Diplomarbeit, 2020
115 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
2 Theoretischer und empirischer Hintergrund
2.1 Technoreference
2.1.1 Aktive Nutzung
2.1.2 Bloße Anwesenheit
2.1.3 Störung
2.1.4 Nutzungsgründe
2.2 Bindung
2.2.1 Bindungstheorie
2.2.2 Das innere Arbeitsmodell
2.2.3 Bindungstypen
2.2.4 Bindungs- und Explorationsbalance
2.2.5 Feinfühligkeit
2.3 Schlüsselkomponenten der Eltern-Kind-Interaktion
2.4 Responsivität
2.4.1 Definition
2.4.2 Bedeutung für die kindliche Entwicklung
2.4.3 Einflüsse durch das Smartphone
2.5 Spiel
2.5.1 Definition und Bedeutung
2.5.2 Die Rolle der Eltern im Spiel
2.5.3 Spieleinfühligkeit
3 Zielsetzung und Ableitung der Fragestellung
4 Methode
4.1 Beobachtungsverfahren als wissenschaftliche Methode
4.2 Versuchsplanung
4.3 Experimentelle Aufgabe
4.3.1 Experimentalgruppe
4.3.2 Kontrollgruppe
4.4 Coverstory
4.5 Stichprobe
4.6 Versuchsmaterial
4.6.1 Codiersystem
4.6.2 Fragebogen
4.7 Geräte und Untersuchungsraum
4.8 Versuchsdurchführung
5 Ergebnisse
5.1 Vorbemerkung
5.2 Reliabilitätsanalyse
5.3 Interkorrelationen der Fragebogenvariablen
5.4 Manipulationskontrolle
5.5 Nutzungsverhalten der Eltern
5.6 Responsivität
5.7 Hypothesentests
5.8 Weiterführende Analysen
6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung der Studie
6.2 Ergebnisse
6.3 Limitationen
6.4 Ausblick
6.5 Fazit und Implikation
Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Smartphone-Nutzung von Eltern auf deren Responsivität gegenüber ihrem Kind während einer gemeinsamen Spielinteraktion. Ziel ist es, durch ein experimentelles Versuchsdesign zu analysieren, ob aktive Smartphone-Nutzung oder bloße Anwesenheit des Geräts die Qualität der Eltern-Kind-Interaktion beeinträchtigen.
2.1 Technoreference
Der Begriff Technoreference beschreibt Zeiten, in denen Technologiegeräte zu einer Unterbrechung oder Behinderung der Kommunikation und Interaktion zwischen Paaren und/oder Familienmitgliedern führen können (McDaniel, 2015). Dabei reicht Technoreference von Unterbrechungen in persönlichen Gesprächen bis hin zum Gefühl des Eindringens beispielsweise dann, wenn eine Person erlebt, dass ihr Partner während des Beisammenseins die Aufmerksamkeit auf ein technisches Gerät lenkt (McDaniel & Coyne, 2014). Die daraus resultierenden Auswirkungen sind facettenreich und betreffen viele unterschiedliche Lebensbereiche.
Zu Beginn werden die Auswirkungen durch die aktive Nutzung mobiler Geräte in Paarbeziehungen sowie zwischen Eltern und ihren Kindern dargestellt. Daran anknüpfend werden weitere empirische Ergebnisse zu anderen Darbietungsformen des Smartphones, wie die bloße Anwesenheit und die durch Klingel- oder Nachrichtentöne verursachte Störung, präsentiert. Zuletzt werden mögliche Gründe einer häufigen Nutzung und die damit einhergehende Technoreference genannt.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Smartphones im Alltag und dessen potenzielle negative Auswirkungen auf die Eltern-Kind-Interaktion ein.
2 Theoretischer und empirischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert Konzepte wie Technoreference, Bindungstheorie, Responsivität und kindliches Spiel als Basis für die Forschungsarbeit.
3 Zielsetzung und Ableitung der Fragestellung: Hier wird das Ziel formuliert, den Forschungsstand zur Technoreference durch ein experimentelles Design zu erweitern und spezifische Hypothesen aufgestellt.
4 Methode: Das Kapitel beschreibt das experimentelle 2x3-gemischte Versuchsdesign, die Stichprobengewinnung sowie die eingesetzten Messinstrumente (Codiersystem und Fragebogen).
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistische Auswertung der Beobachtungs- und Fragebogendaten hinsichtlich der elterlichen Responsivität in verschiedenen Versuchsbedingungen.
6 Diskussion: Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, Limitationen der Studie benannt und Implikationen für die Praxis abgeleitet.
Smartphone, Technoreference, Eltern-Kind-Interaktion, Responsivität, Bindung, Spiel, Kindesentwicklung, Medienkonsum, Experiment, Verhaltensbeobachtung, Interaktionsqualität, Feinfühligkeit, Digitale Medien, Familienforschung, Psychologie
Die Diplomarbeit untersucht, wie sich die Nutzung von Smartphones durch Eltern auf ihre Interaktion mit ihren Kindern auswirkt.
Die zentralen Themen sind die sogenannte Technoreference, das Konzept der elterlichen Responsivität, die Bindungstheorie sowie das Spielverhalten im Kleinkindalter.
Das Ziel ist es, durch ein experimentelles Design zu prüfen, inwieweit das Smartphone die elterliche Aufmerksamkeit und Feinfühligkeit während einer gemeinsamen Spielzeit stört.
Es wird ein experimentelles 2x3-gemischtes Versuchsdesign eingesetzt, das durch eine systematische Videoanalyse (mikroanalytisch) und Fragebogenerhebungen gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Grundlagen, die Beschreibung des methodischen Versuchsaufbaus und die detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Technoreference, elterliche Responsivität, Bindung, Spielinteraktion und Mediennutzung im Familienkontext.
Die Teilnehmer wurden in verschiedene Gruppen unterteilt, wobei die Experimentalbedingungen Störung, aktive Nutzung und bloße Anwesenheit des Smartphones während des Spielens variierten.
Die Studie konnte keine signifikanten Unterschiede zwischen der Experimental- und Kontrollgruppe bei der Responsivität feststellen, zeigte jedoch Tendenzen, dass aktive Nutzung das Reaktionsverhalten der Eltern beeinflussen kann.
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