Diplomarbeit, 2005
166 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Motivation der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Führungstheorien und Führungsstile
2.1.1 Führungstheorien
2.1.2 Empirische Führungsstilforschung: Die Ohio-Studien zum Führungsverhalten
2.1.3 Zusammenfassung der Darstellungen zu Führungstheorien bzw. -stilen
2.2 Führung in Teams
2.2.1 Arbeitsgruppen und Teams
2.2.2 Beeinflussung von Teams als Führungsaufgabe
2.2.2.2 Externe Führung von Teams
2.2.3 Zusammenfassung des Kapitels bzw. generelle Erkenntnisse zur Führung von Teams
2.3 Führung in multikulturellen Teams
2.3.1 Kultur als Orientierungssystem
2.3.2 Konzepte zur Beschreibung und Kategorisierung kultureller Werteorientierungen
2.3.2.1 Die Kulturdimensionen nach Hofstede
2.3.2.2 Die kulturellen Werteorientierungen nach Kluckhohn und Strodtbeck
2.3.2.3 Kluckhohn und Strodtbecks Kulturkonzept als Grundlage dieser Arbeit
2.3.3 Besonderheiten multikultureller gegenüber monokulturellen Teams
2.3.3.1 Definition von multikulturellen Teams
2.3.3.2 Stärken und Schwächen von multikulturellen Teams
2.3.4 Der Führungsaspekt als entscheidender Erfolgsfaktor für multikulturelle Teams
2.3.5 Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Führung von multikulturellen Teams
3. Bezugsrahmen und Hypothesenentwicklung
3.1 Zur Relevanz der Untersuchung
3.1.1 Wissenschaftliche Relevanz
3.1.2 Praktische Relevanz
3.2 Gestaltung des Untersuchungsmodells
3.2.1 Grundlegende Annahmen zum Bezugsrahmen
3.2.2 Die Variablen des Bezugsrahmens im Einzelnen
3.3 Entwicklung der Hypothesenkomplexe
3.3.1 Hypothesenkomplex 1: Zusammenhang von kultureller Vielfalt und Teamerfolg
3.3.2 Hypothesenkomplex 2: Führungsverhalten als Moderator des Zusammenhangs von kultureller Vielfalt und Teamerfolg
3.3.2.1 Aufgabenorientierte und mitarbeiter- bzw. beziehungsorientierte Führung als Moderatorvariablen
3.3.2.2 Externe Führung als Moderatorvariable
4. Methodische Grundlagen der empirischen Arbeit
4.1 Datenerhebung und Stichprobe
4.1.2 Forschungsdesign: Die Methodik der Datenerhebung
4.1.2.1 Vor- und Nachteile einer Fragebogenuntersuchung
4.1.2.2 Gestaltung des Fragebogens
4.1.3 Allgemeine Vorgehensweise: Der Modus der Datenerhebung
4.1.4 Die Stichprobe
4.2 Messung der relevanten Konstrukte
4.2.1 Datenaufbereitung
4.2.2 Messung der individuellen kulturellen Werteorientierungen
4.2.3 Messung der Teamerfolgsvariablen
4.2.4 Messung der Variablen zum Teamführungsverhalten
4.3 Statistische Vorgehensweise
5. Ergebnisse der Untersuchung
5.1 Deskriptive Statistik
5.2 Überprüfung der Hypothesenkomplexe
5.2.1 Zu Hypothesenkomplex 1: Analyse der Zusammenhänge von kultureller Wertevielfalt und Teamerfolg
5.2.2 Zu Hypothesenkomplex 2: Analyse der Moderationswirkung von Führungsverhalten auf die Multikulturalitäts-Teamerfolgs-Zusammenhänge
5.2.2.1 Aufgabenorientierte Führung als Moderatorvariable
5.2.2.2 Mitarbeiter- bzw. beziehungsorientierte Führung als Moderatorvariable
5.2.2.3 Externe Führung als Moderatorvariable
5.3 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse
6. Diskussion der Ergebnisse
6.1 Kulturelle Wertevielfalt und Teamerfolg
6.2 Führung im kulturellen Dilemma: Die negative Erfolgswirkung von aufgaben- und mitarbeiterorientierter sowie externer Führung im multikulturellen Teamkontext
6.3 Alternative Führungsformen im multikulturellen Team: Transformationale Führung als Weg aus dem kulturellen Dilemma
6.4 Kritische Anmerkungen
6.5 Implikationen für die zukünftige Forschung
6.6 Implikationen für die Praxis
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Führungsverhaltens auf den Erfolg von multikulturellen Teams in einem innovativen und komplexen Arbeitsumfeld. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich kulturelle Wertevielfalt, gemessen anhand des Konzepts von Kluckhohn und Strodtbeck, auf den ökonomischen und sozialen Teamerfolg auswirkt und welche Rolle verschiedene Führungsstile als moderierende Faktoren spielen.
2.3.1 Kultur als Orientierungssystem
Kein Mensch ist mit einem anderen Menschen völlig identisch. Offensichtlich verfügen Menschen eines bestimmten Kulturkreises jedoch bei aller individueller Einmaligkeit über ein Repertoire an Gemeinsamkeiten, das es ihnen erlaubt, aus dem Gesamtkontext heraus die Wünsche, Ziele, Hoffnungen und Intentionen sowie die emotionale Befindlichkeitslage ihres Kommunikationspartners weitestgehend zu erkennen und daher in der Lage zu sein, seinen Wünschen und Erwartungen entsprechend zu reagieren. Dieses Orientierungssystem ist dem Menschen nicht angeboren, sondern wird während der (Aus-)Bildung und Sozialisation innerhalb eines bestimmten Kulturkreises erlernt bzw. „vererbt“. Unter „normalen" Alltagsbedingungen bei einem Leben in unserem Kulturkreis können wir uns also mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf verlassen, dass unsere individuelle Sicht der Welt auch von unseren Mitmenschen verstanden, wenn auch nicht von allen in gleicher Weise akzeptiert und geteilt wird. Viel schwieriger ist die Situation für den Handelnden, wenn er in eine fremde soziale Gemeinschaft, Nation, Kultur, aber auch Organisation oder Gruppe gerät, die ein völlig anderes, ihm nicht vertrautes Zeichen- bzw. Symbolsystem zur gegenseitigen Verständigung nutzt oder in der die ihm bereits vertrauten bedeutungshaltigen Zeichen anders bewertet werden, ihnen eine andere Bedeutung zukommt oder sie in einem ihm nicht vertrauten Kontext Anwendung finden.
Kultur ist ein außerordentlich vielschichtiger Begriff, der in den Sozialwissenschaften, aber auch in vielen anderen Disziplinen und Bedeutungszusammenhängen, unterschiedlich definiert wird. Bereits 1952 katalogisierten die Anthropologen Kroeber und Kluckhohn über 160 Definitionen von Kultur und untersuchten diese auf Ähnlichkeiten. Die im Kontext der vorliegenden Arbeit relevanten Begriffsabgrenzungen stammen ebenfalls aus dem Bereich der Anthropologie. Hier ist Kultur im Wesentlichen als ein System von Konzepten, Einstellungen, Überzeugungen und Werteorientierungen zu verstehen, welches sowohl im Verhalten und Handeln der Menschen, als auch in ihren geistigen und materiellen Artefakten sichtbar wird.
1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung durch Trends wie Globalisierung und Teamorientierung und definiert das Ziel, den Einfluss von Führungsverhalten auf den Erfolg multikultureller Teams zu analysieren.
2. Theoretischer Hintergrund: Es werden grundlegende Führungstheorien, die Besonderheiten der Teamführung und der Begriff der Kultur als Orientierungssystem unter Rückgriff auf Hofstede sowie Kluckhohn und Strodtbeck beleuchtet.
3. Bezugsrahmen und Hypothesenentwicklung: Auf Basis der Theorie wird ein Untersuchungsmodell erstellt und konkrete Hypothesen über den Einfluss von kultureller Vielfalt und dessen Moderation durch Führung abgeleitet.
4. Methodische Grundlagen der empirischen Arbeit: Das Forschungsdesign basiert auf einer Fragebogenuntersuchung in multinationalen Unternehmen, wobei statistische Verfahren wie die lineare Regression und Moderationsanalysen eingesetzt werden.
5. Ergebnisse der Untersuchung: Die deskriptive Statistik und die Hypothesenüberprüfungen werden vorgestellt, wobei insbesondere die negativen Effekte einseitiger Führungsstile bei kultureller Vielfalt im Fokus stehen.
6. Diskussion der Ergebnisse: Die Befunde werden kritisch eingeordnet, wobei das Konzept der transformationalen Führung als flexiblere Alternative zu den klassischen Ansätzen diskutiert wird.
Multikulturelle Teams, Teamführung, kulturelle Werteorientierungen, Kluckhohn und Strodtbeck, Hofstede, ökonomischer Teamerfolg, sozialer Teamerfolg, Führungsverhalten, Aufgabenorientierung, Mitarbeiterorientierung, externe Führung, Diversity, Transformationsführung, empirische Analyse, Interkulturelle Kompetenz.
Die Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener Führungsstile auf den ökonomischen und sozialen Erfolg von multikulturellen Teams in der modernen Arbeitswelt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Teamführung, kulturellen Unterschieden und deren Messbarkeit sowie der Frage, wie Führungskräfte in einem multikulturellen Kontext erfolgreich agieren können.
Die zentrale Frage ist, inwieweit unterschiedliche Führungsverhaltensweisen den Zusammenhang zwischen kultureller Vielfalt und Teamerfolg moderieren.
Der Autor führt eine empirische Fragebogenuntersuchung bei real existierenden multikulturellen Teams durch und wertet die Daten mittels linearer Regressionsanalysen und Moderationstests aus.
Neben dem theoretischen Rahmen zu Führung und Kultur folgt eine detaillierte methodische Beschreibung der Datenerhebung, gefolgt von der Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Diversität, interkulturelle Werteorientierungen, Führungsstile und Teamerfolg geprägt.
Die Daten zeigen, dass kulturelle Vielfalt per se keine direkte signifikante Auswirkung auf den Teamerfolg hat, was darauf hindeutet, dass das Management der Vielfalt entscheidender ist als die Vielfalt selbst.
Transformationale Führung bietet durch ihre Flexibilität die Möglichkeit, sowohl direktive als auch partizipative Elemente individuell anzupassen und so den vielfältigen Bedürfnissen multikultureller Teammitglieder besser gerecht zu werden.
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