Diplomarbeit, 2008
68 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Allgemeines zum Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
2.1 Grundlegendes zum Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
2.2 Zielsetzung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
2.3 Übernahme der EU-Abänderungsrichtlinie
2.4 Übernahme der EU-Abschlussprüferrichtlinie
2.5 Wesentliche handelsrechtliche Änderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Überblick
3 Wesentliche Änderungen hinsichtlich Deregulierung und Modernisierung
3.1 Buchführungs- und Bilanzierungspflicht
3.2 Erhöhung der Schwellenwerte für Kapitalgesellschaften
3.3 Zusätzlicher IFRS-Einzelabschluss
4 Wesentliche Änderungen im Einzelabschluss
4.1 Darstellungsänderungen der Bilanz
4.2 Anlagevermögen
4.2.1 Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen
4.2.1.1 Abgrenzung der Forschungs- von den Entwicklungsaufwendungen
4.2.1.2 Ansatz und Bewertung
4.2.1.3 Reformvorschläge
4.2.1.4 Ausschüttungssperre
4.2.1.5 Anhangsangaben
4.2.2 Geschäfts- oder Firmenwert
4.2.2.1 Bewertung nach bisherigem Handelsrecht
4.2.2.2 Ansatz und Bewertung
4.2.2.3 Wertminderungstest und Abschreibungsregelungen
4.3 Umlaufvermögen
4.3.1 Herstellungskosten
4.3.2 Zu Handelszwecken erworbene Finanzinstrumente
4.3.2.1 Einführung und Definition des Begriffes „Zeitwert“ in das Handelsrecht
4.3.2.2 Definition von originären und derivativen Finanzinstrumenten
4.3.2.3 Bewertung nach bisherigem Handelsrecht
4.3.2.4 Definition des Begriffes „zu Handelszwecken erworben“
4.3.2.5 Einführung des Dreistufenmodells
4.3.2.6 Bewertung von Finanzinstrumenten und Derivaten
4.3.2.7 Bildung stiller Reserven wird unterbunden
4.3.2.8 Anhangsangaben
4.3.3 Aktive latente Steuern
4.4 Eigenkapital
4.4.1 Ausstehende Einlagen
4.4.2 Eigene Anteile
4.4.3 Beteiligungserwerb an herrschenden Unternehmen
4.5 Fremdkapital
4.5.1 Pensionsrückstellungen
4.5.1.1 Bilanzierung dem Grunde nach
4.5.1.2 Bilanzierung der Höhe nach
4.5.1.3 Auswirkungen auf die Pensionsrückstellungen aufgrund der Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
4.5.2 Allgemeine Rückstellungen
5 Wesentliche Änderungen im Konzernabschluss
5.1 Konsolidierungskreis und Aufstellungspflicht
5.1.1 Änderung bei der Beurteilung des Mutter-Tochter-Verhältnisses
5.1.2 Größenabhängige Befreiungen
5.2 Währungsumrechnung
5.3 Kapitalkonsolidierung
5.3.1 Verpflichtung zur Neubewertungsmethode
5.3.2 Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
5.3.3 Verrechnungsverbot von Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung
6 GoB in der Zukunft
7 Zusammenfassung
8 Ausblick
9 Anhang
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die wesentlichen praxisrelevanten Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf die Erstellung von Jahres- und Konzernabschlüssen nach deutschem Handelsrecht zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie durch die Anlehnung an internationale Rechnungslegungsstandards (IFRS) eine Modernisierung der nationalen Rechnungslegung erreicht wird, ohne den Charakter des HGB als Informationsinstrument zu verlieren.
4.2.1 Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen
Wie bereits eingangs erwähnt, stellt die Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen einen Schwerpunkt des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes dar. Bislang war es im nationalen Bilanzierungsrecht nicht möglich, diese Werte zu aktivieren. Erst durch die Aufhebung des § 248 Abs. 2 HGB wird der zunehmenden Bedeutung der immateriellen Vermögensgegenstände im Wirtschaftsleben Rechnung getragen, welche insbesondere auf den in Deutschland gegenwärtig weit fortgeschrittenen Wandel von der produktions- zur wissensbasierten Gesellschaft zurückzuführen ist. Hierdurch wird es nun den Unternehmen erlaubt, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zu aktivieren, wobei zwischen sogenannten Forschungsaufwendungen und Entwicklungsaufwendungen zu differenzieren ist.
Problematisch stellt sich grundsätzlich die Feststellung des Übergangs von der Forschungs- zur Entwicklungsphase dar. Bei dem in der Praxis üblicherweise anzutreffenden sequentiellen Ablauf stellt dies kein größeres Problem dar. Dies dürfte bspw. dann der Fall sein, wenn die Aktivitäten zur Erlangung neuer Kenntnisse abgeschlossen sind. Zum Übergang von der Forschungs- zur Entwicklungsphase beim sequentiellen Ablauf, werden in der Gesetzesbegründung zahlreiche weitere Beispiele aufgeführt. Problematisch stellt sich hingegen die Festlegung des Übergangs dar, wenn Forschungs- und Entwicklungsphasen alternierend ablaufen. Hierbei muss gemäß dem Vorsichtsprinzip der Übergang exakt abgegrenzt werden. Ist dies nicht möglich, sind alle angefallenen Aufwendungen erfolgswirksam in der entstandenen Periode zu erfassen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kontext der Globalisierung und die zunehmende Internationalisierung der Rechnungslegungsnormen sowie den Auslöser für das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz.
2 Allgemeines zum Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Zielsetzung und die EU-rechtlichen Hintergründe des Gesetzes, das eine Annäherung des HGB an die IFRS anstrebt.
3 Wesentliche Änderungen hinsichtlich Deregulierung und Modernisierung: Es werden die Erleichterungen für kleine Unternehmen bei der Buchführungspflicht und die Anpassung von Schwellenwerten für Kapitalgesellschaften behandelt.
4 Wesentliche Änderungen im Einzelabschluss: Dieses umfangreiche Kapitel detailliert die Neuerungen bei Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Eigenkapital und Rückstellungen unter Berücksichtigung der neuen Bewertungsvorschriften.
5 Wesentliche Änderungen im Konzernabschluss: Die Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis, die Währungsumrechnung und die Kapitalkonsolidierung werden hier analysiert.
6 GoB in der Zukunft: Eine Betrachtung der zukünftigen Interpretation der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) angesichts des Einflusses internationaler Standards.
7 Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Arbeit werden zusammengefasst und das Fazit zur Umstellung auf HGB-E gezogen.
8 Ausblick: Ein Ausblick auf den weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens und die Relevanz der aktuellen Stellungnahmen von Fachgremien.
9 Anhang: Der Anhang bietet eine synoptische Übersicht über alle wesentlichen handelsrechtlichen Änderungen sowie Literaturhinweise.
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG, Jahresabschluss, Konzernabschluss, Handelsgesetzbuch, HGB, IFRS, Fair-Value, Pensionsrückstellungen, Kapitalkonsolidierung, Deregulierung, immaterielle Vermögensgegenstände, Zeitwert, Bilanzierung, Finanzinstrumente
Die Arbeit analysiert die grundlegende Reform des deutschen Handelsbilanzrechts durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) und dessen Auswirkungen auf den Jahres- und Konzernabschluss von Unternehmen.
Zentrale Themen sind die Deregulierung von Buchführungspflichten, die Aktivierung immaterieller Vermögensgegenstände, die Bewertung von Finanzinstrumenten nach dem Zeitwertprinzip, neue Vorgaben für Pensionsrückstellungen sowie Änderungen in der Konzernrechnungslegung.
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zu einer Annäherung an internationale IFRS-Standards führt, dabei aber gleichzeitig versucht, bewährte deutsche Prinzipien wie Gläubigerschutz und Maßgeblichkeit zu wahren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse des Referentenentwurfs des BilMoG, unter Berücksichtigung der einschlägigen Fachliteratur, Stellungnahmen von Standardsetzern wie dem DRSC und dem IDW sowie dem Vergleich mit internationalen Standards.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Änderungen im Einzelabschluss (Anlage- und Umlaufvermögen, Eigenkapital, Rückstellungen) sowie die Änderungen im Konzernabschluss (Konsolidierungskreis, Kapitalkonsolidierung, Währungsumrechnung).
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, HGB, IFRS, Fair-Value, Pensionsrückstellungen und Kapitalkonsolidierung charakterisiert.
Dies ist ein zentraler Aspekt der Modernisierung, da bislang ein Aktivierungsverbot galt. Die Änderung trägt dem Wandel zur wissensbasierten Wirtschaft Rechnung, erfordert jedoch eine komplexe Abgrenzung von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen.
Die Reform führt durch die verpflichtende Diskontierung und die Einbeziehung von Trendannahmen zu einer realistischeren Darstellung, was die Volatilität der Rückstellungsbeträge beeinflussen und Auswirkungen auf das Rating von Unternehmen haben kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

