Bachelorarbeit, 2008
74 Seiten, Note: 1,3
1 Relevanz der Thematik
1.1 Problemhintergrund
1.1.1 Demographische Entwicklung
1.1.2 Familiäre Veränderungen und der medizinische Fortschritt
1.2 Methodik
1.2.1 Zentrale Fragestellung
1.2.2 Forschungsfragen
1.2.3 Zielsetzung und Literaturrecherche
2 Palliative Care in Theorie und Praxis
2.1 Das Konzept
2.1.1 Entwicklungskontext
2.1.2 Definitionen
2.1.2.1 Die WHO Definition von Palliative Care
2.1.2.2 Laut European Association of Palliative Care
2.1.2.3 Palliative Care vs. End-of-Life-Care
2.2 Welche Anforderungen stellt die palliative Versorgung?
2.2.1 Anforderungen an die Pflegenden
2.2.2 Anforderungen an die medizinisch-pflegerische Versorgung dementiell veränderter Menschen
2.2.3 Wünsche und Bedürfnisse der Hochbetagten
2.2.4 Exkurs: Schmerzerfassung bei kognitiv eingeschränkten Menschen
2.3 Palliative Care als Teil einer gesellschaftlichen Sterbekultur
2.4 Wie könnte Palliative Care in die stationäre Altenhilfe implementiert werden?
2.4.1 Strukturelle Veränderungen
2.4.2 Schwerpunkte in der Pflege und Begleitung Sterbender
2.4.3 Gesellschaftspolitische Voraussetzungen
2.4.4 Vorgehensweise
3 Diskussion
4 Zusammenfassung
5 Fazit
Ziel der Bachelor-Arbeit ist es, zu untersuchen, ob die Implementierung von Palliative Care in die stationäre Altenhilfe zu einer nachhaltigen Verbesserung der Sterbesituation von hochbetagten Heimbewohnern beitragen kann, unter Berücksichtigung von Ressourcenknappheit und strukturellen Herausforderungen.
2.4.2 Schwerpunkte in der Pflege und Begleitung Sterbender
Um eine höchstmögliche Lebensqualität im Sterben zu erreichen, ist die unbedingte Orientierung an den individuellen Wünschen der Hochbetagten von entscheidender Bedeutung. Zu den besonders häufig benannten gehörten die Schmerzfreiheit, nicht zur Last fallen zu wollen und dass es schnell geht, um nicht lange leiden zu müssen (vgl. Heimerl et al. 2000, S.50; vgl. Pleschberger 2004, S.45). Nicht auf alle dieser Wünsche kann eingegangen werden, wenn sich die Pflege an den ethischen Grundsätzen der Gesellschaft orientiert, in der z.B. Aktive Sterbehilfe abgelehnt wird. Umso wichtiger ist die Ausrichtung aller medizinisch-pflegerischer Aktivitäten auf eine bestmögliche Symptomkontrolle, mit dem Ziel der Erreichung einer höchstmöglichen Lebensqualität. Besondere Schwerpunkte ließen sich aus der Arbeitshilfe für Pflegende in stationären Senioreneinrichtungen zur Sterbebegleitung in Pflegeheimen herausarbeiten:
I. Die Hilfestellung soll der Situation des Sterbenden individuell angepasst werden (vgl. Bayerische Stiftung Hospiz 2003, S.6).
II. Es ist auf die Wahrung der Intimsphäre zu achten. Der Sterbende soll möglichst allein im Zimmer gepflegt, eine Verlegung aber möglichst vermieden werden (ebd. S.6).
III. Es ist außerdem auf Schmerzen zu achten; Schmerzäußerungen sind jederzeit ernst zu nehmen. Pflegende sollen die Medikation/ Bedarfsmedikation mit dem betreuenden Arzt absprechen und eine möglichst schmerzfreie Lagerung ermöglichen (ebd. S.7). Es sollten standardisierte Verfahren zur Schmerzerfassung in die tägliche Arbeit integriert werden, um eine möglichst objektive Einschätzung gegenüber dem Arzt abgeben zu können. Sind die Hochbetagten kognitiv eingeschränkt oder in ihrem Sterben schon sehr fortgeschritten, empfiehlt sich dringend die Anwendung des oben dargestellten ECPA zur Erfassung von Schmerzzuständen.
IV. Weiterhin wird die Körperpflege mit beruhigenden Ölen empfohlen (vgl. Bayerische Stiftung Hospiz 2003, S.7). Bemühungen zur Biographiearbeit im Vorfeld und eine enge Zusammenarbeit mit den Angehörigen ermöglichen die Auswahl eines Duftes, den der Betroffenen mag.
1 Relevanz der Thematik: Einführung in die demographischen und strukturellen Veränderungen in Pflegeheimen, die eine neue Herangehensweise an Sterbebegleitung notwendig machen.
2 Palliative Care in Theorie und Praxis: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Konzept Palliative Care, Abgrenzung zum End-of-Life-Care sowie Analyse spezifischer Anforderungen und Implementierungsmöglichkeiten.
3 Diskussion: Kritische Reflexion der Einsatzmöglichkeiten von Palliative Care in der Altenpflege unter Berücksichtigung von Ressourcenknappheit und ethischen Aspekten.
4 Zusammenfassung: Rückblick auf die Forschungsfrage und die zentralen Erkenntnisse der Arbeit.
5 Fazit: Abschließende Bewertung der Machbarkeit und Notwendigkeit palliativer Strukturen in der stationären Altenhilfe.
Palliative Care, stationäre Altenhilfe, Sterbebegleitung, Sterbekultur, Hochbetagte, Demenz, Schmerzmanagement, Lebensqualität, Multiprofessionelles Team, Pflegemanagement, Symptomkontrolle, Pflegestatistik, Sterbephase, Angehörigenarbeit, Pflegeethik.
Die Bachelor-Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen, das Konzept Palliative Care in die stationäre Altenhilfe zu implementieren, um die Sterbesituation von hochbetagten Heimbewohnern zu verbessern.
Im Zentrum stehen die demographische Entwicklung in Pflegeeinrichtungen, die Bedürfnisse sterbender Senioren, das Palliative-Care-Konzept sowie strukturelle und organisatorische Voraussetzungen für dessen Anwendung.
Die Arbeit fragt, ob die Einführung palliativer Versorgungsstrukturen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität und Sterbesituation von hochbetagten Heimbewohnern führen kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und kritischen Analyse bestehender Konzepte, Studien und rechtlicher Rahmenbedingungen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Theorie von Palliative Care, den besonderen Anforderungen bei dementiell veränderten Menschen, Wünschen der Hochbetagten und der Frage, wie palliative Konzepte praktisch in den Heimalltag integriert werden können.
Palliative Care, Sterbebegleitung, Altenpflege, Hochbetagte, Lebensqualität, Demenz, Schmerzmanagement und Sterbekultur.
Da viele Bewohner ihre Schmerzen nicht mehr verbal äußern können, ist eine strukturierte Fremdbeurteilung mittels Instrumenten wie der ECPA-Skala essentiell für eine bedarfsgerechte palliative Versorgung.
Während End-of-Life-Care sich rein auf die terminale Sterbephase konzentriert, ermöglicht Palliative Care eine ganzheitliche Betreuung ab der Diagnose einer lebensbedrohlichen oder unheilbaren fortschreitenden Erkrankung.
Angehörige werden als wichtige Ressource betrachtet; ihre Integration in den Pflegeprozess entlastet die Sterbenden und trägt maßgeblich zur Trauerbewältigung bei.
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