Bachelorarbeit, 2021
42 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
3 Auswirkungen unkonventioneller Geldpolitik
4 Herausforderungen der Normalisierung
5 Normalisierungsstrategien
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematiken und Chancen beim Ausstieg aus der unkonventionellen Geldpolitik (UMP) und analysiert Strategien zur Normalisierung der Geldpolitik sowie der Zentralbankbilanzen, um die zentrale Forschungsfrage zu beantworten, was eine erfolgreiche Normalisierungsstrategie bestimmt.
Kapitalmarkt: Inflationsdruck durch Überschussliquidität
Der Umgang mit der Überschussliquidität wird mit eventuellem Inflationsdruck abgewogen. Die Herausforderung besteht darin zu verhindern, dass die Geschäftsbanken ihre Überschussliquidität zur starken Kreditvergabe im Interbankenmarkt nutzen und so Inflationsdruck entsteht. Wenn die Überschussliquidität vor einer Zinserhöhung nicht abgebaut wird wäre damit zu rechnen, dass die Banken durch die profitableren Konditionen exzessiv Kredite vergeben. In diesem Fall würde ein starker Inflationsdruck durch ein gesteigertes Kapitalangebot entstehen (Illing, 2015; Tanaka, 2020).
Berentsen et al. (2018) unterscheidet drei Strategien wie mit der Überschussliquidität umgegangen werden sollte. Erstens, die Überschussreserven nicht zu verringern und Zinsen auf Reserveeinlagen zu zahlen. Zweitens, die Reserven über Repo Geschäfte zu absorbieren. Und Drittens, die Verringerung der Bilanzsumme. Nach Ihrig et al. (2015) zielen diese Maßnahmen auf die Arbitrage zwischen Banken und Nicht-Banken. Die Zahlung von Zinsen auf Überschussreserven verert die Arbitrage bei solchen Transaktionen. Bei Repo Geschäften handelt es sich um Offenmarktgeschäfte bei welchen die Zentralbank Sicherheiten verkauft, um die Überschussreserven kurzfristig zu reduzieren. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Sicherheiten dann zu einem festgelegten Preis zurückgekauft, was die Überschussreserven wieder erhöht. Das Ziel ist auch hier der Ausgleich der zusätzlichen Arbitrage im Falle einer Zinssteigerung.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der unkonventionellen Geldpolitik seit der Finanzkrise 2008 ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich erfolgreicher Normalisierungsstrategien.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel definiert die theoretischen Basisbegriffe, klassifiziert die unkonventionelle Geldpolitik und erläutert die Besonderheiten verschiedener Finanzsysteme.
3 Auswirkungen unkonventioneller Geldpolitik: Hier werden die Effekte der UMP-Maßnahmen untersucht, die den Ausstiegsprozess maßgeblich beeinflussen und Herausforderungen begründen.
4 Herausforderungen der Normalisierung: Dieses Kapitel diskutiert die spezifischen Schwierigkeiten bei der Leitzinserhöhung und dem Bilanzabbau sowie deren Auswirkungen auf die Finanzmarktstabilität.
5 Normalisierungsstrategien: Es werden verschiedene Ansätze und Rahmenbedingungen für den Ausstieg aus der UMP hinsichtlich Reihenfolge, Umfang, Geschwindigkeit und Zeitpunkt analysiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage unter Berücksichtigung der komplexen Wechselwirkungen zwischen geldpolitischen Maßnahmen und der wirtschaftlichen Normalisierung.
Unkonventionelle Geldpolitik, Normalisierung, Zentralbankbilanz, Quantitative Lockerung, Leitzinsen, Finanzmarktstabilität, Inflationsziel, Ankaufprogramme, Forward Guidance, Überschussliquidität, Zinspolitik, Liquiditätspolitik, Geldpolitik.
Die Arbeit befasst sich mit den Strategien und Herausforderungen für Zentralbanken, aus den unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen der Finanzkrise auszusteigen und zur Normalität zurückzukehren.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Ankaufprogrammen, die Unabhängigkeit der Zentralbanken, die Steuerung der Überschussliquidität sowie die Auswirkungen auf Bankenprofitabilität und Finanzmärkte.
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren eine erfolgreiche Normalisierungsstrategie bestimmen, unterteilt in Teilfragen zu Auswirkungen, Herausforderungen sowie Vor- und Nachteilen der Strategien.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die empirische Studien, Eventstudien und Simulationen (wie DSGE- oder HANK-Modelle) heranzieht, um Argumente zu stützen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse der Auswirkungen der UMP, die Erörterung von Herausforderungen der Normalisierung sowie die Abwägung verschiedener Ausstiegsstrategien.
Wichtige Begriffe sind unkonventionelle Geldpolitik, Normalisierung, Zentralbankbilanz, Quantitative Lockerung und Finanzmarktstabilität.
Das Taper Tantrum bezeichnet die negativen Marktreaktionen nach der Ankündigung des FED im Jahr 2013, die Ankaufprogramme zu verringern.
Berentsen et al. (2018) schlagen drei Strategien vor: Zinsen auf Reserveeinlagen zahlen, Reserven über Repo-Geschäfte absorbieren oder die Bilanzsumme aktiv verringern.
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