Bachelorarbeit, 2017
48 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Organisation der Frühförderung
2.1 Bereiche und Zielgruppe der Frühförderung
2.2 Formen der praktischen Umsetzung der Frühförderung
2.3 Aufgaben und Ziele der Frühförderung
2.4 Rechtliche Grundlagen der Frühförderung
3 Die Entwicklung des Kindes
3.1 Verlauf der Entwicklung
3.1.1 Entwicklung der Wahrnehmung
3.1.2 Entwicklung der Motorik
3.1.3 Entwicklung der Kognition
3.1.4 Entwicklung der Persönlichkeit
3.1.5 Entwicklung der Autonomie und Selbständigkeit
3.2 Die Wichtigkeit des Spiels
4 Die Lebenswelt des Kindes
4.1 Definition Lebenswelt
4.2 Die Bedeutung der sicheren Bindung
4.3 Die Eltern-Kind-Beziehung
5 Die Bedeutsamkeit der Umweltfaktoren
5.1 Erläuterung des Begriffes Umwelt
5.2 Wichtige Bezugspersonen
5.2.1 Die Eltern
5.2.2 Geschwister des behinderten Kindes
5.2.3 Pädagogische Fachkräfte
5.3 Die Wirkung von Kindertageseinrichtungen
5.4 Der Einfluss von Umweltfaktoren auf die kindliche Entwicklung
6 Elternarbeit in der Frühförderung
6.1 Formen der Elternarbeit
6.2 Die besondere Situation der Eltern
6.3 Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Frühförderung
7 Die Praktische Umsetzung der Frühförderung
8 Anforderungen an den Frühförderer
9 Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Grenzen der Frühförderung im Kontext der kindlichen Lebenswelt. Dabei wird analysiert, wie Frühförderangebote die kindliche Entwicklung unterstützen können, welche Rolle das familiäre Umfeld spielt und wo die Grenzen dieser pädagogischen Hilfsangebote liegen.
Die Wichtigkeit des Spiels
Das Spiel ist ein angeborenes Verhalten. Die Verhinderung dessen kann schwere Entwicklungsstörungen verursachen. Das Spielverhalten eines Kindes ist als Äußerung der kognitiven und sozialen Entwicklung zu sehen. Im 1. Lebensjahr des Kindes dient das sensomotorische Spiel vor allem der Erkundung der Umwelt. Mit 1 ½ Jahren zeigt das Kind durch das Als-ob-Spiel Wissen über unterschiedliche Eigenschaften und auch ein Bewusstsein über Ursache-Wirkungs-Beziehungen. Dabei wird den Objekten eine andere Funktion gegeben, als ihrer herkömmlichen. Das Funktionsspiel nimmt in der Frühförderung einen breiten Raum ein, da dies die Grundlage für alle weiteren Entwicklungsstufen ist. Das Kind soll durch das Funktionsspiel spielend zu den Objekten seiner Umwelt in Beziehung treten.
Es soll sich aus seiner Passivität und Ich-Verhaftung lösen, denn behinderte Kinder sind eher passiv behaftet. Auch das Vorstellungsvermögen ist eine wichtige Fähigkeit der kognitiven Entwicklung des Kindes. Zudem erfordert es kognitive und soziale Fähigkeiten sich in eine andere Person oder auch in eine Situation hineinzuversetzen, die für das Rollenspiel Voraussetzung ist. Dies entwickelt sich vermehrt im 3. Lebensjahr des Kindes. Das Regelspiel ist auch von großer Bedeutung, da dies die Voraussetzung für die Schule bildet. Das Kind braucht Disziplin und ein Regelbewusstsein um am Schulgeschehen teilzunehmen. Im Regelspiel ist das Verlieren ein wichtiger Punkt. Verlieren heißt, emotional aushalten. Dies können Kinder meist erst ab dem 6. Lebensjahr (vgl. Elsner/Pauen in Schneider/Lindenberger 2012, S. 179).
Das gemeinsame Spielen ist von besonderer Bedeutung für die Entwicklung des Kindes. Dabei sind hohe Anforderungen an die Kinder gestellt. Kinder brauchen für die Spielentwicklung genügend Raum bzw. eine freie Spielsituation und dazu entsprechendes Spielmaterial (vgl. Schneider/Hasselhorn in Schneider/Lindenberger 2012, S. 207). Durch das Spiel entwickelt das Kind sein Verhältnis zur Umwelt und soll dem Kind die Möglichkeit geben, seine Umwelt zu begreifen, Kontakte zu knüpfen und eigene Probleme zu verarbeiten. Die Spielentwicklung ist wichtig, denn wenn sie gut verläuft, hat das Kind ein gutes Gerüst für die Zukunft.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Frühförderung ein und definiert die zentrale Fragestellung nach den Chancen und Grenzen dieser Förderung im Kontext der kindlichen Lebenswelt.
2 Organisation der Frühförderung: Dieses Kapitel erläutert die institutionellen Rahmenbedingungen, Zielgruppen, Ziele sowie die rechtlichen Grundlagen der Frühförderung.
3 Die Entwicklung des Kindes: Hier werden die verschiedenen Dimensionen der kindlichen Entwicklung, von der Wahrnehmung bis zur Autonomie, detailliert beschrieben und die Bedeutung des Spiels hervorgehoben.
4 Die Lebenswelt des Kindes: Das Kapitel beleuchtet die Definition der Lebenswelt und betont die zentrale Rolle der sicheren Bindung und der Eltern-Kind-Beziehung.
5 Die Bedeutsamkeit der Umweltfaktoren: Es wird untersucht, welchen Einfluss das soziale Umfeld, die Eltern, Geschwister und Kindertageseinrichtungen auf die kindliche Entwicklung haben.
6 Elternarbeit in der Frühförderung: Dieses Kapitel beschreibt verschiedene Formen der Elternarbeit und analysiert die besondere Situation der Eltern behinderter Kinder sowie die Zusammenarbeit mit den Fachkräften.
7 Die Praktische Umsetzung der Frühförderung: Hier werden die Umsetzungskonzepte in der Praxis sowie die Herausforderungen einer interdisziplinären Zusammenarbeit thematisiert.
8 Anforderungen an den Frühförderer: Es werden die persönlichen und professionellen Kompetenzen sowie die Reflexionsfähigkeit identifiziert, die für die Arbeit als Frühförderer notwendig sind.
9 Resümee und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die zukünftigen Anforderungen an die Frühförderung.
Frühförderung, kindliche Entwicklung, Lebenswelt, Elternarbeit, Behindertenpädagogik, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Bindungstheorie, soziale Teilhabe, Entwicklungsdiagnostik, Frühtherapie, Förderplanung, Inklusion, Spielpädagogik, Familienorientierung, Umweltfaktoren.
Die Arbeit analysiert die Chancen und Grenzen der Frühförderung mit einem besonderen Fokus auf die kindliche Lebenswelt und die Bedeutung familiärer Ressourcen.
Die Arbeit behandelt die Organisation der Frühförderung, die frühkindlichen Entwicklungsschritte, die Bedeutung von Bindung und Lebenswelt sowie die essenzielle Rolle der Elternarbeit.
Das Ziel ist es zu beantworten, welche Chancen die Frühförderung für die Lebenswelt des Kindes bietet und wo ihre methodischen oder strukturellen Grenzen liegen.
Es handelt sich um eine theoretische Bachelorarbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung einschlägiger pädagogischer sowie entwicklungspsychologischer Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Organisation, kindliche Entwicklung, Lebenswelt, Umweltfaktoren, Elternarbeit, praktische Umsetzung und die Anforderungen an pädagogische Fachkräfte.
Kernbegriffe sind Frühförderung, kindliche Lebenswelt, Elternarbeit, interdisziplinäre Kooperation und Ganzheitlichkeit.
Eltern haben den größten Einfluss auf das Kind; ihre Stärkung und ihre aktive Mitarbeit sind Voraussetzung dafür, dass die Frühförderung im Alltag nachhaltig wirksam werden kann.
Die Autorin betont, dass Väter ebenso wie Mütter von der Situation betroffen sind und stärker in den Prozess der Behandlungs- und Förderplanung einbezogen werden müssen.
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