Bachelorarbeit, 2021
66 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Der Begriff Stress
2.1.1. Stressoren
2.1.2. Eustress und Disstress
2.1.3. Akuter und chronischer Stress
2.2. Die physiologische Stressreaktion
2.2.1. Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinde-Achse
2.2.2. Das autonome Nervensystem
2.2.3. Sympathikus: das Leistungssystem
2.2.4. Parasympathikus: das Ruhesystem
2.2.5. Das Zusammenwirken von Sympathikus und Parasympathikus
2.3. Herzratenvariabilität
2.3.1. Modulatoren
2.3.2. Physiologische Grundlagen
2.3.3. Parameter
2.3.4. Modifizierende Einflussfaktoren
2.3.5. Akuter Stress
2.3.6. Ausdauertraining
2.4. Hochintensives Intervalltraining
2.4.1. Hochintensives Intervalltraining und die Herzratenvariabilität
2.5. Cross-Stressor-Adaptions-Hypothese
2.5.1. Stressreaktivität und die Stressregeneration
2.5.2. HRV-Stressregeneration und HRV-Stressreaktivität
2.6. Emotionale Impulsivität
2.7. Herleitung der Fragestellung und der Hypothesen
3. Methode
3.1. Stichprobenbeschreibung
3.2. Screening-Verfahren
3.2.1. Erste Phase des Screening-Verfahrens
3.2.2. Feeling Trigger Action
3.2.3. Zweite Phase des Screening-Verfahrens
3.2.4. Spiroergometrie
3.2.5. Randomisierung
3.3. Intervention
3.3.1. Hochintensives Intervalltraining
3.3.2. Aktive Kontrollgruppe
3.4. Trier Social Stress Test
3.5. Stressmessung mittels Elektrokardiografie
3.6. Statistische Analyse
4. Ergebnisse
4.1. Manipulationscheck des VO2peak
4.2. Erste Hypothese
4.3. Zweite Hypothese
5. Diskussion
5.1. Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2. Interpretation und Einordnung der Ergebnisse
5.2.1. Steigerung der Parasympathikus-Aktivität durch das HIIT (Hypothese 1)
5.2.2. HRV-Stressregeneration und CSA- Hypothese (Hypothese 2)
5.3. Stärken und Limitationen der „NoSTRESS-Studie“
5.3.1. Stärken
5.3.2. Limitation
5.4. Weiterer Forschungsbedarf
5.5. Fazit
Diese Arbeit untersucht, wie sich ein achtwöchiges, hochintensives Intervalltraining (HIIT) im Vergleich zu einem Dehntraining auf den Entspannungsgrad und die Stressregeneration von emotional impulsiven Personen auswirkt. Hierbei steht die Messung der Herzratenvariabilität (HRV), speziell des Parameters RMSSD, nach einer akuten Stressinduktion mittels Trier Social Stress Test (TSST) im Fokus, um die Cross-Stressor-Adaptions-Hypothese zu überprüfen.
2.4. Hochintensives Intervalltraining
Das HIIT ist eine Form des Ausdauertrainings und besteht aus sich abwechselnden kurzen intensiven Belastungsphasen und niedrigen intensiven Erholungsphasen (Zinner & Sperlich, 2019). Durch die Phasen niedriger Intensität kann die trainierende Person einen längeren Zeitraum mit hoher Intensität trainieren (Gormley et al., 2008; Iaia et al., 2009). So können in kürzerer Trainingszeit vergleichbare bzw. höhere zentrale und periphere Trainingsanpassungen hervorgerufen werden, als im Vergleich zum niedrig intensiven Grundlagenausdauertraining (Zinner & Sperlich, 2019). Studien zeigen, dass es im Durchschnitt zwei und neun Wochen dauert, um signifikante Verbesserungen im aeroben und anaeroben Bereich zu erzielen (Sperlich et al., 2013). Zu den Trainingsanpassungen von HIIT gehört die Ausdauerleistungsverbesserung der Muskulatur (Ferrauti, 2020). Die Aktivität des SAM-Systems ist bei körperlicher Maximalbelastung am höchsten (Gerber, 2008).
„Bei Ausdauerbelastungen nimmt bei konstanter moderater Intensität die Noradrenalin- und Adrenalinkonzentration linear zu, wenn ein Minimum an Muskelmasse aktiviert ist. Mit zunehmender Intensität, d.h. ab etwa 50-60% der VO2max, erfolgt schließlich ein exponentieller Anstieg des Noradrenalin- und Adrenalinhalts.“ (Gerber, 2008, p. 170)
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Stressproblematik ein, erläutert die physiologische Bedeutung des autonomen Nervensystems sowie der Herzratenvariabilität und stellt das HIIT als Trainingsmethode im Kontext der untersuchten Forschungsfrage vor.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Stress, der physiologischen Stressreaktion, der Herzratenvariabilität, HIIT, der Cross-Stressor-Adaptions-Hypothese und emotionaler Impulsivität detailliert beschrieben und die Hypothesen der Arbeit abgeleitet.
3. Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign der randomisierten „NoSTRESS-Studie“, inklusive der Stichprobenbeschreibung, der Screening-Verfahren, der durchgeführten HIIT-Intervention sowie des Ablaufs des Trier Social Stress Test (TSST) und der statistischen Auswertung.
4. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die statistischen Ergebnisse der Studie präsentiert, unterteilt in den Manipulationscheck des VO2peak sowie die Überprüfung der ersten und zweiten Hypothese anhand der erhobenen Daten.
5. Diskussion: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, ordnet diese wissenschaftlich ein, beleuchtet die Stärken und Limitationen der Studie, formuliert weiteren Forschungsbedarf und zieht ein abschließendes Fazit.
Herzratenvariabilität, HRV, HIIT, Hochintensives Intervalltraining, Stressregeneration, Stressreaktivität, RMSSD, Emotionale Impulsivität, Cross-Stressor-Adaptions-Hypothese, TSST, Trier Social Stress Test, Ausdauertraining, Autonomes Nervensystem, Sportmedizin, Stressforschung.
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss ein achtwöchiges hochintensives Intervalltraining (HIIT) auf den Entspannungsgrad und die Stressregeneration bei Personen mit hoher emotionaler Impulsivität hat.
Die zentralen Themen umfassen die physiologische Stressphysiologie, die Herzratenvariabilität (HRV) als Messinstrument, die Auswirkungen von HIIT im Vergleich zu einem Dehnprogramm sowie die psychologische Komponente der emotionalen Impulsivität.
Das Ziel ist zu prüfen, ob HIIT zu einer verbesserten Stressregeneration und einem höheren Entspannungsgrad (gemessen am RMSSD-Parameter) nach einer akuten Stressbelastung beiträgt und ob dies die CSA-Hypothese stützt.
Es wurde eine randomisierte, kontrollierte Studie („NoSTRESS-Studie“) durchgeführt, bei der Teilnehmer einer HIIT- oder einer Dehngruppe zugeteilt wurden, um HRV-Daten vor und nach einem Trier Social Stress Test (TSST) zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Stress- und HRV-Parameter, eine detaillierte methodische Beschreibung des Studiendesigns und der Intervention sowie die statistische Auswertung und Diskussion der gewonnenen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Herzratenvariabilität (HRV), HIIT, RMSSD, Stressregeneration, Stressreaktivität, Cross-Stressor-Adaptions-Hypothese, emotionale Impulsivität und Trier Social Stress Test (TSST).
Der RMSSD gilt als valider Parameter für Kurzzeitmessungen und ist ein spezifisches Maß für die parasympathische Aktivität, was Rückschlüsse auf die Erholungsfähigkeit des Organismus nach Stress ermöglicht.
Während das HIIT die Ausdauerleistungsfähigkeit (VO2peak) erwartungsgemäß steigerte, konnten im Hinblick auf die untersuchten HRV-Parameter (RMSSD) keine signifikanten Verbesserungen der Stressregeneration im Vergleich zur Kontrollgruppe nachgewiesen werden.
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