Diplomarbeit, 2007
150 Seiten, Note: 2
I EINLEITUNG
II ÜBERSICHT ZENTRALER BEGRIFFE UND PROGRAMMENTWICKLUNG
III ENTWICKLUNGSSTUFEN DER EU-BILDUNGSPOLITIK BIS 1995
3.1 DIE GESCHICHTE DER KOMPETENZAUSWEITUNG
3.1.1 Erste Zuständigkeitsaneignungen
3.1.2 Der Europäische Gerichtshof (EuGH) als Kompetenzausweitungsorgan
3.1.3 Wirkung und Transformation dieser Programme
3.1.4 Maastricht als Expansions- und Wendepunkt
IV PROGRAMMGENERATION 1995-1999
4.1 AKTIONSPROGRAMM IN DER ALLGEMEINBILDUNG „SOKRATES“ (1995-1999)
4.1.1 Programmziele
4.1.2 Teilaktionen
4.2 AKTIONSPROGRAMM IN DER BERUFSBILDUNG „LEONARDO DA VINCI“ (1995-1999)
4.2.1 Programmziele
4.2.2 Teilaktionen
4.3 AKTIONSPROGRAMM „JUGEND FÜR EUROPA“ (1995-1999)
4.3.1 Programmziele
4.3.2 Teilaktionen
V PROGRAMMGENERATION 2000-2006
5.1 AKTIONSPROGRAMM IN DER ALLGEMEINBILDUNG „SOKRATES“ II (2000-2006)
5.1.1 Neuerungen
5.1.2 Finanzen
5.2 AKTIONSPROGRAMM IN DER BERUFSBILDUNG „LEONARDO DA VINCI“ II (2000-2006)
5.2.1 Neuerungen
5.2.2 Finanzen
5.3 AKTIONSPROGRAMM „JUGEND“ (2000-2006)
5.3.1 Aktionen
5.3.2 Finanzen
VI PROGRAMMGENERATION 2007-2013
6.1 THEORETISCHE PERSPEKTIVEN
6.1.1 Konzepte und Theorien zum Lebenslangen Lernen
6.2 AKTIONSPROGRAMM IM BEREICH „LEBENSLANGES LERNEN“ 2007-2013
6.2.1 Neuerungen
6.2.2 Das Aktionsprogramm
6.2.3 Durchführungsbestimmungen, Verwaltung und Kontrolle
6.2.4 Finanzen
6.3 AKTIONSPROGRAMM „JUGEND IN AKTION“ (2007-2013)
6.3.1 Neuerungen
6.3.2 Aktionslinien
6.3.3 Finanzen
6.4 WEITERE EUROPÄISIERUNGSENTWICKLUNGEN IM BILDUNGSBEREICH
VII LEISTUNGSFÄHIGKEIT DER EU-BILDUNGSPROGRAMME - AUFBAU UND VERWALTUNG
7.1 KONZEPTION UND AUFBAU DER PROGRAMME
7.2 VERWALTUNG DER PROGRAMME
7.2.1 Verfahren und Prozesse
7.2.2 Exkurs Österreich: Verhältnis Europäische Kommission - Nationalagenturen – Regionalstellen - Mittlerstellen
7.2.3 Evaluierung und Kontrolle
7.2.4 Verbreitung der Ergebnisse
7.2.5 Synergien und Komplementarität
7.3 FINANZIELLE AUSSTATTUNG DER PROGRAMME
VIII LEISTUNGSFÄHIGKEIT DER BILDUNGSPROGRAMME HINSICHTLICH MOBILITÄT
8.1 DISKURSE ZU MOBILITÄT
8.2 AUSWIRKUNGEN DER MOBILITÄT AUF TEILNEHMER
8.2.1 Teilnehmerzahlen
8.2.2 Motivation und Motive für Mobilität
8.2.3 Erlangte Fähigkeiten und Kenntnisse
8.2.4 Auswirkungen auf Karriere und Beruf
8.3 AUSWIRKUNGEN DER MOBILITÄT AUF ANDERE AKTEURE
8.3.1 Jugendorganisationen
8.3.2 Unternehmen
8.3.3 Hochschulen
8.3.4 Exkurs: Europäisches Bewusstsein und Europäische Bürgerschaft
8.4 MOBILITÄTSHINDERNISSE UND KÜNFTIGE HERAUSFORDERUNGEN
8.4.1 Repräsentativität der Maßnahmen
8.4.2 Rahmenbedingungen während und nach dem Mobilitätsaufenthalt
8.4.3 Sonstige Befunde, bereits getroffene Maßnahmen und weitere Empfehlungen
IX ABSCHLUSSBETRACHTUNGEN UND AUSBLICK
9.1 ERGEBNISSE
9.2 AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung, den Aufbau und die Verwaltung der Bildungsprogramme der Europäischen Union, um deren Leistungsfähigkeit und die Auswirkungen der Mobilitätsinitiativen auf Teilnehmer und Akteure kritisch zu bewerten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich diese Programme von 1995 bis 2013 entwickelt haben, welchen Einfluss sie auf die Förderung einer europäischen Bürgerschaft haben und welche Hindernisse die Effektivität der Mobilitätsprogramme einschränken.
Mobilität
Als Mobilität wird die „Bewegung von Personen oder Personengruppen aus einer gesellschaftlichen Position in eine andere“ bezeichnet. Mobilität bezieht sich für gewöhnlich nicht auf ganze gesellschaftliche Gruppen (kollektive Mobilität), sondern es handelt sich in der Regel um die Mobilität von Einzelpersonen - die individuelle Mobilität. (Nohlen 1998, 392-393)
Wenn die Bewegung oder Wanderung mit einem temporären oder permanenten Wechsel des Standortes verbunden ist, handelt es sich um räumliche/geographische/regionale Mobilität, die wiederum den zentralen Aspekt der horizontalen Mobilität (Positionsveränderung ohne Statusveränderung) ausmacht. Das Gegenstück dazu ist die soziale Mobilität, die mit dem Positionswechsel eine Statusveränderung verbindet. (Nohlen 1998, 392-393)
Die Mobilitätsinitiativen in den Bildungsprogrammen der Europäischen Union zielen primär auf die Förderung einer temporären, räumlich-residenziellen Mobilität ab. Diese kann einerseits zu einer permanenten Mobilität beitragen, andererseits strebt sie mittel- bis langfristig positive Auswirkungen auf die soziale Mobilität und damit auf die Arbeit, das Einkommen und den sozialen Status an.
Im EU-Kontext meint dieser Begriff also weniger die eigentliche Bewegung selbst, sondern wird als Qualifikation/Befähigung angesehen, mobil zu sein (Kristensen 2001, 421).
Insbesondere steht in den bisherigen EU-Initiativen die Förderung von jungen Menschen im Mittelpunkt, wiewohl im neuesten Programm für Lebenslanges Lernen 2007-2013 diese Festlegung etwas ausgeweitet wurde (siehe Kapitel 6.2). Auswirkungen einer Partizipation werden also naturgemäß positiv eingeschätzt. Ebenso verhält es sich mit der Konnotation der Mobilität in den Bildungsprogrammen, welche stets in einem positiven Kontext verwendet wird.
I EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung von Bildung als zentraler Faktor für wirtschaftliche Entwicklung und die Vorstellung der Zielsetzungen der Arbeit.
II ÜBERSICHT ZENTRALER BEGRIFFE UND PROGRAMMENTWICKLUNG: Klärung der Grundbegriffe EU-Bildungspolitik, Mobilität und Humankapital im Kontext der Programme.
III ENTWICKLUNGSSTUFEN DER EU-BILDUNGSPOLITIK BIS 1995: Historischer Rückblick auf die Kompetenzausweitung der EU im Bildungsbereich.
IV PROGRAMMGENERATION 1995-1999: Analyse der Aktionsprogramme Sokrates, Leonardo da Vinci und Jugend für Europa in diesem Zeitraum.
V PROGRAMMGENERATION 2000-2006: Untersuchung der weiterentwickelten Programme Sokrates II, Leonardo da Vinci II und Jugend.
VI PROGRAMMGENERATION 2007-2013: Darstellung der neuen Struktur mit Fokus auf Lebenslanges Lernen und Jugend in Aktion.
VII LEISTUNGSFÄHIGKEIT DER EU-BILDUNGSPROGRAMME - AUFBAU UND VERWALTUNG: Kritische Bewertung der Programmverwaltung, Evaluierung und Synergien.
VIII LEISTUNGSFÄHIGKEIT DER BILDUNGSPROGRAMME HINSICHTLICH MOBILITÄT: Analyse der Auswirkungen auf Teilnehmer, Unternehmen, Hochschulen und die europäische Bürgerschaft.
IX ABSCHLUSSBETRACHTUNGEN UND AUSBLICK: Zusammenführung der Ergebnisse und Identifizierung künftiger Herausforderungen.
EU-Bildungspolitik, Bildungsprogramme, Europäische Union, Mobilität, Lebenslanges Lernen, Sokrates, Leonardo da Vinci, Jugend, Humankapital, Bildungsmanagement, Mobilitätshindernisse, Europäische Bürgerschaft, Arbeitsmarkt, Berufsqualifikationen, Dezentralisierung.
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung, den strukturellen Aufbau und die Verwaltung der europäischen Bildungsprogramme von 1995 bis 2013 und evaluiert deren Wirksamkeit sowie Auswirkungen auf verschiedene Akteure.
Die Schwerpunkte liegen auf den drei Bildungssträngen Allgemeinbildung, Berufsbildung und Jugend, sowie der Analyse der Mobilitätsinitiativen innerhalb dieser Bereiche.
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Faktoren, die zur Entwicklung der EU-Bildungspolitik beigetragen haben, sowie eine kritische Analyse der Verwaltung und der Auswirkungen der Mobilitätsprogramme auf Teilnehmer und beteiligte Institutionen.
Der Autor stützt sich primär auf eine umfassende Literaturanalyse sowie auf insgesamt fünf Experteninterviews mit Vertretern regionaler und nationaler Durchführungsstellen der Programme.
Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Entwicklung der Kompetenzen, dem detaillierten Aufbau der Programmgenerationen (1995-1999, 2000-2006, 2007-2013) sowie der kritischen Auseinandersetzung mit Verwaltungs-, Evaluierungs- und Kontrollmechanismen.
Zentrale Begriffe sind Mobilität, Humankapital, Beschäftigungsfähigkeit (Employability), Europäisierung und das Konzept des Lebenslangen Lernens.
Die Dezentralisierung hin zu Nationalagenturen wird grundsätzlich positiv bewertet, da sie zu einer größeren Bürgernähe und effizienteren Abwicklung führt, wenngleich sie auch zu einer höheren Arbeitsbelastung bei den beteiligten Stellen führte.
Ja, der Autor stellt fest, dass im EU-Kontext Mobilität weniger die bloße Bewegung meint, sondern als Qualifikation und Befähigung angesehen wird, in einem europäischen Umfeld zu agieren, und stets in einem positiven Kontext verwendet wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

