Bachelorarbeit, 2021
52 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 DIE BLACK LIVES MATTER-BEWEGUNG IN DEN SOZIALEN MEDIEN
3 KOLLEKTIVES VERHALTEN
3.1 Begriffsklärung: Identität
3.1.1 Die Soziale Identität
3.2 The Social Identity Model of Collective Action (SIMCA)
3.2.1 Politisierte Kollektive Identität (PCI)
3.2.2 Ungerechtigkeit und Emotionen
3.2.3 Wirksamkeit
3.3 Soziale Vernetztheit
3.4 Einflüsse auf kollektives Verhalten I
4 POPULARITÄT UND KOLLEKTIVES VERHALTEN
4.1 Popularitätshinweise
4.2 Impression Management
4.3 Einflüsse auf kollektives Verhalten II
5 METHODE
5.1 Studiendesign und Stichprobe
5.2 Treatment und Fragebogen
5.3 Messung der zentralen Konstrukte
6 ERGEBNISSE
7 DISKUSSION, AUSBLICK UND LIMITATIONEN
8 ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit soziale Faktoren wie Identität und Popularität die Bereitschaft von jungen Menschen beeinflussen, sich im Rahmen der Black Lives Matter-Bewegung online oder offline kollektiv zu engagieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob eine saliente Ingroup-Identität oder eine hohe Popularität von Inhalten die Handlungsbereitschaft steuern und ob Motive wie Impression Management oder soziale Vernetztheit als Moderatoren wirken.
3.1 Begriffsklärung: Identität
„Identity is our understanding of who we are and who other people are […]” (van Stekelenburg & Klandermans, 2013, S. 890).
Die Identität ist ein komplexes und vielfältiges Phänomen (Priante, Ehrenhard, van den Broek & Need, 2017, S. 2649). Grundlegend geben uns Identitäten die Möglichkeit zu verstehen, was uns und was andere Menschen ausmacht (van Stekelenburg & Klandermans, 2013, S. 890).
Es ist wichtig anzumerken, dass es verschiedene Arten von Identitäten gibt. Beispielsweise verfügt jeder Mensch über eine persönliche Identität, die auf den eigenen internalisierten Einstellungen und Meinungen basiert (Priante et. al, 2017, S. 2649). Weiterhin können Menschen ihre Ansichten, beruhend auf sozialen und kollektiven Identitäten, konstruieren, welche außerdem Einfluss auf ihr Verhalten nehmen können (van Stekelenburg & Klandermans, 2013, S. 890). Auch kollektives Verhalten gründet oftmals auf der sozialen und/oder kollektiven Identifikation mit einer bestimmten Gruppe (ebd., S. 890).
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Online-Aktivismus im Kontext von Black Lives Matter und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Einflüsse von Identität und Popularität auf das kollektive Handeln.
2 DIE BLACK LIVES MATTER-BEWEGUNG IN DEN SOZIALEN MEDIEN: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehungsgeschichte der Bewegung nach und analysiert die Rolle sozialer Medien bei ihrer globalen Verbreitung und der Ausprägung von Online-Aktivismus.
3 KOLLEKTIVES VERHALTEN: Hier werden theoretische Grundlagen des kollektiven Verhaltens, insbesondere das Social Identity Model of Collective Action (SIMCA), sowie die Konzepte Identität und soziale Vernetztheit detailliert erläutert.
4 POPULARITÄT UND KOLLEKTIVES VERHALTEN: Dieses Kapitel widmet sich der Wirkung von Popularitätshinweisen und der Theorie des Impression Managements als alternative Erklärungsansätze für kollektive Handlungstendenzen.
5 METHODE: Die Methodik beschreibt das experimentelle Design, die Stichprobenzusammensetzung sowie die Operationalisierung der zentralen Konstrukte und das angewandte Treatment.
6 ERGEBNISSE: Hier werden die Ergebnisse der statistischen Analysen dargestellt, die aufzeigen, inwieweit die aufgestellten Hypothesen durch die empirischen Daten gestützt oder abgelehnt werden.
7 DISKUSSION, AUSBLICK UND LIMITATIONEN: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Lichte der Theorie, diskutiert die Grenzen der Studie und bietet einen Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.
8 ZUSAMMENFASSUNG: Die Arbeit schließt mit einer knappen Rekapitulation der wichtigsten Erkenntnisse zur fehlenden signifikanten Wirkung der identitätsbasierten Manipulation und den beobachteten Tendenzen bei Impression Management und Vernetztheit.
Black Lives Matter, Kollektives Verhalten, Soziale Identität, Online-Aktivismus, Popularitätshinweise, SIMCA, Impression Management, Soziale Vernetztheit, Gruppenwirksamkeit, Ungerechtigkeit, Politische Partizipation, Soziale Medien, Bandwagon-Effekt, Experimentelle Sozialforschung, Kollektive Handlungsbereitschaft.
Die Arbeit untersucht, welche sozialen Faktoren – insbesondere die eigene Identität und die Popularität von Inhalten in sozialen Medien – die Bereitschaft beeinflussen, sich für die Black Lives Matter-Bewegung zu engagieren.
Die Arbeit fokussiert sich auf das Spannungsfeld zwischen Online-Aktivismus und klassischem Offline-Engagement, wobei psychologische Konzepte wie soziale Identität, Gruppenwirksamkeit und Impression Management im Vordergrund stehen.
Das Hauptziel besteht darin herauszufinden, ob die Kritik an einer scheinbaren Unverbindlichkeit von Online-Aktivismus empirisch belegbar ist und welche Mechanismen die Bereitschaft zu mehr oder weniger aufwändigem kollektivem Handeln steuern.
Es wurde ein faktorielles Online-Experiment (between-subject design) durchgeführt, bei dem Probanden unterschiedliche Stimuli (hinsichtlich Identität und Popularität) ausgesetzt wurden, um Kausalzusammenhänge zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über kollektives Verhalten und Popularitätseffekte, die methodische Beschreibung der Datenerhebung sowie die detaillierte Auswertung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Black Lives Matter, kollektives Verhalten, soziale Identität, Popularitätshinweise (Bandwagon-Effekt), Impression Management und soziale Vernetztheit.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die gewählte Manipulation über das Alter der Zielgruppe möglicherweise nicht ausreichte, um eine starke soziale Identität auszulösen, da bei politischen Bewegungen wie BLM eher geteilte Werte oder Erfahrungen diskriminierender Natur entscheidend sind.
Die Studie liefert Hinweise darauf, dass Personen mit einem hohen Bedürfnis nach Impression Management eher bereit sind, den risikoarmen Online-Weg zu wählen, um sich darzustellen, statt sich in bedeutungsvolleren Offline-Handlungen zu engagieren.
Die Arbeit zeigt einen signifikanten Haupteffekt: Stark vernetzte Menschen zeigen eine höhere allgemeine Bereitschaft für kollektives Verhalten, unabhängig davon, ob es sich um Online- oder Offline-Aktivitäten handelt.
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