Bachelorarbeit, 2021
69 Seiten, Note: 1,3
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG
1.3 AUFBAU DER THESIS
2 DEFINITIONEN UND BEGRIFFSABGRENZUNG
2.1 RECHTSEXTREMISMUS
2.1.1 Definition
2.1.2 Gegenwärtiger Stand/Verbreitung in Deutschland
2.2 ERKLÄRUNGSANSÄTZE FÜR RECHTSEXTREME ORIENTIERUNGEN
2.2.1 Psychologische Ansätze
2.2.2 Soziologische Ansätze
2.2.3 Vergleich beider Ansätze
2.3 LEBENSPHASE JUGEND
2.3.1 Definition und Charakterisierung
2.3.2 Abgrenzung der Lebensphase Jugend
2.3.2.1 Pädagogische/ psychologische Perspektive
2.3.2.2 Soziologische Perspektive
3 JUGENDLICHE RECHTSEXTREME IN DEUTSCHLAND
3.1 BEKÄMPFUNG DES RECHTSEXTREMISMUS DURCH DIE SOZIALE ARBEIT
3.1.1 Interkulturelles Lernen und interkulturelle Begegnungen
3.1.2 Politische Bildung
3.1.3 Vermittlung von Moral und Menschenrechte auf pädagogischer Ebene
3.1.4 Historisch- politische Bildung
3.2 FÖRDERPROGRAMME UND FINANZIERUNG
3.2.1 Aussteigerprogramme
3.3 URSACHEN FÜR DIE HINWENDUNG ZUM RECHTSEXTREMISMUS
3.3.1 Perspektivlosigkeiten
3.3.2 Argumente ausländerfeindlicher Haltungen
3.3.3 Gewalt
3.3.4 Sozialisationsinstanz Familie und Gesellschaft
3.3.5 Protestverhalten und Rebellion
3.3.6 Gruppendynamik
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
4.1 LITERATURREVIEW
4.2 METHODISCHES VORGEHEN
4.2.1 Recherche und Auswahl der Quellen
4.2.2 Vorgehensweise bei der Systematisierung
4.3 METHODISCHE LIMITATION
5 AUSWERTUNG UND DARSTELLUNG DER GEWONNENEN ERKENNTNISSE
5.1 HANDLUNGSSTRATEGIEN
5.2 KONZEPTE
5.2.1 Organisatorische Rahmenbedingungen
5.2.2 Rolle der Sozialen Arbeit
5.3 FAKTOREN DER ATTRAKTIVITÄT DES RECHTSEXTREMISMUS GEGENÜBER JUGENDLICHEN IN DEN VERGANGENEN ZWEI DEKADEN
5.3.1 Rechtsextremismus seit dem Jahr 2001
5.3.2 Entwicklungen und Tendenzen
5.3.3 Gegenwärtiger Stand
5.4 FORSCHUNGSSTAND
6 DISKUSSION DER ERGEBNISSE
7 FAZIT
Die Arbeit untersucht die Attraktivität rechtsextremer Ideologien für junge Menschen in Deutschland. Im Zentrum steht die Analyse, welche sozialen, familiären und psychologischen Faktoren in den letzten zwei Jahrzehnten dazu führten, dass sich Jugendliche der rechtsextremen Szene zuwenden und wie die Soziale Arbeit darauf reagieren kann.
3.3.3 Gewalt
Rechte Gewalt war nicht nur nach der Wende in Deutschland ein Thema, sie zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten Jahre der deutschen Geschichte. Zwischen 1990 und 2009 starben in Deutschland 137 Menschen durch rechte Gewalt. Diese erschreckende Zahl belegt, dass rechte Gewalt bis zum äußersten gehen kann. Sie ist aber auch ohne Todesopfer im Alltag präsent. Lehnt ein Teil der Rechtsextremen Gewalt ab, spielt er doch bei den meisten eine große Rolle. War die Gewalt ursprünglich zur Selbstverteidigung notwendig, ist sie für viele ein Mittel zu Selbstbestätigung.
Schaut man sich Werbungen oder Flugblätter verschiedener rechtsextremer Organisationen genauer an, stellt man fest, dass Kraft und Stärke oft im Vordergrund stehen. Ein übertriebenes Männlichkeitsbild, wie auch bei den Nationalsozialisten, wird propagiert. Furchteinflößende Uniformen mit Totenköpfen (wie sie die SS trug), Waffen und Kriegsgeräte vermitteln ein Bild von Macht und Gewalt. Oft sind es gerade junge, vor allem männliche Jugendliche, welche davon magisch angezogen werden und so Sympathien für den Nationalsozialismus entwickeln.
Für viele Rechtsextremisten war Gewalt des Öfteren in ihrer Sozialisation präsent, da sie selbst in einem Milieu aufwuchsen, indem Gewalt an der Tagesordnung stand. Diese Gewalt kann innerfamiliär oder auch an anderen Sozialisationsorten, wie beispielsweise in Freizeiteinrichtungen oder in der Schule erlebt worden sein. Viele Rechtsextreme berichten auch von einem sozialdarwinistischen Weltbild, welchen ihnen vermittelt wurden, wie beispielsweise der Rechtsextreme Lindahl von seinem Vater berichten kann:
„Die Wirklichkeit ist nun mal kein Boxring…Da gibt es keinen Schiedsrichter und kaum Regeln…, sondern da geht es darum zu gewinnen. Und es ist auch kein Schönheitswettbewerb. Also aufs Gesicht und auf die Nase. Das tut verdammt weh. Aber man gewinnt“
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung der Arbeit und definiert die verschiedenen Ebenen (ökonomisch, sozial, polizeilich, pädagogisch), auf denen dem Rechtsextremismus begegnet werden kann.
2. Definitionen und Begriffsabgrenzung: Dieses Kapitel erörtert verschiedene Definitionen von Rechtsextremismus sowie psychologische und soziologische Erklärungsansätze für rechtsextreme Orientierungen und definiert die Lebensphase Jugend.
3. Jugendliche Rechtsextreme in Deutschland: Hier werden präventive Ansätze der Sozialen Arbeit, Förderprogramme sowie Ursachen für die Hinwendung Jugendlicher zum Rechtsextremismus detailliert untersucht.
4. Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen bei der Literaturrecherche und Systematisierung der ausgewählten Studien zur Thematik.
5. Auswertung und Darstellung der gewonnenen Erkenntnisse: Das Kapitel präsentiert Strategien, Konzepte und Faktoren der Attraktivität des Rechtsextremismus für Jugendliche basierend auf der Auswertung der empirischen Daten der letzten zwei Jahrzehnte.
6. Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, insbesondere die Rolle individualisierter Ursachenzuschreibungen im Vergleich zu gesellschaftlichen Diskursen.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung gesellschaftlicher Diskurse und familiärer Tradierungen bei der Entstehung rechtsextremer Einstellungen.
Rechtsextremismus, Jugendliche, Soziale Arbeit, Radikalisierung, Gewalt, Prävention, Desintegration, Sozialisation, Aussteigerprogramme, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Familienverhältnisse, Fremdenfeindlichkeit, Politische Bildung, Identität, Autoritärer Charakter
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Attraktivität rechtsextremer Ideologien für Jugendliche und analysiert die Erkenntnisse aus empirischen Studien der letzten 20 Jahre.
Die zentralen Themen umfassen die Ursachenforschung für Radikalisierung, die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Prävention sowie die Analyse familiärer und gesellschaftlicher Einflussfaktoren auf die rechtsextreme Orientierung.
Das Ziel ist es, in Hinblick auf die Attraktivität des Rechtsextremismus für Jugendliche, Tendenzen und Entwicklungslinien der vergangenen zwei Jahrzehnte zu indizieren und wissenschaftlich aufzuarbeiten.
Die Arbeit basiert auf einem strukturierten Literaturreview nach dem Verfahren von Vom Brocke, bei dem bestehende Studien und Forschungsergebnisse systematisch ausgewertet und synthetisiert wurden.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Rechtsextremismus, die verschiedenen Erklärungsmodelle zur Entstehung rechtsextremer Orientierungen sowie konkrete Handlungsstrategien und Präventionsansätze der Sozialen Arbeit.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rechtsextremismus, Jugend, Desintegration, Soziale Arbeit, Prävention und Gewalt geprägt.
Die Autorin betont, dass familiäre Verhältnisse zwar eine Rolle spielen, aber keinesfalls deterministisch sind. Vielmehr ist die Beziehungsqualität und die politische Gesinnung der Vorfahren, insbesondere der Großeltern, oft prägender als die reine Struktur (z.B. Alleinerziehend).
Die Arbeit weist darauf hin, dass viele rechtsextreme Gewalttäter über einen festen Arbeitsplatz und Schulabschluss verfügen, weshalb die reduktionistische Sichtweise, Rechtsextremismus sei primär ein Problem von Bildungsverlierern, empirisch nicht in Gänze haltbar ist.
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