Bachelorarbeit, 2021
49 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung
2 Grundlagen: Stakeholder und CSR
2.1 Stakeholder-Theorie
2.2 Corporate Social Responsibility
2.3 CSR-Management mit Stakeholder- und Strategie-Bezug
3 Die deutsche Bankenlandschaft
3.1 Die drei Säulen im deutschen Bankensystem
3.1.1 Geschäftsbanken
3.1.2 Sparkassen
3.1.3 Genossenschaftsbanken
3.2 Unterschiede in den Anspruchsgruppen des deutschen Bankensystems
3.3 Aktuelle Herausforderungen in der deutschen Bankenlandschaft im Stakeholder-Kontext
4 Vergleich der Berichterstattung zur Nachhaltigkeit
4.1 Nachhaltigkeit und Berichtstandards deutscher Banken
4.2 Grundlagen zum Vergleich der Nachhaltigkeitsberichte
4.3 Vergleich der Nachhaltigkeitsberichte
4.3.1 Betrieblicher Umweltschutz
4.3.2 Nachhaltigkeit im Kerngeschäft
4.3.3 Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmern
4.3.4 Corporate Governance
4.3.5 Soziale Verantwortung
5 Diskussion
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, anhand aktueller Herausforderungen Unterschiede im CSR-Management zwischen den drei Institutsgruppen des deutschen Bankensystems (Geschäftsbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken) aufzuzeigen und zu begründen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit sich Kreditinstitute in der Wahrnehmung ihrer sozialen Verantwortung unterscheiden und welchen Einfluss die spezifische Ausgestaltung des deutschen Bankensystems sowie die Stakeholder-Orientierung darauf haben.
3.1.2 Sparkassen
Die zweite Säule des deutschen Bankensystems bildet die Sparkassenfinanzgruppe, zu der neben 377 Sparkassen, fünf Landesbanken und der DekaBank als Wertpapierhaus auch zahlreiche andere Finanzdienstleister wie die Deutsche Leasing gehören (Deutsche Bundesbank, 2021, S. 104-107). Hauptmerkmale der Sparkassen sind die dezentrale Organisationsform der einzelnen Institute in Verbänden sowie ihre Rechtsform, in der öffentliche Träger als Eigentümer fungieren (Schmidt, 2018, S. 1-6).
Schon die erste Sparkasse wurde 1801 in Göttingen nach diesen Prinzipien gegründet, um, im Gegensatz zu den Geschäftsbanken, Finanzdienstleistungen für die breite Bevölkerung anzubieten. Zahlreiche Landkreise und Städte folgten dem Beispiel, wodurch sich das Regionalprinzip entwickelte, nach dem die Sparkassen lediglich im Gebiet ihres jeweiligen Trägers agieren. Neben den öffentlich-rechtlichen Sparkassen bestehen sog. freie Sparkassen, welche oftmals als Aktiengesellschaft organisiert und bspw. im Besitz einer Landesbank sind. Im Zuge der gestiegenen Anforderungen des Finanzmarktes haben die Sparkassen ihre Geschäftsfelder in der Vergangenheit zunehmend erweitert, sodass auch Sparkassen als Universalbanken bezeichnet werden können (Stiele, 2008, S. 30-32).
Die regionalen Sparkassen sind jeweils an eine der Landesbanken angeschlossen. Auch die Landesbanken sind als öffentlich-rechtliche Institute oder als Aktiengesellschaft organisiert, wobei Bundesländer, andere Landesbanken oder Verbände der Sparkassenorganisation die Eigentümer darstellen. Landesbanken übernehmen für die regionalen Sparkassen Zentralbankfunktionen und agieren für die beteiligten Bundesländern als Hausbank.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen im Bankensektor ein und begründet die Relevanz von Stakeholder-Theorie und CSR für das deutsche Bankensystem.
2 Grundlagen: Stakeholder und CSR: Es werden die theoretischen Konzepte der Stakeholder-Theorie und Corporate Social Responsibility erläutert sowie deren Bedeutung für das strategische Management von Unternehmen herausgearbeitet.
3 Die deutsche Bankenlandschaft: Dieses Kapitel beschreibt das Drei-Säulen-Modell der deutschen Banken, analysiert die spezifischen Anspruchsgruppen und diskutiert aktuelle Herausforderungen wie Kostendruck und Regulatorik.
4 Vergleich der Berichterstattung zur Nachhaltigkeit: Hier erfolgt eine methodische Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsberichten und Wesentlichkeitsmatrizen, gefolgt von einem detaillierten Vergleich der strategischen Schwerpunkte verschiedener Banken.
5 Diskussion: Die Ergebnisse aus dem Vergleich der Nachhaltigkeitsberichte werden interpretiert, wobei insbesondere die Unterschiede zwischen der Stakeholder-Orientierung der Sparkassen/Genossenschaftsbanken und der Shareholder-Orientierung der Geschäftsbanken diskutiert werden.
Stakeholder-Theorie, Corporate Social Responsibility, CSR, deutsches Bankensystem, Drei-Säulen-Modell, Nachhaltigkeitsbericht, Wesentlichkeitsmatrix, Geschäftsbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Shareholder-Value, Stakeholder-Value, strategisches Management, Bankensektor, nichtfinanzielle Berichterstattung
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Kreditinstitute ihrer gesellschaftlichen Verantwortung (CSR) gerecht werden und ob sich dabei Unterschiede zwischen den verschiedenen Institutsgruppen – Geschäftsbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken – feststellen lassen.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche betrieblicher Umweltschutz, Nachhaltigkeit im Kerngeschäft, Verantwortung gegenüber Arbeitnehmern, Corporate Governance sowie allgemeine soziale Verantwortung.
Das Ziel ist es, auf Basis von Nachhaltigkeitsberichten Unterschiede im CSR-Management der Institutsgruppen aufzuzeigen und zu begründen, wobei der Einfluss der spezifischen Rechtsformen und Strategien auf die Stakeholder-Wahrnehmung im Zentrum steht.
Der Autor nutzt einen deskriptiven und vergleichenden Ansatz, bei dem die Wesentlichkeitsmatrizen aus den Nachhaltigkeitsberichten von 15 ausgewählten Kreditinstituten analysiert, kategorisiert und in Vergleichsmatrizen gegenübergestellt werden.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Stakeholder-Ansatz, CSR) gelegt und das deutsche Drei-Säulen-Bankensystem beschrieben. Daran schließt sich der empirische Teil an, in dem die Nachhaltigkeitsberichterstattung anhand von fünf Kernschwerpunkten systematisch verglichen wird.
Die wichtigsten Begriffe sind Stakeholder-Theorie, Corporate Social Responsibility (CSR), Drei-Säulen-Modell, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Wesentlichkeitsmatrix und der Vergleich von Shareholder- vs. Stakeholder-Value.
Die Unterscheidung erklärt die unterschiedlichen strategischen Prioritäten: Während Geschäftsbanken traditionell stärker auf Profitmaximierung für Anteilseigner (Shareholder) ausgerichtet sind, haben Sparkassen und Genossenschaftsbanken durch ihre Rechtsform und öffentliche Trägerschaft ein stärkeres Mandat für die Förderung der Region und ihrer Mitglieder (Stakeholder).
Die Wesentlichkeitsmatrizen dienen als methodisches Werkzeug, um die Einschätzung der Relevanz verschiedener Nachhaltigkeitsthemen sowohl aus Sicht des Unternehmens als auch aus Sicht der Stakeholder grafisch darzustellen und so vergleichbar zu machen.
Die Arbeit stellt fest, dass Sparkassen und Genossenschaftsbanken tendenziell eine höhere Bedeutung der sozialen Verantwortung in ihrer Strategie verankern. Dennoch wird bei allen Instituten eine zunehmende Bedeutung von CSR erkannt, um im umkämpften Bankenmarkt strategische Vorteile zu generieren.
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