Examensarbeit, 2008
167 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Verbundsysteme von Schule und Leistungssport
2.1 Kooperationsmodelle von Schule und Sport
2.1.1 Sportinternate
2.1.2 Sportbetonte Schulen
2.1.3 Partnerschulen des Leistungssports
2.1.4 Sportgymnasien
2.2 Sportschulmodelle in der ehemaligen DDR
2.2.1 Die Kinder- und Jugendsportschule (KJS)
2.2.2 Zur Vergleichbarkeit von KJS mit ihren Nachfolgern
3. Konzipierung der Studie
3.1 Methodische Vorgehensweise
3.1.1 Qualitative Forschung
3.1.2 Auswahl der Einrichtungen
3.1.3 Auswahl der Interviewpartner
3.1.4 Interview
3.1.4.1 Formen des Interviews
3.1.4.2 Durchführung des Interviews
3.1.5 Leitfaden
3.1.6 Transkription
3.1.7 Auswertungsverfahren
3.2 Vorstellung der besuchten Einrichtungen
3.2.1 Sportbetonte Schule 1
3.2.2 Sportbetonte Schule 2
3.2.3 Fußballinternat
3.2.4 Sportgymnasium
4. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
4.1 Der Zugang zum Leistungssport
4.1.1 Forschungsstand und eigene Vermutungen
4.1.2 Zugang zum Sport
4.1.3 Der Weg zum Internat
4.1.4 Die Rolle der Eltern
4.1.5 Ergebnisse
4.2 Wahrnehmung der Mehrfachbelastung von Schule und Sport und des damit zusammenhängenden Lebensstils
4.2.1 Forschungsstand und eigene Vermutungen
4.2.2 Der Tagesablauf
4.2.3 Selbsteinschätzung schulischer Leistungen
4.2.4 Freizeit
4.2.5 Ergebnisse
4.3 Wahrnehmung der Unterstützung von Seiten der Schulen
4.3.1 Forschungsstand und eigene Vermutungen
4.3.2 Zufriedenheit der Fördermaßnahmen an den Schulen und der Unterstützung der Lehrer
4.3.3 Ergebnisse
4.4 Wahrnehmung der „öffentlichen Meinung“
4.4.1 Forschungsstand und eigene Vermutungen
4.4.2 Ansichten „normaler“ Schüler
4.4.3 Der Freundeskreis
4.4.4 Ergebnisse
4.5 Wahrnehmung der eigenen Zukunft
4.5.1 Forschungsstand und eigene Vermutungen
4.5.2 Zukunftspläne
4.5.3 Vorstellung eines Lebens ohne Sport
4.5.4 Ergebnisse
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Selbstwahrnehmung jugendlicher Sportschüler in Verbundsystemen von Schule und Leistungssport. Ziel der empirischen Studie ist es, zu analysieren, wie die Athleten ihr Leben zwischen schulischer Ausbildung und sportlichem Leistungstraining wahrnehmen, welche Rolle die Internatsmodelle dabei spielen und wie sie ihre Zukunftsperspektiven einschätzen.
4.1.2 Zugang zum Sport
Bei der Beschreibung des Zugangs zum Sport ist auffallend, dass fünf der sieben Befragten ihre Familien als erste Verbindung zum Sport nennen. So spricht Interviewpartnerin (IP) 8 davon, dass sie schon sehr früh durch ihre Mutter zum Schwimmen gekommen ist: „Ich schwimme seitdem ich zwei Jahre alt bin .. Ich bin durch meine Mama zum Schwimmen gekommen. Die hat mich auch am Anfang trainiert bis ich dann in meinen ersten richtigen Verein gekommen bin. Mit sechs Jahren oder so ..“ (IP8, S. 159, Z. 5-7)
Auch die beiden Jugendlichen des Fußballinternats verweisen hinsichtlich der Kontaktaufnahme mit dem Sport auf die Eltern: „Also als ich klein war, so vier oder fünf, da habe ich immer bei meinem Dad zugeschaut. Der hat zwar nicht so hochklassig gespielt, aber halt in der Region. Und /ehm/ so bin ich halt zum Fußball gekommen. Ich habe da schon immer mit ihm gespielt.“ (IP6, S. 155, Z. 29-32)
„A::lso ich habe schon relativ früh angefangen mit Fußball, auch bedingt durch meinen Vater. Der spielt auch noch selbst Fußball und hat auch früher ziemlich hoch Fußball gespielt. Ja ich bin halt mit dem Ball aufgewachsen.“ (IP5, S. 150, Z. 33-35)
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Verknüpfung von Schule und Leistungssport ein und formuliert die Forschungsfrage zur Selbstwahrnehmung jugendlicher Athleten.
2. Verbundsysteme von Schule und Leistungssport: Es erfolgt ein Überblick über die verschiedenen Kooperationsmodelle (Sportinternate, Sportbetonte Schulen, Sportgymnasien) sowie eine historische Einordnung der ehemaligen KJS.
3. Konzipierung der Studie: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Forschung, die Auswahl der Einrichtungen und Interviewpartner sowie die Durchführung und Auswertung der Interviews.
4. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Das Kernstück der Arbeit wertet die gewonnenen Daten zur Motivation, Belastung, Unterstützung und Zukunftsplanung der befragten Sportschüler aus.
5. Schlussbetrachtung: Das abschließende Resümee reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung im Kontext der aktuellen Sportschullandschaft und identifiziert offene Forschungsfragen.
Leistungssport, Verbundsysteme, Sportgymnasium, Doppelbelastung, Selbstwahrnehmung, qualitative Forschung, Sportinternat, Nachwuchsförderung, Schullaufbahn, Lebensstil, Mentorenprogramm, KJS, Trainingspensum, Zukunftspläne.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der empirischen Untersuchung der Lebenssituation von jugendlichen Leistungssportlern, die in speziellen Verbundsystemen (Schule und Leistungssport) gefördert werden.
Zentrale Aspekte sind der Zugang zum Leistungssport, die Bewältigung der Doppelbelastung durch Schule und Training, die Wahrnehmung schulischer Förderung sowie die Zukunftsplanung der Athleten.
Das Hauptziel ist es, die subjektive Selbstwahrnehmung dieser Jugendlichen in ihrem Alltag zwischen schulfachlichen Anforderungen und sportlicher Karriereentwicklung zu analysieren.
Die Autorin verwendet qualitative Forschungsmethoden, insbesondere leitfadengestützte Interviews mit neun Jugendlichen, die in verschiedenen Verbundsystemen sportlich und schulisch gefördert werden.
Der Hauptteil analysiert, wie Sportler zum Leistungssport kommen, wie sie ihren streng getakteten Tagesablauf und die Mehrfachbelastung empfinden, inwieweit sie Unterstützung durch Lehrer erfahren und wie sie ihre Perspektiven für die Zeit nach dem Sport einschätzen.
Zu den prägenden Begriffen gehören Verbundsysteme, Doppelbelastung, Sportinternat, Leistungssportförderung, subjektive Wahrnehmung und schulische Laufbahn.
Ja, die Studie zeigt auf, dass Faktoren wie die ausgeübte Sportart (z. B. Spielsportarten vs. konditionelle Sportarten) und das spezifische Schulkonzept Einfluss auf die Wahrnehmung der Belastung und Förderung haben.
Die Arbeit vergleicht moderne Verbundsysteme mit den KJS der ehemaligen DDR, um Kontinuitäten und Brüche in der Struktur und dem Umgang mit Leistungssportlern aufzuzeigen.
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