Masterarbeit, 2021
71 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Die Abgrenzung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs zur privaten Vermögensverwaltung
3. Die Besteuerung von Aktien in Anbetracht der beteiligten Person
3.1 Aktien im Privatvermögen einer natürlichen Person
3.1.1 Die ertragssteuerliche Behandlung inländischer Aktienbeteiligungen
3.1.1.1 Behandlung von Veräußerungsgewinnen und Dividenden
3.1.1.2 Günstigerprüfung, Sparer-Pauschbetrag sowie begrenzte Verlustverrechnungssystematik
3.1.2 Die steuerliche Behandlung ausländischer Aktienbeteiligungen
3.2 Aktien im Betriebsvermögen einer vermögensverwaltenden GmbH
3.2.1 Die Bilanzierung von Aktien
3.2.1.1 Bilanzierungsgrundsätze nach HGB
3.2.1.2 Bilanzierungsgrundsätze nach EStG
3.2.1.3 Die Auswirkungen der Bilanzierung im Anbetracht der alten und neuen Fassung des § 8b VII KStG
3.2.2 Die Besteuerung auf Ebene der GmbH
3.2.2.1 Mindestkriterien für die Freistellung von Dividendenerträgen im KStG und GewStG
3.2.2.2 Freistellung der Veräußerungsgewinne im KStG und GewStG
3.2.3 Die Besteuerung bei Gewinnausschüttung an den Gesellschafter
4. Analyse der Vorteilhaftigkeit einer vermögensverwaltenden GmbH
4.1 Formalitäten und Kosten für die Gründung sowie Führung einer GmbH
4.2 Die Parameter Anlagebetrag, Rendite, Anlagehorizont sowie Thesaurierung
4.3 Vergleichsrechnungen unter verschiedenen Annahmen
5. Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht unter welchen steuerlichen Prämissen eine vermögensverwaltende GmbH als Instrument der Kapitalanlage im Vergleich zur privaten Vermögensverwaltung vorteilhaft ist, unter besonderer Berücksichtigung der Besteuerung von Aktien.
3.1.1.1 Behandlung von Veräußerungsgewinnen und Dividenden
Um die möglichen steuerlichen Vorteile der Aktienanlage über eine vermögensverwaltende GmbH bewerten zu können, ist es zunächst sinnvoll die grundlegenden Merkmale der ertragsteuerlichen Behandlung von Aktienbeteiligungen im Privatvermögen zu erörtern. Aus diesem Grund wird letztgenannte Besteuerungssystematik in Kapitel 3.1, nach einem kurzen Rückblick in die Historie, dargestellt.
Genauso wie zur gegenwärtigen Zeit zählten Dividenden vor 2009 zu den Einkünften aus Kapitalvermögen (§ 20 I Nr. 1 EStG a.F.).30 Die Besteuerung erfolgte mit dem sog. Halbeinkünfteverfahren, bei welchem 50 % dieser steuerfrei gestellt wurden (§ 20 I Nr. 1 i.V.m. § 3 Nr. 40 S. 1 lit. d EStG a.F.).31 Die andere Hälfte wurde auf Basis des persönlichen Einkommensteuersatzes erhoben.32 Hingegen waren Veräußerungsgewinne, nicht wie gegenwärtig als Einkünfte aus Kapitalvermögen, sondern als privates Veräußerungsgeschäft zu behandeln.33 Insofern folgte auch die Zurechnung zu den sonstigen Einkünften, womit die progressive Besteuerung einherging (§ 22 Nr. 2 i.V.m. § 23 I S. 1 Nr. 2 EStG a.F.).34
Ein elementarer Unterschied im Vergleich zur heutigen Behandlung war die steuerfreie Realisation von Aktiengewinnen, sofern zwischen dem An- und Verkauf ein komplettes Jahr verstrichen war (sog. Spekulationsfrist, § 23 I S. 1 Nr. 2 EStG a.F.). Steuerlich relevant kann diese frühere Besteuerungssystematik für alldiejenigen sein, welche Aktien seit einem Erwerb vor 2009 bis heute nicht verkauft haben (sog. „Grandfathering“).35
1. Einleitung: Beschreibt das aktuelle Niedrigzinsumfeld und die daraus resultierende Relevanz alternativer Anlageformen wie Aktien sowie das Ziel der Arbeit.
2. Die Abgrenzung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs zur privaten Vermögensverwaltung: Erläutert die steuerrechtliche Abgrenzung zwischen privater Vermögensverwaltung und gewerblicher Tätigkeit.
3. Die Besteuerung von Aktien in Anbetracht der beteiligten Person: Analysiert die Besteuerung von Aktien im Privatvermögen sowie im Betriebsvermögen einer GmbH unter Berücksichtigung der Bilanzierung und des § 8b KStG.
4. Analyse der Vorteilhaftigkeit einer vermögensverwaltenden GmbH: Bewertet die Kosten und Faktoren, die über die Sinnhaftigkeit einer GmbH als Holding-Struktur für die private Vermögensverwaltung entscheiden.
5. Thesenförmige Zusammenfassung: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Analyse in prägnanten Leitzsätzen zusammen.
Vermögensverwaltende GmbH, Aktien, § 8b KStG, Kapitalertragsteuer, Privatvermögen, Betriebsvermögen, Thesaurierung, Zinseszinseffekt, Veräußerungsgewinne, Dividenden, Doppelbesteuerung, Steuerbelastung, Streubesitzdividenden, Bilanzierung, Steuerersparnis.
Die Arbeit untersucht die steuerliche Vorteilhaftigkeit der Verwaltung von Aktienvermögen in einer vermögensverwaltenden GmbH im Vergleich zur Direktanlage im Privatvermögen.
Die zentralen Themen sind das Körperschaftsteuerrecht (insb. § 8b KStG), die Bilanzierung von Aktien, die steuerliche Abgrenzung zum Gewerbebetrieb und die Durchführung von Wirtschaftlichkeitsvergleichen.
Das Ziel ist es, die Prämissen aufzuzeigen, unter denen eine vermögensverwaltende GmbH finanziell attraktiver ist als eine private Aktienanlage, und dem Anleger Entscheidungshilfen an die Hand zu geben.
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse der geltenden Steuergesetze sowie eine modellbasierte Vergleichsrechnung unter verschiedenen fiktiven Annahmen (Anlagehorizont, Rendite, Kapitalvolumen).
Der Hauptteil behandelt die rechtlichen Grundlagen der Vermögensverwaltung, die spezifische Besteuerung von Dividenden und Veräußerungsgewinnen in einer GmbH und vergleicht diese mit den steuerlichen Gegebenheiten für Privatanleger.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie vermögensverwaltende GmbH, Aktien, § 8b KStG, Thesaurierung und Steuerbelastung geprägt.
Da eine GmbH jährliche Fixkosten für Buchhaltung und Jahresabschluss verursacht, müssen die steuerlichen Vorteile, die sich aus der reinvestierten Thesaurierung ergeben, diese Kosten übersteigen, was bei geringem Kapital oft nicht der Fall ist.
Ja, da Veräußerungsgewinne bei Wachstumsaktien in der GmbH steuerbegünstigt sind, während Dividendenerträge bei der späteren Ausschüttung an den Gesellschafter einer zusätzlichen Steuerbelastung unterliegen können.
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