Bachelorarbeit, 2006
52 Seiten, Note: 2,7
1 EINLEITUNG: PROBLEMSTELLUNG UND DATENKORPUS
2 FORSCHUNGSSTAND
3 TUNESIEN
3.1 Geographie
3.2 Geschichte
3.2.1 Vor 1881
3.2.2 Nach 1881
4 MEHRSPRACHIGKEIT UND DIGLOSSISCHE SPRACHEN-VERTEILUNG
4.1 Kontaktsprachen
4.2 Varietäten des Arabischen und französische Einflüsse
4.3 Merkmale des Franco-Tunesisch
4.3.1 Code-Switching
4.3.2 Entlehnungen
4.4 Stellenwert des Französischen in Tunesien
4.4.1 Sprachenprestige
4.4.2 Sprachenpolitik in Tunesien
4.4.3 Sprachdomänen
5 DIE ENQUÊTE: DURCHFÜHRUNG UND ERGEBNISSE
5.1 Die Informanten
5.2 Sprachenverteilung und -kenntnisse
5.2.1 Sprachenrepertoire
5.2.2 Sprachkompetenzen
5.2.3 Code-Switching
5.3 Französisch in diversen Speachdomänen
5.3.1 Schulsystem: Französisch als Unterrichtssprache
5.3.2 Medien
5.3.3 Wirtschaft: Vorteile durch Französischkenntnisse?
5.4 Französisch als Prestigesprache?
5.5 Tendenzen
6 FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Stellenwert des Französischen in Tunesien. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie die tunesische Bevölkerung – insbesondere junge Akademiker – die gelebte Mehrsprachigkeit wahrnimmt und wie das Französische in verschiedenen gesellschaftlichen Domänen im Spannungsfeld zwischen kolonialem Erbe, Arabisierung und Globalisierung positioniert ist.
4.3 Merkmale des Franco-Tunesisch
Johnson/ Johnson definieren Code-Switching wie folgt: „the alternate use of two languages in the same discourse” Peter Auer gibt an: „code-switching can be related to and indicative of group membership in particular types of bilingual speech communities, such that the regularities of the alternating use of two or more languages within one conversation may vary to a considerable degree between speech communities”
Eine letzte und dritte Definition aus der “International Encyclopedia of Linguistic” soll entgültig die Definition von Code-Switching festlegen, welcher ich mich in folgender Arbeit bedienen werde: “Code-Switching refers to the „juxtaposition within the same speech exchange of passages of speech belonging to two grammatical systems or subsystems“ (Gumpez 1982: 56) and affects more or less everyone who speaks several languages or dialects“
Wie anhand dieser Definitionen klar geworden ist, ist Code-Switching unabkömmlich, wenn ein Sprecher mehrer Sprachen beherrscht. Auch die tunesische Sprache wäre ohne den oben genannten Sprachwechsel nicht in dieser Form existent, da sich das tunesische, nicht nur Entlehnungen aus dem Französischen bedient, welche bereits in den üblichen Sprachgebrauch übergegangen sind, sondern auch durchaus von ganzen Sätzen, Äußerungen oder Redewendungen aus dem Französischen Gebrauch macht. (Siehe hierzu die Ergebnisse meines Surveys).
1 EINLEITUNG: PROBLEMSTELLUNG UND DATENKORPUS: Vorstellung der persönlichen Motivation der Autorin sowie des methodischen Vorgehens anhand eines aus 24 Fragebögen bestehenden Korpus.
2 FORSCHUNGSSTAND: Überblick über existierende Studien zur Mehrsprachigkeit in Tunesien und Aufzeigen der Forschungslücke im makrosoziolinguistischen Bereich.
3 TUNESIEN: Historischer und geographischer Abriss, der die Entwicklung von den phönizischen Wurzeln über die Zeit des Protektorats bis zur modernen Republik nachzeichnet.
4 MEHRSPRACHIGKEIT UND DIGLOSSISCHE SPRACHEN-VERTEILUNG: Theoretische Grundlagen zu Sprachkontakten, dem Begriff der Diglossie und der spezifischen Situation des Franco-Tunesisch.
5 DIE ENQUÊTE: DURCHFÜHRUNG UND ERGEBNISSE: Auswertung der erhobenen Daten zu Sprachrepertoire, Kompetenzen, Medienkonsum, Bildungsfragen und dem Stellenwert als Prestigesprache.
6 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Rolle des Französischen, die trotz zunehmender Arabisierung und aufkommender Konkurrenz durch das Englische in absehbarer Zeit nicht verschwinden wird.
Tunesien, Französisch, Arabisch, Mehrsprachigkeit, Diglossie, Code-Switching, Sprachpolitik, Arabisierung, Sprachprestige, Soziolinguistik, Fremdsprachenerwerb, Bildungssystem, Medienkonsum, Identität, Maghreb
Die Arbeit analysiert den Stellenwert des Französischen in der heutigen tunesischen Gesellschaft und dessen Funktion als Bildungs- und Prestigesprache.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Mehrsprachigkeit, die Sprachpolitik, den Einfluss des Französischen in Medien und Schule sowie die Bedeutung des Code-Switchings.
Das Ziel ist es, durch eine eigene soziolinguistische Enquête zu ermitteln, wie die tunesische Bevölkerung Französisch im Alltag verwendet und welche Rolle es für ihre Identität und Zukunft spielt.
Die Autorin führte eine quantitative Befragung mittels Fragebögen durch, die primär an eine akademisch geprägte Zielgruppe in Sfax verschickt wurden.
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung, die theoretischen Sprachgrundlagen, die Auswertung der Umfrageergebnisse zu Sprachkenntnissen und den Mediengebrauch.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Tunesien, Französisch, Diglossie, Code-Switching, Arabisierung und Sprachprestige.
Die Umfrage zeigt, dass die jüngere Generation zwar kompetenter in Fremdsprachen wie Englisch ist, die ältere Generation jedoch eine höhere Kapazität im Standardarabischen aufweist.
Ja, laut der Mehrheit der Befragten ist Französisch nach wie vor mit einem hohen Bildungsniveau, Modernität und einem sozialen Distinktionsmerkmal verbunden.
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