Diplomarbeit, 2007
160 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung und Überblick
2. Eignungsdiagnostische Verfahren in der Personalauswahl
2.1. Bedeutung eignungsdiagnostischer Verfahren
2.2. Verschiedene Arten von eignungsdiagnostischen Verfahren
2.3. Grundlagen zur Evaluation von eignungsdiagnostischen Verfahren
2.4. Zusammenfassung
3. Eignungsauswahlverfahren an der Thüringer VFHS
3.1. Bedeutung
3.2. Ausleseprozess
3.2.1. Allgemeine Einstellungs- und Bewerbungsvoraussetzungen
3.2.2. Testabschnitt 1 des Eignungsauswahlverfahrens
3.2.3. Testabschnitt 2 des Eignungsauswahlverfahrens
3.2.4. Testabschnitt 3 des Eignungsauswahlverfahrens
3.3. Entwicklung des Verfahrens
3.4. Beschreibung der evaluierten Testverfahren
3.4.1. EAV1 des 16. Studienjahrgangs
3.4.2. EAV1 des 18. Studienjahrgangs
3.4.3. Assessment-Center
3.5. Zusammenfassung
4. Hintergründe und Rahmenbedingungen der vorliegenden Evaluation
4.1. Zentrale Fragestellungen der Untersuchung
4.2. Beschreibung der Stichproben
4.2.1. Der 16. Studienjahrgang
4.2.2. Der 18. Studienjahrgang
4.3. Prädiktoren der Untersuchung
4.4. Kriterien der Untersuchung
4.5. Zusammenfassung
5. Ergebnisse der Untersuchungen am 16. Studienjahrgang
5.1. Univariate Ergebnisse
5.1.1. Deskriptive Statistiken der erreichten Werte
5.1.2. Geschlechtsspezifische Unterschiede
5.1.3. Unterschiede hinsichtlich der Bewerbungsform
5.2. Bivariate Zusammenhänge
5.2.1. Zusammenhänge zwischen den Prädiktoren
5.2.2. Zusammenhänge zwischen den Kriterien
5.2.3. Validierung der Prädiktoren
5.3. Zusammenfassung
6. Ergebnisse der Untersuchungen am 18. Studienjahrgang
6.1. Univariate Ergebnisse
6.1.1. Deskriptive Statistiken der erreichten Werte
6.1.2. Geschlechtsspezifische Unterschiede
6.1.3. Unterschiede hinsichtlich der Bewerbungsform
6.2. Bivariate Zusammenhänge
6.2.1. Zusammenhänge zwischen den Prädiktoren
6.2.2. Zusammenhänge zwischen den Kriterien
6.2.3. Validierung der Prädiktoren
6.3. Zusammenfassung
7. Zusammenfassende Diskussion
Ziel der Arbeit ist die Evaluation der Eignungsauswahlverfahren für den gehobenen Polizeivollzugsdienst der Thüringer Polizei. Dabei soll untersucht werden, inwiefern die eingesetzten Verfahren ökonomisch sind und eine prognostische Validität hinsichtlich des Studienerfolgs im Staatsexamen aufweisen.
2.1. Bedeutung eignungsdiagnostischer Verfahren
Seit dem Ersten Weltkrieg kam in Deutschland ein gestiegenes Bedürfnis nach Testverfahren auf, welche die Eignung von Arbeitskräften für bestimmte Berufe vor ihrer Eingliederung in den Produktionsprozess feststellen sollten. Das Entscheidende während und nach der Kriegszeit war, dass nicht nur jede Arbeitskraft, die verfügbar war, eingestellt werden musste, sondern dass sie aufgrund der engen Beschränkung der Zahl an verfügbaren Arbeitskräften vor allem am richtigen Platz eingesetzt wurde, der ihrer Qualifikationsstruktur am besten entsprach. Somit wurden Fragen der Diagnose von Berufseignungen für die Psychologie zu einem wichtigen Tätigkeitsfeld.
Besonders seit der einsetzenden Bildungsreform in den 80er Jahren, wobei das staatliche Bildungswesen den Auftrag erhielt, jeden Schüler und Studenten optimal und nach seinen Begabungen zu bilden, versuchten auch Unternehmen zunehmend, sich ein genaues Bild von den Fähigkeiten ihrer zukünftigen Mitarbeiter zu machen (vgl. Hossiep 1995, S. 25).
Obwohl sich seit dieser Zeit viele Veränderungen und Weiterentwicklungen in der beruflichen Eignungsdiagnostik vollzogen haben, weisen die Autoren Althoff & Thielepape (2000) darauf hin, dass in Verwaltung und Wirtschaft auch heute noch Personal- und Auswahlentscheidungen auf der Basis unzureichender Kriterien getroffen werden. Eignungsurteile werden nicht selten mit vorwissenschaftlichen Methoden von zweifelhaftem oder geringem Wert gefällt und man kann davon ausgehen, dass das intuitive Urteil des Betriebspraktikers bis heute die häufigste Grundlage von Ausleseentscheidungen ist.
1. Einleitung und Überblick: Einführung in die Relevanz der Personalauswahl und Vorstellung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Diplomarbeit.
2. Eignungsdiagnostische Verfahren in der Personalauswahl: Theoretische Grundlagen zu diagnostischen Verfahren, Evaluation und der klassischen Testtheorie.
3. Eignungsauswahlverfahren an der Thüringer VFHS: Detaillierte Beschreibung des Auswahlprozesses, der Voraussetzungen und der verwendeten Testinstrumente.
4. Hintergründe und Rahmenbedingungen der vorliegenden Evaluation: Darstellung der Forschungsfragen, der Stichproben und der verwendeten Prädiktoren sowie Kriterien.
5. Ergebnisse der Untersuchungen am 16. Studienjahrgang: Empirische Analyse der univariaten und bivariaten Daten sowie Validierung der Prädiktoren für diesen Jahrgang.
6. Ergebnisse der Untersuchungen am 18. Studienjahrgang: Entsprechende empirische Analyse und Validierung für den zweiten betrachteten Jahrgang.
7. Zusammenfassende Diskussion: Beantwortung der Forschungsfragen und Reflexion der Ergebnisse vor dem theoretischen Hintergrund.
Eignungsdiagnostik, Personalauswahl, Polizeivollzugsdienst, Validität, Evaluation, Assessment-Center, Intelligenztest, prädiktive Validität, Eignungsauswahlverfahren, Staatsexamen, Berufseignung, Personalforschung, Leistungsgesellschaft, Testtheorie, Auswahlentscheidung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Evaluation der Eignungsauswahlverfahren, die für die Auswahl von Studienbewerbern für den gehobenen Polizeivollzugsdienst in Thüringen an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung eingesetzt werden.
Die Schwerpunkte liegen auf eignungsdiagnostischen Verfahren (Leistungstests und Assessment-Center), den theoretischen Grundlagen der Testvalidierung sowie der empirischen Untersuchung dieser Verfahren anhand realer Daten.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob die eingesetzten Testverfahren eine prognostische Validität hinsichtlich des Studienerfolgs im Staatsexamen besitzen und wie es um deren Ökonomie bestellt ist.
Die Arbeit nutzt statistische Methoden der Psychodiagnostik, insbesondere Korrelationsanalysen und Reliabilitätsprüfungen, um die prädiktive Validität der Auswahlverfahren zu evaluieren.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung, die detaillierte Beschreibung des Auswahlprozesses an der VFHS sowie die umfangreiche empirische Auswertung zweier spezifischer Studienjahrgänge.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Eignungsdiagnostik, Personalauswahl, Validität, Assessment-Center, Intelligenztest und Polizeivollzugsdienst.
Es handelte sich um die erste systematische Evaluation der eingesetzten Auswahlverfahren, da zuvor ein Mangel an wissenschaftlich fundierter Überprüfung der Personalauswahlpraxis bestand.
Nein, die Untersuchungen zeigten für den 16. Studienjahrgang keine signifikanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen.
Die prädiktive Validität der Verfahren war insgesamt nicht besonders herausragend; die Zusammenhänge zwischen den Prädiktoren aus den EAV-Teilen und den Kriterien im Staatsexamen erwiesen sich meist als eher geringfügig.
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