Diplomarbeit, 2005
120 Seiten, Note: Sehr gut
EINLEITUNG
PROBLEMSTELLUNG UND ABGRENZUNG
ZIEL DER ARBEIT
METHODE DER ARBEIT
AUFBAU DER ARBEIT
1 GRUNDLAGEN DES BETRIEBLICHEN VORSCHLAGSWESENS
1.1 IDEENMANAGEMENT
1.2 DEFINITION DES BETRIEBLICHEN VORSCHLAGSWESENS
1.2.1 Der Verbesserungsvorschlag
1.3 ZIELE DES BETRIEBLICHEN VORSCHLAGSWESENS
1.4 SCHWACHSTELLEN DES BETRIEBLICHEN VORSCHLAGSWESENS
1.4.1 Barrieren und Hemmnisse im Vorschlagswesen
1.5 RAHMENBEDINGUNGEN DES BETRIEBLICHEN VORSCHLAGSWESENS
2 GRUNDLAGEN DER AKZEPTANZ
2.1 DER AKZEPTANZBEGRIFF
2.1.1 Benutzerakzeptanz
2.2 EINSTELLUNG UND VERHALTEN
2.2.1 “TRA – Theory of Reasoned Action”
2.3 AKZEPTANZMODELLE
2.4 DAS „TECHNOLOGY ACCEPTANCE MODEL“
2.4.1 Soziale Prozessvariablen
2.4.2 Kognitiv-instrumentelle Variablen
3 FORSCHUNGSDESIGN DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG
3.1 ZIEL DER UNTERSUCHUNG
3.2 AKZEPTANZINDIKATOREN UND HYPOTHESEN
3.2.1 Kognitivbezogene Faktoren
3.2.2 Affektbezogene Faktoren
3.2.3 Konstrukt Nutzungseinstellung
3.3 ERHEBUNGSTECHNIK
3.4 DAS BETRIEBLICHE VORSCHLAGSWESEN IM UNTERSUCHTEN UNTERNEHMEN
3.4.1 Beschreibung der Personenstichprobe
4 ERGEBNISSE
4.1 VORGEHENSWEISE BEI DER AUSWERTUNG
4.2 ERGEBNISSE
4.2.1 Ergebnisse wahrgenommener Nutzen
4.2.2 Ergebnisse wahrgenommene einfache Bedienbarkeit
4.2.3 Ergebnisse Soziale Faktoren
4.2.4 Ergebnisse Motivationsfaktoren
4.2.5 Ergebnisse Nutzungseinstellung
4.2.6 Ergebnisse tatsächliche Nutzung (Verhalten)
4.3 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE
5 FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch, welche Faktoren die Akzeptanz eines betrieblichen Vorschlagswesens beeinflussen, wobei das „Technology Acceptance Model“ (TAM) als theoretisches Fundament dient, um Einstellungsakzeptanz und tatsächliche Nutzungsraten in einem Produktionsunternehmen zu analysieren.
1.1 Ideenmanagement
Nach Urban (1993) ist der Begriff Ideenmanagement als ein mit den Führungsgrundsätzen übereinstimmendes Instrument der Unternehmensführung zu verstehen. Es soll der Förderung und Nutzung von Erfahrungswerten und Kreativpotenzialen der Mitarbeiter dienen, um Problemlösungen zu optimieren und durch die Nutzung von Ideen Innovationen herbeizuführen. Das Bewusstsein der Notwendigkeit zur Zusammenarbeit soll geweckt und gefördert werden. Das Ideenpotenzial der Mitarbeiter wird aktiviert und gezielt bewegt, um eine selbstverständliche unternehmerische Denkweise zu entwickeln. (zit. aus Thom & Habegger, 2003, S.7)
Der Begriff des Ideenmanagement wird 1975 zum ersten Mal von Spahl definiert. Die Aufgaben des Ideenmanagement - dieser speziellen Organisationseinheit - beschreibt er als eine betriebliche Einrichtung, die sich “der Nutzung aller Ideen- und Kreativitätsmethoden auf breiter Basis verschreibt und alle Aktivitäten, die in einem Näheverhältnis oder in einer Wechselbeziehung zum Vorschlagswesen stehen, mit einschließt“(S. 20).
Ideenmanagement ist ein Begriff aus Personalwesen und Qualitätsmanagement, der oft als Synonym für das betriebliche Vorschlagswesen verwendet wird. Früher steckten die Mitarbeiter ihre Ideen für Prozessverbesserungen und neue Produkte einfach in einen Zettelkasten. Heute wird Ideenmanagement oft softwaregestützt und intranetbasiert durchgeführt. Ideenmanagement ist der Oberbegriff für Optimierungssysteme, die das Ziel haben, das Ideenpotential aller Mitarbeiter (nicht nur das der Manager und Experten) in einer Organisation zu nutzen.
EINLEITUNG: Beschreibung der Problemstellung, Zielsetzung sowie der verwendeten wissenschaftlichen Methode und des Aufbaus der Arbeit.
1 GRUNDLAGEN DES BETRIEBLICHEN VORSCHLAGSWESENS: Definition und Erläuterung der Konzepte Ideenmanagement, Vorschlagswesen, Ziele und der zentralen Barrieren.
2 GRUNDLAGEN DER AKZEPTANZ: Theoretische Auseinandersetzung mit Akzeptanzbegriffen, Einstellungs- und Verhaltenstheorien sowie eine detaillierte Einführung in das Technology Acceptance Model.
3 FORSCHUNGSDESIGN DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG: Vorstellung der Forschungsziele, Hypothesenbildung, Erhebungsmethodik mittels Fragebogen sowie Beschreibung der Unternehmensstichprobe.
4 ERGEBNISSE: Statistische Analyse und Interpretation der Daten bezüglich Nutzenwahrnehmung, Bedienbarkeit, sozialer Faktoren und tatsächlicher Nutzung.
5 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse im Hinblick auf die Ausgangshypothesen sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Betriebliches Vorschlagswesen, Ideenmanagement, Technology Acceptance Model, Einstellungsakzeptanz, Verhaltensakzeptanz, wahrgenommener Nutzen, Bedienbarkeit, Soziale Faktoren, Motivationsfaktoren, Mitarbeiterbeteiligung, Unternehmensführung, Arbeitspsychologie, Partizipation, Prozessoptimierung, Innovationsmanagement
Die Arbeit analysiert die Akzeptanz des betrieblichen Vorschlagswesens (BVW) in einem österreichischen Produktionsunternehmen und prüft, ob Faktoren aus technologischen Akzeptanzmodellen auf dieses Führungsinstrument übertragbar sind.
Es werden Konzepte des Ideenmanagements, theoretische Grundlagen der Akzeptanzforschung (insbesondere das TAM und die Theorie des geplanten Verhaltens) sowie psychologische Aspekte der Einstellungs- und Verhaltensänderung bei Mitarbeitern beleuchtet.
Ziel ist es zu untersuchen, welche Faktoren die Einstellungsakzeptanz beeinflussen und ob diese Einstellung eine Vorhersage über die tatsächliche Nutzung (Einreichung von Ideen) durch die Mitarbeiter zulässt.
Die Autorin verwendet eine quantitative empirische Untersuchung mittels einer schriftlichen Fragebogenerhebung (N=407) in einem Großunternehmen, kombiniert mit statistischen Analyseverfahren wie Reliabilitätsanalyse und schrittweiser Regressionsanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Entwicklung eines spezifischen Akzeptanzmodells für das Vorschlagswesen und eine detaillierte Auswertung der empirischen Daten.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Einstellungsakzeptanz, wahrgenommener Nutzen, Motivationsfaktoren, Soziale Einflussfaktoren und die Validierung des Technology Acceptance Models in einem nicht-technischen Kontext.
Die Arbeit differenziert zwischen einer kognitiv geleiteten (verstandesmäßigen) und einer affektiv (gefühlsmäßig) geleiteten Nutzungseinstellung, um deren jeweilige Auswirkungen auf die tatsächliche Teilnahme am Vorschlagswesen zu vergleichen.
Barrieren werden u.a. als Informationsbarrieren, Fähigkeitsbarrieren (Nicht-Können), Willensbarrieren (Nicht-Wollen) sowie Risikobarrieren (Angst vor Nachteilen) identifiziert.
Es konnte nur ein tendenzieller, kein stark signifikanter Zusammenhang zwischen der Einstellung der Mitarbeiter und der tatsächlichen Häufigkeit der Einreichung von Verbesserungsvorschlägen nachgewiesen werden.
Die Arbeit unterstreicht, dass die Unterstützung durch Führungskräfte, eine transparente Kommunikation und eine als gerecht empfundene Organisation wesentlich für die Akzeptanz des Systems sind.
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