Masterarbeit, 2016
88 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Digitalisierung
2.2 Familienunternehmen
2.2.1 Das Familienunternehmen
2.2.2 Konfliktfelder in Familienunternehmen
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Digitale Reife von Unternehmen
3.1.1 Digitale Transformation
3.1.2 Dimensionen der digitalen Reife
3.1.3 Das Modell der digitalen Reife
3.2 Die Gestaltung des digitalen Wandels im Unternehmen: Der Change Leader als Ansatz zur Steuerung digitaler Transformation
3.2.1 Change Management
3.2.2 Change Agent und Change Leader
4 Empirische Analyse
4.1 Verwendete Daten
4.2 Operationalisierung
4.2.1 Operationalisierung der verwendeten Variablen
4.2.2 Operationalisierung des Modells der digitalen Reife
4.3 Empirische Ergebnisse
4.3.1 Die Digitalisierung aus der Sicht der Familienunternehmer
4.3.2 Die digitale Reife von Familienunternehmen
4.3.3 Die Digitalisierung als Konfliktpotential in Familienunternehmen
5 Diskussion
5.1 Status Quo Digitalisierung: Wo stehen deutsche Familienunternehmen?
5.2 Strategie gewinnt- aber was noch?
5.3 Digitalisierung als ein Treiber generationeller Konflikte?
5.4 Der Nachfolger als Change Leader - kann das funktionieren? Change Leader in Familienunternehmen
5.5 Limitation und Ausblick
6 Call to Action: Was Familienunternehmer jetzt tun müssen
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert den Status Quo der digitalen Reife in deutschen Familienunternehmen und untersucht das Spannungsfeld zwischen Transformationsprozessen und generationellen Konflikten innerhalb dieser Unternehmen. Ziel ist es, zu ermitteln, ob die Digitalisierung als Konflikttreiber zwischen den Generationen agiert und welche Rolle der Nachfolger als Change Leader einnehmen kann.
3.2.1 Change Management
Die Analyse, wie Unternehmen mit sich wandelnden Umweltfaktoren umgehen, ist eine der grundlegendsten der klassischen Betriebswirtschaftslehre. Unternehmen sind stets eingebettet in ein Spannungsfeld aus Stabilität und Veränderung, da sie einerseits Routine und die Systematisierung von Prozessen anstreben, aber andererseits auf sich ändernde Umstände reagieren müssen (vgl. Steinmann et al. 2013: 466ff.). Um zu erklären, wie Unternehmen in diesem Spannungsfeld überleben können, wurde sich schon früh in den Wirtschaftswissenschaften mit der Frage beschäftigt, wie Management und Organisationsgestaltung zusammenwirken. Einige der gängigsten Theorien der Managementlehre sind dabei der Scientific Management Ansatz (vgl. Kieser/Ebers 2006: 37ff.), der Human Relation Ansatz (vgl. Sherm/Pietsch 2007) sowie die Systemtheorie (vgl. Luhmann 2011: 11) und der situative Ansatz (vgl. Kieser/Ebers 2006: 215). Dabei ging es stets darum, das Unternehmen als Gebilde zu verstehen und Wirkungsmechanismen auszumachen, die den Erfolg des Unternehmens sicherstellen. Dabei wirkte das Management auf das Unternehmen so ein, dass es auf Veränderungen vorbereitet ist und wettbewerbsfähig bleibt. Unternehmen können langfristig nur bestehen, sofern ihre Fähigkeit zur Veränderung stark genug ist, um auf den Wandel der Umwelt – z.B. die zunehmende Digitalisierung – zu reagieren (vgl. Doppler et al. 2011: 19). Dabei wurden Wandelprozesse durch das Management lange Zeit klassisch als planerisches Problem betrachtet nach dem Prinzip Planung, Realisation und Kontrolle (vgl. Steinmann/Schreyögg 2013: 435).
Die neueren Ansätze hingegen sind überzeugt, dass Wandel kein Projekt ist, welches abgeschlossen sein kann. So besteht Einigkeit darüber, dass Wandel als stetiger Prozess anzusehen ist und damit permanent gepflegt werden will (vgl. Steinmann/Schreyögg 2013: 447ff.).
Ein spezieller Forschungsbereich, der sich dabei auf Wandel in Organisationen mit starkem Fokus auf den Faktor Mensch beschäftigt ist das Change Management.
Im Wandeldiskurs oder auch Change Management von Organisationen sind bis heute verschiedene Konzepte entwickelt worden. Generell basiert Change Management auf Wissensbausteinen verschiedener Forschungsdisziplinen (z.B. Psychologie, Soziologie, Volks- &Betriebswirtschaftslehre) und es konnte sich bis heute keine allgemeingültige Metatheorie herauskristallisieren (vgl. Schaecke/Müller 2003: 8). Dabei wird Change Management als Möglichkeit verstanden, durch gezielte Intervention von leitenden Organen,
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Digitalisierung für Familienunternehmen ein und stellt die Forschungsfrage nach deren digitaler Fitness sowie den Einfluss generationeller Konflikte.
2 Begriffsdefinitionen: Hier werden die zentralen Begriffe „Digitalisierung“ und „Familienunternehmen“ definiert, um ein einheitliches Verständnis für die Analyse zu schaffen.
3 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erarbeitet ein Modell zur Messung der digitalen Reife und beleuchtet Ansätze des Change Managements sowie die Rolle des Change Leaders.
4 Empirische Analyse: Die empirische Analyse präsentiert die Ergebnisse der selbst erhobenen Umfrage unter Familienunternehmern zur digitalen Transformation und Reife.
5 Diskussion: In der Diskussion werden die empirischen Befunde kritisch bewertet, in den aktuellen Forschungsstand eingebettet und Limitationen aufgezeigt.
6 Call to Action: Was Familienunternehmer jetzt tun müssen: Dieses Kapitel leitet aus den gewonnenen Erkenntnissen konkrete, stichpunktartige Handlungsempfehlungen für Familienunternehmer ab.
7 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die zentrale Forschungsfrage zum Umgang mit der digitalen Transformation.
Familienunternehmen, Digitalisierung, Digitale Transformation, Digitale Reife, Change Management, Change Leader, Generationenkonflikt, Unternehmensführung, Strategie, KMU, Digital Natives, Digital Immigrants, Organisationsentwicklung, Unternehmenskultur, Innovationsfähigkeit
Die Arbeit befasst sich mit der digitalen Transformation in deutschen Familienunternehmen und untersucht, wie diese den Wandel gestalten und welche Rolle dabei generationelle Unterschiede spielen.
Die Schwerpunkte liegen auf der digitalen Reife von Familienunternehmen, der Rolle von Change Management-Prozessen sowie den Konflikten zwischen verschiedenen Generationen im Kontext der Digitalisierung.
Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie deutsche Familienunternehmen den digitalen Wandel wahrnehmen, wie ihre digitale Reife einzustufen ist und inwiefern generationelle Unterschiede Konfliktpotentiale bei der Umsetzung digitaler Strategien bergen.
Die Arbeit basiert auf einem quantitativen Ansatz. Es wurde eine eigene Online-Umfrage unter Familienunternehmern durchgeführt, deren Ergebnisse durch Daten aus einer Quartalsumfrage des Verbandes „Die Familienunternehmer“ gestützt und durch theoretische Modelle (wie ein Modell zur Messung der digitalen Reife) operationalisiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen, Change Management Konzepte) und eine empirische Analyse, in der Daten zur Wahrnehmung der Digitalisierung, zur digitalen Reife und zu Konfliktlinien innerhalb von Familienunternehmen ausgewertet werden.
Wichtige Begriffe sind Familienunternehmen, Digitalisierung, Change Leader, digitale Reife, Generationenkonflikt und Organisationswandel.
Die Ergebnisse zeigen, dass jüngere Generationen (Nachfolger) der Digitalisierung tendenziell positiver gegenüberstehen und sie als Chance begreifen, während ältere Generationen (Senioren) teilweise skeptischer sind, was zu unterschiedlichen Auffassungen bei der Zielsetzung führen kann.
Der Change Leader agiert als treibende Kraft, die nicht nur Visionen entwickelt, sondern die notwendigen digitalen Veränderungen operativ und strategisch vorantreibt. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Rolle des Change Leaders bei den Nachfolgern gut aufgehoben ist, sofern diese vom Senior als Sponsor unterstützt werden.
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