Diplomarbeit, 2008
85 Seiten, Note: 1,1
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung von Insolvenzplanverfahren in der Praxis. Sie analysiert, inwieweit das Insolvenzplanverfahren seit der Insolvenzrechtsreform im Jahre 1999 eine relevante Rolle in der Unternehmenssanierung einnimmt.
Die Arbeit gliedert sich in einen Theorie- und einen Praxisteil. Der Theorieteil beleuchtet die rechtlichen Hintergründe des Insolvenzplanverfahrens und bietet eine umfassende Einführung in die Materie, indem er die wichtigsten Begriffe definiert, die historische Entwicklung des Insolvenzrechts in Deutschland beschreibt und die Grundlagen der Insolvenzrechtsreform darstellt. Anschließend wird der Insolvenzplan als Sanierungsinstrument detailliert dargestellt und das typische Ablauf eines Insolvenzplanverfahrens nach der Insolvenzordnung beschrieben. Der Praxisteil beschäftigt sich mit der Anwendung des Insolvenzplanverfahrens in der Praxis seit der Insolvenzrechtsreform und analysiert die Probleme bei der Anwendung. Im Anschluss werden die Vorteile des Verfahrens gegenüber anderen Verwertungsalternativen verdeutlicht und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der aktuellen Situation erarbeitet. Den Abschluss bildet die Darstellung des Sanierungsbeispiels des Büroartikelherstellers Herlitz.
Insolvenzplan, Unternehmenssanierung, Insolvenzrechtsreform, Insolvenzordnung, Gläubigerautonomie, Sanierungsfähigkeit, Sanierungswürdigkeit, Übertragende Sanierung, Liquidation, prepackaged plan, Eigenverwaltung, Haftungsrisiken, Kosten, Publizität, Insolvenzkultur, Antragstellung, Auswahl des Insolvenzverwalters, Befriedigungsquoten, Handlungsempfehlungen, Sanierungsbeispiel Herlitz.
Das Hauptziel ist die Sanierung krisenbehafteter Unternehmen, um den Erhalt von Arbeitsplätzen zu sichern und volkswirtschaftliche Schäden durch Liquidationen zu vermeiden.
Gründe sind unter anderem hohe Kosten, mangelnde Bekanntheit des Instruments bei Unternehmen, die negative Publizität einer Insolvenz und oft eine zu späte Antragstellung.
Eine Sanierung ermöglicht den Fortbestand des Rechtsträgers, bietet oft höhere Befriedigungsquoten für Gläubiger und bewahrt wertvolles Know-how sowie bestehende Vertragsstrukturen.
Bei der Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung im Amt und steuert die Sanierung unter Aufsicht eines Sachwalters selbst, was das Vertrauen von Geschäftspartnern stärken kann.
Ja, bekannte Unternehmen wie Herlitz, Ihr Platz oder Babcock Borsig konnten mithilfe eines Insolvenzplans erfolgreich saniert werden.
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