Diplomarbeit, 2003
119 Seiten, Note: Gut
1. Einleitung
2. Begriffserklärung
2.1 Allgemeine Begriffserklärung
2.1.1 Event-Marketing
2.1.2 Imagetransfer
2.1.3 Kommerz
2.1.4 Management
2.1.5 Marketing
2.1.6 Marketingmix
2.1.7 Mäzen
2.1.8 Ökonomie
2.1.9 Sponsoring
2.1.10 Werbung
2.1.11 Wirtschaftlichkeitsprinzip
2.2 Verbindung zum Sport
2.2.1 Sport als Kommunikationsinstrument
2.2.2 Wirtschaftliche Effekte von Sportgroßveranstaltungen
2.2.3 Grundsystematik des Sportsponsorings
2.2.4 Sponsoring-Felder
2.2.5 Eventsponsoring
2.2.6 Sportwerbung
2.2.7 Ziele des Sportsponsorings
2.2.8 Nachteile des Sportsponsorings
3. Geschichte des Sponsorings
4. Geschichtlicher Überblick über die kommerzielle Entwicklung der Olympischen Spiele
4.1. Antike
4.2. Athen 1896
4.3 Was bedeutet eigentlich Mäzen?
4.4 Paris 1900 / St. Louis 1904
4.5 London 1908
4.6 Amsterdam 1928
4.7 Los Angeles 1932
4.8 Berlin 1936
4.9 1958
4.10 Rom 1960
4.11 Tokio 1964
4.12 1966
4.13 Mexiko-City 1968
4.14 München 1972
4.15 Montreal 1976
4.16 1980 Neuer IOC-Präsident
4.17 IOC-Kongress Baden-Baden 1981
4.18 Los Angeles 1984
4.19 Atlanta 1996
4.20 Entwicklung der Olympischen Spiele von 1896 bis 2000
5. Die IOC-Päsidenten
5.1 Baron Pierre de Coubertin
5.2 Avery Brundage
5.3 Juan Antonio Samaranch
6. Amateursport versus Profisport
6.1 Die Regel 26
6.2 Beispiele
7. Der Fall Karl Schranz
8. Unternehmen und die Olympischen Spiele
8.1 Coca Cola
8.2 IBM
9. Olympische Spiele und die Geschichte des Fernsehens
9.1 Film und Fernsehen
9.1 Übersicht über die Kostenentwicklung der Fernsehrechte seit 1960
9.1.1 Die Regel 49
10. Olympische Spiele und die Wirtschaft
10.1 Adidas und Horst Dassler
10.2 ISL – Marketing
10.2.1 Das TOP-Programm
11. Zusammenfassung
12. Ergebnisse
13. Literaturverzeichnis
13.1 Literaturverzeichnis im Internet
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Kommerzialisierung der Olympischen Spiele, beleuchtet die Verflechtung zwischen Sport und Wirtschaft und arbeitet dabei den entscheidenden Zeitraum für den Beginn dieser Kommerzialisierung heraus.
4.18 Los Angeles 1984
Nach den „Verlust-Spielen“ von Montreal 1976 und den „Boykott-Spielen“ von Moskau 1980, die zum größten Teil vom Staat der Sowjetunion bezahlt wurden, war das Interesse möglicher Bewerberstädte, die Olympischen Spiele auszurichten nicht sehr groß. Los Angeles war die einzige Stadt, die eine Bewerbung für die Spiele 1984 beim IOC einreichte. Das kam J.A. Samaranch sehr recht. Er hatte somit ein sehr gutes Argument gegen die noch immer lautstarken Gegner der Kommerzialisierung und für Los Angeles. Das IOC musste einen Kompromiss mit dem Organisationskomitee von 1984 eingehen, da die Stadt Los Angeles die finanzielle Absicherung der Spiele, so wie es im IOC Regelwerk festgeschrieben ist, nicht garantieren konnte. Deshalb wurde die Organisation der Spiele einer Gruppe von Privatpersonen übertragen. Neben den Einnahmen aus dem Verkauf der Fernsehrechte, wollten die Organisatoren keinen staatlichen Zuschuss aus Steuergeldern. Peter Ueberroth hieß der Manager, der die Finanzierung dieser Großveranstaltung sicherte.
Das Geheimnis seines Erfolges: Die 628 Sponsoren von Montreal, die zusammen nur rund 7 Millionen Dollar einbrachten, kürzte er auf 34 Sponsoren für Los Angeles. Im Gegenzug erhöhte Ueberoth allerdings die Barleistung auf 4 bis 13 Millionen Dollar je Sponsor. Damit erwirtschafteten die erstmals privat organisierten Olympischen Spiele einen Überschuss von 215 Millionen Dollar, die laut IOC Statuten wieder in den Sport zu fließen hatten. In einem Streit zwischen dem IOC und dem NOK der USA setzten sich schließlich die Amerikaner durch, die das Geld für sich beanspruchten. Dieser Streit ist ein Indiz dafür, dass das IOC unter der Führung Samaranchs, nach einer Möglichkeit suchte, die Vermarktung der olympischen Spiele selbst in die Hand zu nehmen.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der Kommerzialisierung der Olympischen Spiele ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Beginn dieser Entwicklung.
2. Begriffserklärung: Es werden grundlegende wirtschaftliche Fachbegriffe definiert und deren Anwendung im Kontext des Sports erläutert.
3. Geschichte des Sponsorings: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Sponsoringbegriffs von den Anfängen der Schleichwerbung bis hin zum professionellen Sponsoring nach.
4. Geschichtlicher Überblick über die kommerzielle Entwicklung der Olympischen Spiele: Ein detaillierter, chronologischer Rückblick auf die Entwicklung der Spiele und deren wirtschaftliche Meilensteine.
5. Die IOC-Päsidenten: Porträts der einflussreichen IOC-Präsidenten Coubertin, Brundage und Samaranch und deren jeweilige Rolle in der olympischen Geschichte.
6. Amateursport versus Profisport: Untersuchung der historischen Dichotomie zwischen Amateurismus und Professionalismus im Sport.
7. Der Fall Karl Schranz: Analyse des Ausschlusses von Karl Schranz als prominentes Beispiel für die Konflikte rund um den Amateurparagraphen.
8. Unternehmen und die Olympischen Spiele: Darstellung der Partnerschaften mit Firmen wie Coca-Cola und IBM.
9. Olympische Spiele und die Geschichte des Fernsehens: Analyse der Bedeutung des Fernsehens und der Medienrechte für die finanzielle Basis der Olympischen Spiele.
10. Olympische Spiele und die Wirtschaft: Beleuchtung der strategischen Zusammenarbeit mit Adidas und der Entstehung des TOP-Programms.
11. Zusammenfassung: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse über die Entwicklung der olympischen Bewegung.
12. Ergebnisse: Beantwortung der Forschungsfrage durch Zusammenführung der historischen Ereignisse und Entwicklungen.
Olympische Spiele, Kommerzialisierung, Sponsoring, IOC, Fernsehrechte, Samaranch, Horst Dassler, Karl Schranz, Amateurismus, Professionalisierung, TOP-Programm, Marketing, Sportökonomie, Sportmanagement, Vermarktung.
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der kommerziellen Vermarktung der Olympischen Spiele und untersucht, wie sich die olympische Bewegung zu einem ökonomischen Faktor entwickelte.
Zentrale Themen sind die Geschichte des Sportsponsorings, der Einfluss von Fernsehrechten, der Wandel vom Amateursport zum Profitum sowie die Rolle einflussreicher Funktionäre und Industrieller.
Die Arbeit stellt die Frage, ab welchem Zeitpunkt man von einer tatsächlichen Kommerzialisierung der Olympischen Spiele sprechen kann und welche Ereignisse diesen Prozess maßgeblich beeinflussten.
Der Autor nutzt die historisch-hermeneutische Forschungsmethode, um vergangene Ereignisse zu analysieren, zu interpretieren und Hypothesen zu verifizieren.
Der Hauptteil behandelt chronologisch die Entwicklung der Spiele, die Rolle der IOC-Präsidenten, den Wandel der Amateurregeln sowie die Rolle spezifischer Unternehmen wie Coca-Cola, IBM und Adidas.
Wesentliche Begriffe sind Olympische Spiele, Kommerzialisierung, Sportmarketing, Amateurismus, Fernsehrechte und das IOC.
Der Fall Schranz verdeutlichte die veraltete und zunehmend unhaltbare Haltung des IOC zum Amateurstatus und gilt als Vorbote für die spätere Zulassung von Profisportlern.
Horst Dassler gilt als Wegbereiter der modernen Sportvermarktung und maßgeblicher Initiator des TOP-Programms, das die Finanzierung der Olympischen Spiele professionalisierte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

