1.1 Spiritualität / Solidarität
6.1.2 Selbstversorgung
6.1.3 Verkauf / Kommerzialisierung
6.1.4 Das „Auseinanderbrechen“ der Bewegung
6.2 DIE GEGENWÄRTIGE SITUATION
6.2.1 Staatliche Förderung des ökologischen Landbaus
6.2.1.1 Das Rural Environment Protection Scheme (REPS)
6.2.1.2 Scheme of Grant Aid for the Development of the Organic Sector
6.2.1.3 Weitere Förderprogramme
6.2.2 Forschung, Ausbildung und Beratung
6.2.2.1 Forschung im Bereich Ökologischer Landbau
6.2.2.2 Ausbildung und Lehre im Bereich Ökologischer Landbau
6.2.2.3 Beratung im Bereich Ökologischer Landbau
6.2.3 Die ökologischen Landwirte in Irland
6.2.4 Gründe für und gegen die Umstellung auf den ökologischen Landbau
6.2.5 Probleme und Hindernisse rund um den ökologischen Landbau
7 DISKUSSION UND SCHLUSSFOLGERUNGEN
8 ZUSAMMENFASSUNG UND SUMMARY
8.1 ZUSAMMENFASSUNG
8.2 SUMMARY
Ziel der Arbeit ist es, den Prozess der Entwicklung des ökologischen Landbaus in Irland beispielhaft darzustellen und in den europäischen Kontext einzuordnen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich der Sektor von einer sozialen Bewegung hin zu einem durch politische Reglementierung und Förderung geprägten Bereich entwickelte, und es werden die Hintergründe der regionalen Verteilung sowie spezifische Herausforderungen für irische Ökolandwirte beleuchtet.
6.1.4 Das „Auseinanderbrechen“ der Bewegung
1991 kulminierten die Konflikte innerhalb der IOFGA und die zwischen dem Verband und dem IOI und führten zu einem „Auseinanderbrechen“ des Repräsentativorgans der Bewegung (vgl. TOVEY, H., 1997, S. 25; vgl. MOORE, O., 2003, S. 8; vgl. MOORE, O., 2004, S.25). Infolgedessen wurde ein weiterer Anbauverband gegründet: Organic Trust (OT). Für diejenigen Mitglieder, die bei IOFGA blieben, war vor allem der Konflikt mit dem IOI ausschlaggebend, da überwiegend Inspektoren mit kommerziellem Interesse die Kontrollen durchführten (vgl. MOORE, O., 2003, S. 8f.).
Obwohl IOFGA heutzutage immer noch für einen alternativen Lebensstil steht (vgl. MOORE, O., 2004, S. 10), wird innerhalb des Anbauverbandes versucht, sich nicht alleine darauf zu fokussieren (vgl. MOORE, O., 2003. S. 9). Nun erfolgt mehr und mehr eine Orientierung in Richtung des kommerziellen Gartenbaus, der kommerziellen Landwirtschaft und auch des Lobbyismus (vgl. ebenda, S. 9). IOFGA ist der offizielle, staatlich anerkannte ökologische Anbauverband, der für immer mehr Landwirte und Gärtner interessant wird, die ökologischen Landbau nicht zwingend aus weltanschaulichen Gründen betreiben (vgl. MOORE, O., 2004, S. 10f.). Die Gründungsmitglieder von OT befürchteten, dass zunehmend unqualifizierte Inspektoren, die über keinerlei praktische Erfahrung verfügen, Kontrollen durchführen könnten (vgl. MOORE, O., 2003, S. 9). Darüber hinaus lehnten sie das verstärkte Interesse der EU und der irischen Regierung am ökologischen Landbau ab, da dadurch Regulierungen gelockert wurden (vgl. ebenda, S. 9). Auch heutzutage werden die IOFGA - Regulierungen und Methoden von Mitgliedern von OT als nicht streng genug angesehen, um als „certified organic“ (MOORE, O., 2004, S. 11) zu gelten. Obwohl OT die größten Landwirte, Gärtner und Importeure des ökologischen Sektors in Irland repräsentiert und rund 80 % der produzierten Waren zertifiziert, konnte der Verband bislang keine staatliche Anerkennung erlangen (vgl. ebenda, S. 11). Im Jahre 1991 wurde noch ein weiterer Verband in Irland gegründet: die Bio-Dynamic Agricultural Association of Ireland (BDAAI), der Interessenverband der biologisch-dynamischen Landwirtschaft (vgl. MOORE, O., 2003, S. 9; vgl. GIBNEY, N., 1998, S. 174). Ihre Aufgabe besteht darin, die Einhaltung der internationalen Demeter - Richtlinien zu kontrollieren (vgl. GIBNEY, N., 1998, S. 174).
1 EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Entwicklung des ökologischen Landbaus in Irland darzustellen, und beschreibt den methodischen Aufbau sowie die Relevanz des Themas im europäischen Kontext.
2 ALLGEMEINES ÜBER DEN ÖKOLOGISCHEN LANDBAU: Dieses Kapitel definiert den ökologischen Landbau, grenzt Begriffe ab und erläutert die wichtigsten Richtungen sowie die maßgeblichen Organisationen und politischen Rahmenbedingungen der EU.
3 ÖKOLOGISCHER LANDBAU ALS UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND IN DEN SOZIALWISSENSCHAFTEN: Hier wird der ökologische Landbau als soziale Bewegung analysiert und als Innovation sowie aus Sicht der Transaktionskostentheorie beleuchtet.
4 MATERIAL UND METHODEN: Dieses Kapitel erläutert die verwendete Literatur sowie die Methodik der durchgeführten Experteninterviews und deren Vorgehensweise.
5 ÖKOLOGISCHER LANDBAU IN EUROPA: Zusammenfassung der europaweiten Entwicklung, der Gründe für die regionale Verteilung, der Märkte und des Forschungsstandes.
6 ÖKOLOGISCHER LANDBAU IN IRLAND: Das zentrale Kapitel analysiert die historische Entwicklung, die gegenwärtige Situation, staatliche Förderungen und die Probleme der irischen Ökobranche.
7 DISKUSSION UND SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diskussion der wichtigsten Ergebnisse hinsichtlich der räumlichen Verteilung, der politischen Förderung und der Notwendigkeit einer besseren Infrastruktur und Ausbildung.
8 ZUSAMMENFASSUNG UND SUMMARY: Abschließende Zusammenfassung der Diplomarbeit in deutscher und englischer Sprache.
Ökologischer Landbau, Irland, Landwirtschaft, Agrarpolitik, soziale Bewegung, REPS, Vermarktung, Zertifizierung, Bio-Lebensmittel, Experteninterview, Betriebsstruktur, Strukturwandel, Nachhaltigkeit, Förderprogramme, Umstellung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und den Bestimmungsfaktoren des ökologischen Landbaus in Irland, eingebettet in den weiteren europäischen Kontext.
Die zentralen Themen umfassen die historische Genese der Bewegung, die politische Steuerung durch Förderprogramme (REPS), die soziologische Einordnung als soziale Bewegung sowie die Analyse aktueller Vermarktungsstrukturen.
Das primäre Ziel ist es, den Entwicklungsprozess des irischen Ökolandbaus darzustellen, zu interpretieren und dabei aufzuzeigen, wie sich der Sektor durch äußere Faktoren und organisatorische Veränderungen gewandelt hat.
Die Autorin kombiniert eine umfassende Literaturauswertung mit einer empirischen Untersuchung, die auf sieben Leitfaden gestützten Experteninterviews basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des ökologischen Landbaus, eine Betrachtung der europäischen Situation und eine tiefgehende Analyse der irischen Gegebenheiten, inklusive der Auswirkungen staatlicher Programme auf die Betriebe.
Schlüsselbegriffe sind der ökologische Landbau, die irische Landwirtschaft, die politische Einflussnahme durch die EU, soziale Netzwerke, Zertifizierung und die Marktsituation für ökologische Produkte.
Das REPS fungierte als wichtigste staatliche Förderquelle, die den ökologischen Landbau in Irland maßgeblich beeinflusste, aber auch kontrovers hinsichtlich der tatsächlichen ökologischen Intention diskutiert wird.
Konflikte zwischen dem Verband IOFGA und dem Irish Organic Inspectorate bezüglich der Inspektionsmethodik und eine zunehmende Spaltung zwischen ideellen und kommerziell orientierten Akteuren führten zur Gründung neuer Verbände wie Organic Trust.
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