Diplomarbeit, 2008
87 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitende Gedanken
2 Die Internationalisierung der Rechnungslegung im Überblick
3 Klassifikation der Studien
3.1 Fragestellung
3.2 Verwendete Methoden
4 Untersuchungsdesign und Überblick über die identifizierten Studien
4.1 Festlegung der Untersuchungsperiode
4.2 Vorgehensweise bei der Literaturrecherche
4.3 Ergebnis der Recherche
5 Inhaltliche Analyse
5.1 Kategorie 1: Einflüsse auf und Gründe für einen Wechsel zu IFRS
5.1.1 Regressionsstudien
5.1.1.1 Vorstellung der Studien im Detail
5.1.1.2 Zusammenfassende Analyse
5.1.2 Überleitungsstudien
5.1.3 Umfragestudien
5.1.3.1 Vorstellung der Studien im Detail
5.1.3.2 Zusammenfassende Analyse
5.1.4 Ereignisstudien
5.1.5 Kombinationsstudien
5.1.5.1 Vorstellung der Studie im Detail
5.1.6 Gesamtfazit
5.2 Kategorie 2: Compliance-Studien
5.2.1 Vorstellung der Studien im Detail
5.2.2 Zusammenfassende Analyse
5.3 Kategorie 3: Auswirkungen der IFRS-Umstellung
5.3.1 Regressionsstudien
5.3.1.1 Vorstellung der Studien im Detail
5.3.1.2 Zusammenfassende Analyse
5.3.2 Überleitungsstudien
5.3.2.1 Vorstellung der Studien im Detail
5.3.2.2 Zusammenfassende Analyse
5.3.3 Umfragestudien
5.3.3.1 Vorstellung der Studien im Detail
5.3.3.2 Zusammenfassende Analyse
5.3.4 Ereignisstudien
5.3.4.1 Vorstellung der Studien im Detail
5.3.4.2 Zusammenfassende Analyse
5.3.5 Kombinationsstudien
5.3.5.1 Vorstellung der Studien im Detail
5.3.5.2 Zusammenfassende Analyse
5.3.6 Gesamtfazit
6 Schlussfolgerung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Identifikation und wissenschaftliche Aufarbeitung empirischer Studien, die sich mit der Einführung der IFRS (International Financial Reporting Standards) in Deutschland auseinandersetzen. Die Forschungsfrage untersucht dabei sowohl die Motive für einen Wechsel zur IFRS-Rechnungslegung als auch die messbaren Auswirkungen dieses Wechsels auf Unternehmen und Kapitalmärkte.
Gassen/Sellhorn (2006):
In ihrer Untersuchung der Jahre 1998 bis 2004 versuchen die Autoren, Faktoren zu finden, die für eine freiwillige IFRS-Einführung von Bedeutung sind. Die untersuchte Gruppe besteht aus deutschen Unternehmen (1.806 Beobachtungen). Die Studie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass vor allem die Größe des Unternehmens und dessen Eigentümerstruktur die freiwillige Anwendung der IFRS beeinflussen. Außerdem scheint die Anwendung der IFRS besonders für junge Unternehmen, die erst seit kurzem an der Börse notiert sind, attraktiv zu sein.
Hope/Jin/Kang (2006):
Die Verfasser beschäftigen sich mit dem Einfluss institutioneller Faktoren der in der Studie betrachteten Länder auf die Entscheidung der Gesetzgeber, freiwillig die IFRS anzuwenden. Die Stichprobe besteht aus 38 Staaten. Die Studie gelangt zu dem Schluss, dass Staaten mit schwach ausgeprägtem Schutz der Investoren eher geneigt sind IFRS einzuführen, als Länder, in denen Investoren bereits einen starken Schutz durch die Gesetzgebung erfahren. Die IFRS-Einführung ist außerdem positiv korreliert mit dem Kapitalmarktzugang. In einem Land, das seinen Kapitalmarkt für ausländische Unternehmen öffnet, werden die IFRS tendenziell früher angewandt, um zusätzliche Investoren zu gewinnen.
1 Einleitende Gedanken: Einführung in die Thematik der internationalen Rechnungslegung und Zielsetzung der Arbeit zur Identifikation relevanter Studien.
2 Die Internationalisierung der Rechnungslegung im Überblick: Darstellung der historischen Entwicklung der Harmonisierung durch EU-Richtlinien und der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.
3 Klassifikation der Studien: Definition der Kriterien zur Kategorisierung der Literatur nach Fragestellung und empirischer Methode.
4 Untersuchungsdesign und Überblick über die identifizierten Studien: Erläuterung der Methodik zur Literaturrecherche und deskriptive Zusammenfassung der gefundenen Studien.
5 Inhaltliche Analyse: Detaillierte Betrachtung und Auswertung der Studien unterteilt in die Bereiche Gründe, Compliance und Auswirkungen der IFRS-Einführung.
6 Schlussfolgerung und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Erkenntnisse und Identifikation von Forschungsbedarfen für zukünftige Projekte.
IFRS, Rechnungslegung, Deutschland, Konzernabschluss, Kapitalmarkt, Eigenkapitalkosten, Value Relevance, Earnings Management, Regressionsanalyse, Compliance, Bilanzierung, Investorenschutz, Informationsasymmetrie, Kapitalmarktorientierung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse bestehender empirischer Studien, die die Einführung der International Financial Reporting Standards (IFRS) in deutschen Konzernen untersuchen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Beweggründe für einen Wechsel zu IFRS, die Einhaltung (Compliance) dieser Standards und die ökonomischen Auswirkungen der Umstellung auf Kennzahlen und Kapitalmarkt.
Das Ziel ist es, eine systematische Übersicht über den aktuellen Forschungsstand zu geben und die Ergebnisse der identifizierten Studien bezüglich ihrer Motive und Auswirkungen zu klassifizieren.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, in der existierende empirische Studien nach ihrer Methodik (z. B. Regression, Überleitungsrechnungen, Umfragen) und ihren Forschungsergebnissen systematisiert werden.
Der Hauptteil gliedert die analysierten Studien in drei Kategorien: Einflussfaktoren für einen Wechsel, Compliance-Studien sowie Auswirkungen der Umstellung, jeweils mit detaillierter Vorstellung und Analyse der Ergebnisse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie IFRS, Rechnungslegung, Value Relevance, Eigenkapitalkosten, Informationsasymmetrie und Kapitalmarkt geprägt.
Die Studien differenzieren oft, ob Unternehmen aus strategischen Gründen (z. B. Kapitalmarktzugang) freiwillig auf IFRS umstellten oder durch spätere gesetzliche Regelungen (IAS-Verordnung) dazu verpflichtet wurden.
Die Mehrheit der Studien deutet auf eine erhöhte Wertrelevanz der IFRS-Abschlüsse gegenüber dem HGB hin, wenngleich vereinzelte Studien abweichende Ergebnisse liefern oder den Effekt als langfristigen Prozess bezeichnen.
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