Examensarbeit, 2006
88 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Thema, Forschungsstand und Fragestellung
1.2 Empirische Forschungsmethoden
1.2.1 Qualitative Methode: Experteninterview
1.2.2 Quantitative Methode: Schriftliche Befragung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Politisches Interesse Jugendlicher
2.1 Zum Begriff ‚Interesse’
2.2 Jugend und Politik - Ergebnisse der Shell-Studie von 2002
2.3 Politikverdrossenheit - ein Problem für die politische Bildung
2.4 Einflussfaktoren auf das politische Interesse Jugendlicher
2.5 Zusammenfassung: Vom politischen Interesse zur Partizipation Jugendlicher
3. Politische Partizipation Jugendlicher auf kommunaler Ebene
3.1 Zu den Begriffen ‚Partizipation’, ‚Jugendliche’ und ‚Kommune’
3.2 Mitbestimmungsrechte - als Legitimationsbasis für Jugendbeteiligung
3.3 Partizipationsformen für Jugendliche auf kommunaler Ebene
3.3.1 Einordnung von Partizipationsformen
3.3.2 Konventionelle versus unkonventionelle Partizipationsformen für Jugendliche
3.3.2.1 Konventionelle Partizipationsformen für Jugendliche
3.3.2.2 Unkonventionelle Partizipationsformen für Jugendliche
3.3.3 Jugendnahe Partizipationsformen - Kriterien und Auswahl
3.4 Positive Einflussgrößen auf das Partizipationsverhalten am Wohnort aus der Sicht Jugendlicher
3.5 Zusammenfassung: Von der Partizipation Jugendlicher zum politischen Interesse
4. Empirische Datenerhebung und –auswertung der Experteninterviews und schriftlichen Befragung Jugendlicher
4.1 Experteninterviews
4.1.1 Konzeption der Interviews
4.1.2 Durchführung der Interviews
4.1.3 Auswertungsverfahren der Interviews: Qualitative Inhaltsanalyse
4.1.4 Ergebnisse der Auswertung der Interviews
4.2 Schriftliche Befragung
4.2.1 Konzeption des Fragebogens
4.2.2 Durchführung: Verteilung und Rücklauf der Fragebögen
4.2.3 Auswahl der Fragebögen
4.2.4 Ergebnisse der Auswertung ausgewählter Fragebögen
4.3 Verknüpfung der Ergebnisse aus Forschungsliteratur und Empirie
5. Fazit und Ausblick: Handlungsempfehlungen für politische Bildner
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem politischen Interesse und der politischen Partizipation Jugendlicher auf kommunaler Ebene, um herauszufinden, wie Beteiligungsangebote gestaltet sein müssen, um Interesse zu fördern und Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.
1.1 Thema, Forschungsstand und Fragestellung
Durch die Bundestagswahl im September 2005 wurden ‚Wahlen ab 16 Jahren’ in der Hauptstadt Berlin zu einem aktuellen Thema. Die Diskussion über das Für und Wider der Kommunalwahlen ab 16 Jahren rief die grundlegende Frage in die kommunale Öffentlichkeit, ob Jugend und Politik miteinander vereinbar sind und ob jungen Menschen eine Mitsprache an Politik zusteht. Die Durchsetzung des Jugendkommunalwahlrechtes zeigt, wie wichtig Jugendpartizipation in der Gegenwart ist und in der Zukunft sein wird. Ich, als angehende Gymnasiallehrerin für das Fach Politik, begreife die Aktualität dieses Themas. Es stellt sich mir allerdings die Frage, ob Jugendliche diese Partizipationsmöglichkeit nutzen wollen. Reicht ihr politisches Interesse aus, um die Wahlkabine zu betreten?
‚Politisches Interesse und politische Partizipation auf kommunaler Ebene’ ist das Thema dieser Arbeit. Der direkte Zusammenhang wird hiermit erstmals in der Forschung bearbeitet. Die Frage nach dem politischen Interesse der Jugend stellt sich bereits in der Schule. Politikunterricht ist theoretisch vermittelte politische Bildung. Als diese stößt meiner Meinung nach der Unterricht bei den Jugendlichen auf Unmut und kann die junge Generation selten für Politik begeistern. „Demokratie [muss] weniger gelehrt als vielmehr gelebt werden.“ ‚Politik leben’ heißt ‚Politik erfahren’. Erfahrungen können durch praktische politische Bildung bzw. Beteiligung gemacht werden.
„Die Vertreter der politischen Bildung sind sich darüber einig, das[!] es nicht ausreichend ist, im Rahmen von meist schulischen Bildungsprozessen den Wert des Engagements rein kognitiv zu vermitteln, sondern es bedarf konkreter Gelegenheiten zum Handeln, um Beteiligung und Engagement zu erwerben.“
1. Einleitung: Hier werden das Thema, der Forschungsstand, die methodische Vorgehensweise und der Aufbau der Arbeit dargelegt.
2. Politisches Interesse Jugendlicher: Dieses Kapitel definiert das politische Interesse, beleuchtet Trends und Einflussfaktoren auf Basis der Shell-Studie und diskutiert das Problem der Politikverdrossenheit.
3. Politische Partizipation Jugendlicher auf kommunaler Ebene: Hier werden zentrale Begriffe definiert, rechtliche Grundlagen beleuchtet und verschiedene Partizipationsformen hinsichtlich ihrer Eignung und Wirkung für Jugendliche kritisch analysiert.
4. Empirische Datenerhebung und –auswertung der Experteninterviews und schriftlichen Befragung Jugendlicher: In diesem Kapitel werden die selbst durchgeführten Experteninterviews und die schriftliche Befragung vorgestellt, ausgewertet und mit der Literatur verknüpft.
5. Fazit und Ausblick: Handlungsempfehlungen für politische Bildner: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse in Thesen zusammen und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte und Akteure der politischen Bildung.
Politisches Interesse, Jugendpartizipation, Kommune, Politikverdrossenheit, politische Bildung, Partizipationsformen, Jugendparlament, Jugendverbände, Experteninterview, schriftliche Befragung, Handlungsfelder, kommunale Politik, Mitbestimmung, Demokratiepädagogik, Engagement.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem politischen Interesse von Jugendlichen und deren tatsächlicher politischer Partizipation auf kommunaler Ebene.
Die zentralen Felder sind die empirische Analyse des politischen Interesses, die Bewertung verschiedener konventioneller und unkonventioneller Partizipationsformen sowie die Rolle der politischen Bildung.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie beeinflussen sich politisches Interesse und politische Partizipation von Jugendlichen auf kommunaler Ebene?“ Ziel ist es, Wege zur Stärkung dieses Engagements aufzuzeigen.
Die Autorin kombiniert eine Literaturanalyse mit einer empirischen Untersuchung, bestehend aus zwei Experteninterviews (qualitativ) und einer schriftlichen Befragung von Jugendlichen (quantitativ/explorativ).
Der Hauptteil gliedert sich in einen Literaturteil, der theoretische Grundlagen und Einflussfaktoren analysiert, sowie einen empirischen Teil, in dem durch eigene Erhebungen die Praxis der Jugendpartizipation kritisch hinterfragt wird.
Wesentliche Begriffe sind politisches Interesse, Partizipation, Jugend, Kommune, Politikverdrossenheit, Partizipationsformen und politische Bildung.
Die Arbeit kritisiert, dass sie häufig bürokratisch sind, von Erwachsenen dominiert werden und oft nur eine Alibi-Funktion erfüllen, ohne Jugendliche wirklich zu erreichen oder deren echtes Mitspracherecht zu stärken.
Das Internet wird als sehr praktikables, jugendnahes und schnelles Medium bewertet, das besonders als Instrument für den Aufbau partizipativer Strukturen und zur Informationsvermittlung Chancen bietet.
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