Masterarbeit, 2021
153 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
Teil 1: Möglichkeiten und Chancen
2. Klassische Begriffsuntersuchung
2.1 Der Begriff Digitalisierung
2.2 Digitale Medien
2.2.1 Feste Endgeräte
2.2.2 Mobile Endgeräte
2.2.3 Anzeige- und Interaktionsgeräte
2.2.4 Digitale Arbeitsgeräte
2.3 Digitale Infrastruktur
3. Möglichkeiten der Ausstattung
3.1 Medienkonzepte an Schulen
3.2 Strategie der Kultusministerkonferenz „Bildung in der digitalen Welt“
3.3 DigitalPakt Schule
3.4 Pädagogische Konzepte Thüringens
3.4.1 Verankerung der Mediennutzung in den Fachlehrplänen Thüringens
3.4.2 Kursplan - Medienkunde in der Grundschule
3.5 Einrichtung einer digitalen Infrastruktur an der Grundschule
3.5.1 Internet und World Wide Web durch WLAN
3.5.2 Hardwareentscheidungen treffen
3.5.3 Großflächige Ausstattung mit Präsentationsmedien
3.5.4 Zusätzliche Ausstattung
3.5.5 Software und Lizenzen
3.6 Pädagogischer Mehrwert von digitalen Medien
3.7 Erfolgsfaktor Lehrkraft
3.7.1 Kompetenzen von Lehrkräften
3.7.2 Medienkompetenz in der Lehrerausbildung
3.7.3 Weiter- und Fortbildung von Lehrkräften
3.7.4 Budgetierung von Fort- und Weiterbildungen
3.7.5 Lehrkräfte als Medienbeauftragte
4. Zusammenfassung Teil 1
Teil 2: Ist-Zustand
5. Digitale Ausstattung der Schülerinnen und Schüler
6. Ausstattungssituation im internationalen Vergleich
7. Digitale Ausstattung der deutschen Grundschulen
8. Ausstattungssituation der Thüringer Grundschulen
8.1 Forschungsdesign
8.2 Auswahlverfahren der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer
8.3 Teilnahme an der Umfrage
8.4 Ergebnisse der Untersuchung
8.4.1 Internet- und WLAN-Verbindung
8.4.2 Ausstattung mit Endgeräten
8.4.3 Ausstattung mit Präsentations- und Interaktionsmedien
8.4.4 Medienkonzepte der Grundschulen
8.4.5 Clouds und Lehr-Lern-Plattformen
8.4.6 Digitale Kommunikationsmittel
8.4.7 Mittel aus dem DigitalPakt Schule
8.4.8 Kompetenzen der Lehrkräfte
8.4.9 Zusammenfassende Einschätzung der Schulen
9. Zusammenfassung Teil 2
Teil 3: Vergleichsanalyse
10. Warum müssen digitale Medien zum Einsatz kommen?
11. Was hemmt die Entwicklung?
12. Wie sollte die schulische Digitalisierung ablaufen?
13. Fazit
Diese Masterarbeit untersucht Möglichkeiten zur Förderung und sinnvollen Umsetzung der Digitalisierung in Thüringer Grundschulen. Angesichts einer aktuell unzureichenden Ausstattung und einer kritischen IST-Situation im Vergleich zum gesamtdeutschen Durchschnitt sowie internationalen Standards, analysiert der Autor den Bedarf an digitaler Infrastruktur, die Rolle des DigitalPakt Schule und die notwendige Medienkompetenzentwicklung bei Lehrkräften, um eine pädagogisch fundierte digitale Lernumgebung zu schaffen.
1. Einleitung
If you want to teach people a new way of thinking, don’t bother trying to teach them. Instead, give them a tool, the use of which will lead to new ways of thinking. Dieses Zitat von Richard Buckminster Fuller beschreibt die Denkweise und das Vorgehen in unserer heutigen, zunehmend digitalisierten und von digitalen Medien überfluteten Gesellschaft. Als Konrad Zuse im Jahr 1941 den ersten programmgesteuerten Computer der Welt baute, den Z3, konnte noch niemand den darauf folgenden digitalen Aufschwung und die Erfolgsstory der digitalen Medien erahnen.
Doch bereits 1982 kam mit dem Commodore C64 der erste Computer für den privaten Gebrauch auf den Markt. Der digitale Feldzug fand Einzug in die privaten Haushalte und nun konnten die Giganten wie Microsoft, Apple oder auch IBM ihre Fühler in alle Branchen des Lebens ausstrecken. Neben den Büros und Fabriken, eroberten die Computer nun auch die Wohnzimmer. Diese Entwicklung erlebte einen erneuten Aufschwung Anfang der 90er Jahre, als Tim Berners-Lee den Weg für das Internet ebnete. Berners-Lee erfand das Internet bereits 1989 und gemeinsam mit dem World Wide Web wurde 1992 die erste URL online gestellt.
Wie bei Zuses Entwicklung im Jahr 1941 konnte auch hier niemand erahnen, welchen Stein Berner-Lee damit ins Rollen brachte. Fortan begann die Vernetzung der Welt im Internet, sodass heute über die Hälfte der Weltbevölkerung das World Wide Web benutzt. Heute ist fast jeder im Besitz von digitalen Medien wie Smartphone, Laptop, Tablet oder Computer. Doch nicht nur der private Sektor wird zunehmend digitalisiert. Digitalen Medien sind aus dem beruflichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Es gibt kaum noch Berufe, die ohne sie auskommen. Der Verwaltungssektor funktioniert ausschließlich über betriebswirtschaftliche Standardsoftwarepakete. Die Industrie baut ebenfalls zunehmend auf Digitalisierung der Produktion. Hier kommen automatische Produktionsanlagen oder Roboter zum Einsatz. Sogar in der Landwirtschaft können Traktoren über sogenannte Global Positioning Systems, kurz GPS, Felder autonom befahren und bewirtschaften.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den historischen Aufstieg der Digitalisierung und führt in die Relevanz der 21st Century Skills ein, während sie gleichzeitig die aktuelle Vernachlässigung digitaler Medien im deutschen Schulsystem problematisiert.
Teil 1: Möglichkeiten und Chancen: Dieser Teil definiert den Begriff der Digitalisierung für den Bildungssektor, untersucht Potenziale technischer Ausstattung und betont die Notwendigkeit von Medienkonzepten sowie die zentrale Rolle der Lehrkräfte.
Teil 2: Ist-Zustand: Hier wird der aktuelle Stand der digitalen Ausstattung in deutschen und speziell Thüringer Grundschulen analysiert, unterstützt durch eine eigene Online-Umfrage, welche einen erheblichen Nachholbedarf aufdeckt.
Teil 3: Vergleichsanalyse: Dieser abschließende Teil vergleicht die theoretischen Möglichkeiten mit dem Ist-Zustand, identifiziert Hemmfaktoren wie mangelnde Infrastruktur und Qualifizierung und formuliert Handlungsempfehlungen für einen erfolgreichen Digitalisierungsprozess.
Digitalisierung, Grundschule, Medienkompetenz, DigitalPakt Schule, Medienkonzept, IT-Infrastruktur, Medienbeauftragte, Lehrerausbildung, Unterrichtsentwicklung, TPACK-Modell, SAMR-Modell, Schulentwicklung, Thüringen, Bildungsgerechtigkeit, Medienbildung
Die Arbeit untersucht den Stand und die Möglichkeiten der Digitalisierung an Thüringer Grundschulen, wobei sie sowohl technische Infrastrukturen als auch die notwendige pädagogische Weiterentwicklung von Lehrkräften beleuchtet.
Die zentralen Themen sind die digitale Infrastruktur, Medienkonzepte, der DigitalPakt Schule sowie die professionelle Medienkompetenz von Lehrkräften im Primarbereich.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie die Digitalisierung in Thüringer Grundschulen sinnvoll gefördert und in den Lehr-Lern-Prozess integriert werden kann, um den Anforderungen einer modernen Wissensgesellschaft gerecht zu werden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse des aktuellen Forschungsstandes sowie einer quantitativen empirischen Online-Umfrage unter Thüringer Grundschulen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung und Möglichkeitenanalyse, gefolgt von einer Bestandsaufnahme (Ist-Zustand) mittels Studienvergleich und Umfrage sowie einer finalen Vergleichsanalyse zur Ableitung von Handlungsempfehlungen.
Zu den prägenden Begriffen zählen Medienkompetenz, DigitalPakt Schule, IT-Ausstattung, Medienkonzept und Lehrerausbildung.
Dies ist primär auf mangelhafte technische Ausstattung, fehlende flächendeckende WLAN-Infrastruktur sowie ein Defizit an spezifischen Fortbildungen und Medienkompetenz bei den Lehrkräften zurückzuführen.
Das Medienkonzept fungiert als zentraler Fahrplan, der es Schulen erst ermöglicht, Mittel aus dem DigitalPakt zu beantragen, und dient als Steuerungsinstrument für eine strukturierte Medienbildung.
Der Autor stuft das BYOD-Modell im Primarbereich als problematisch und unpraktikabel ein, da es soziale Unterschiede verschärft und keine einheitliche technische Basis für den Unterricht bietet.
Er empfiehlt den Aufbau einer stabilen Infrastruktur als Fundament, gefolgt von der Erstellung eines verbindlichen Medienkonzeptes und einer kontinuierlichen Qualifizierung der Lehrkräfte durch ein integriertes Unterstützungssystem.
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