Diplomarbeit, 2001
43 Seiten, Note: 1,75
1. Problemstellung und Gang der Untersuchung
2. Begriffliche Abgrenzungen
3. E-Procurement als aktuelles Element von Verwaltungsreform
4. Public Electronic Procurement – Eine Bestandsaufnahme
4.1. Beispiel und Vorreiter USA
4.2. Aktueller Stand der Beschaffung in Deutschland
4.3. Projekte zu E-Procurement
4.3.1. Öffentlicher Eink@uf Online im Bundesbeschaffungsamt
4.3.2. Projekte der Bundesländer
4.3.3. Aktuelle Implementierungen in kommunalen Bereichen
4.3.4. Vorläufiges Fazit
4.4. Empirische Studien zur Anwendung von Public Electronic Procurement
4.4.1. Studie 1: Public Electronic Procurement (PEP) – Empirische Ergebnisse zum Beschaffungswesen der öffentlichen Hand im Internet (Universität Witten-Herdecke)
4.4.2. Studie 2: Internettechnologien in der Beschaffung der öffentlichen Hand (KPMG Consulting)
4.4.3. Vorläufiges Fazit
5. Aktuelle Problemfelder
5.1. Rechtliche Rahmenbedingungen
5.1.1. EU-Richtlinien zur öffentlichen Beschaffung
5.1.2. Regelungsbedarf auf nationaler Ebene
5.2. Digitale Signatur – technisch, rechtliche Schwierigkeiten
5.3. Digitale Spaltung
5.4. Standardisierungsproblem
5.5. Ergänzende Hemmnisse
6. Perspektiven und Potentiale von Public Electronic Procurement
6.1. Zur Notwendigkeit von Public Electronic Procurement
6.2. Strategieentwicklung von E-Procurement im öffentlichen Bereich
7. Zusammenfassende Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht die Rolle von E-Procurement als integralen Bestandteil einer modernen E-Government-Strategie in Deutschland, um durch den Einsatz digitaler Technologien in der öffentlichen Beschaffung die Verwaltung effizienter und kostengünstiger zu gestalten.
4.1. Beispiel und Vorreiter USA
Die USA nehmen im internationalen Vergleich ihrer E-Government-Strategie momentan den dritten Platz ein. Die Behörden der USA lösten ähnliche Probleme, wie sie der deutschen Verwaltung bei ihrer Umsetzung ihrer E-Procurement-Lösung noch bevorstehen. Allerdings zeichnen sich ihre Anwendungen heute durch stärkere Führungsstärke und administrative Einigkeit, deutlichere Ergebnisorientierung und konkretere Zuständigkeiten aus. Ein E-Procurement-System im gesamten öffentlichen Bereich der USA gilt als viel versprechende Möglichkeit den gesamten Beschaffungsvorgang zusammenzufassen und simultan hierzu eine bessere Transparenz, Kostenreduktion und Beschleunigung in den öffentlichen Verwaltungen zu erzielen.
Um einen Überblick zu momentanen Situation zu schaffen, folgen Anwendungsaktivitäten aus allen Bereichen der öffentlich Hand der USA. Aktuelle Beispiele für bereits bestehende E-Procurement-Systeme sind:
Auf nationaler Ebene: Der Federal Supply Services (FSS) in Kooperation mit der General Service Administration (GSA) die alle nationalen Verwaltungsbereiche auf Basis von elektronischer Beschaffung auf einer Internetplattform versorgt. So kann die Beschaffung von Büromaterial, Services, Technik bis hin zu Büroflächen über ein durch Passwort gesichertes Login abgewickelt werden. Im Jahr 2000 verzeichnete die GSA einen Gesamtumsatz von 10.3 Mrd. US$, davon etwa 15% mit der Smartcard (Anmerkung: Smartcard – Eine Weiterentwicklung der Purchasing Card der öffentlichen Beschaffung mit digitalem Zertifikat des Nutzers).
1. Problemstellung und Gang der Untersuchung: Einleitung in das Thema der digitalen Verwaltung und Zielsetzung der Arbeit, den Einsatz von E-Procurement im Kontext von E-Government zu analysieren.
2. Begriffliche Abgrenzungen: Definition und Einordnung der zentralen Begriffe E-Government und E-Procurement in das System der digitalen Verwaltung.
3. E-Procurement als aktuelles Element von Verwaltungsreform: Untersuchung der Modernisierungsbemühungen und des Potenzials von E-Procurement zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung in deutschen Ämtern.
4. Public Electronic Procurement – Eine Bestandsaufnahme: Detaillierte Bestandsaufnahme von Projekten in den USA und Deutschland sowie Auswertung zweier empirischer Studien zur aktuellen Nutzung.
5. Aktuelle Problemfelder: Analyse der Hürden, wie rechtliche Rahmenbedingungen, digitale Signatur, digitale Spaltung, Standardisierung und Investitionskosten.
6. Perspektiven und Potentiale von Public Electronic Procurement: Darlegung der Notwendigkeit und Entwicklung einer stufenweisen Strategie zur Implementierung von E-Procurement.
7. Zusammenfassende Schlussbetrachtung: Resümee der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung und notwendige Weiterentwicklung von E-Procurement in der öffentlichen Hand.
E-Procurement, Public Electronic Procurement, E-Government, Verwaltungsmodernisierung, elektronische Vergabe, öffentliche Beschaffung, Prozesskosten, digitale Signatur, Standardisierung, Public Private Partnerships, Internetplattform, Verwaltung, Effizienz, IT-Technologien, Strategieentwicklung
Die Arbeit analysiert E-Procurement als ein zentrales Element einer E-Government-Strategie zur Modernisierung des öffentlichen Beschaffungswesens in Deutschland.
Die Schwerpunkte liegen auf der Bestandsaufnahme aktueller E-Procurement-Projekte, der Analyse empirischer Daten zur Nutzung in Behörden sowie der Identifikation von Problemfeldern und Lösungsstrategien.
Das Ziel ist es, den Mehrwert der elektronischen Beschaffung für die öffentliche Verwaltung aufzuzeigen und einen strategischen Leitfaden für deren Implementierung bereitzustellen.
Es wurde eine Literatur- und Projektanalyse durchgeführt, die durch die Auswertung existierender empirischer Studien (Witten-Herdecke und KPMG) ergänzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Praxis, die Untersuchung spezifischer rechtlicher und technischer Problemfelder sowie die Erarbeitung eines fünfstufigen Projektmodells für die Einführung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie E-Procurement, Verwaltungsmodernisierung, Public Private Partnerships und elektronische Vergabe definiert.
Die USA nehmen bei der Implementierung von E-Procurement eine Vorreiterrolle ein und verfügen bereits über erprobte, skalierbare Systeme, die als Vergleichsbasis für deutsche Projekte dienen.
Die Analyse zeigt, dass insbesondere bei den C-Artikeln das größte Potenzial für Prozesskosteneinsparungen durch Automatisierung liegt, weshalb sie für den stufenweisen Einstieg in E-Procurement besonders geeignet sind.
Ohne eine Einigung auf gemeinsame Standards oder zumindest interoperable Lösungen können unterschiedliche E-Procurement-Systeme nicht effizient miteinander vernetzt werden, was den Gesamtnutzen für den Verwaltungsapparat mindert.
Es besteht die Sorge einer Monopolisierung durch große Anbieter wie SAP, welche zwar standardisierte Lösungen bieten, aber innovative Ansätze kleinerer Marktakteure behindern könnten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

