Diplomarbeit, 2007
90 Seiten, Note: 1,1
1 Problemstellung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Steuerung eines Systems
1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Begriffs- und Bezugsrahmen
2.1 Dienstleistungs-Management
2.1.1 Dienstleistungs-Management im Krankenhaus
2.1.2 Controlling
2.1.3 Qualitätsmanagement und Qualitätssteuerung
2.2 Operationsdienst als Dienstleister im OP-Bereich
2.2.1 Spezifische Eigenschaften des Operationsdienstes
2.2.2 Implikationen der Dienstleistungscharakteristika
2.2.3 Externe Einflussfaktoren
2.2.4 Defizite, Probleme und interne Einflussfaktoren
2.3 Modell von Donabedian
2.4 Modell von Parasuraman, Zeithaml und Berry
2.5 Modell von Güthoff
2.6 Finanzwirtschaftliche Aspekte
3 Erhebungsmethoden und Erhebungsinstrumente
3.1 Grundproblematik bei der Erhebung von Qualitätsmerkmalen
3.2 Diskussion ausgewählter Erhebungsmethoden und -instrumente
4 Entwicklung einer Bereichs-Qualitäts-Scorecard
4.1 Balanced Scorecard-Grundlagen
4.2 Ableitung strategischer Ziele
4.3 Aufbau von Ursache-/Wirkungsbeziehungen
4.4 Auswahl der Kennzahlen und Zielwertfestlegung
4.5 Bestimmung strategischer Aktionen
4.6 Realisierung der Entwicklungsschritte
5 Implementierung der Balanced Scorecard
6 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer Bereichs-Qualitäts-Scorecard, um die Dienstleistungsqualität im Operationsdienst einer Klinik systematisch zu steuern, messbar zu machen und kontinuierlich zu verbessern.
2.2.1 Spezifische Eigenschaften des Operationsdienstes
Zum OD in der Musterklinik zählen Pflegekräfte verschiedener Berufszweige. Darunter befinden sich Hilfskräfte, examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger/ -innen mit oder ohne OP-Fachweiterbildung oder OP-Technische-Assistenten. Bei einer eindimensionalen Betrachtung repräsentiert der OD eine personenbezogene Dienstleistung (vgl. CORSTEN 1997: 35), die als „Support Service“ (vgl. Witt 1985: 167; BRUHN 1999: 541) fungiert, damit der Chirurg operieren kann und seine Tätigkeit erleichtert wird.
Das Spektrum an Leistungen des OD ist äußerst komplex und umfasst viele berufsspezifische Aufgaben „[...] während der prä-, intra- und postoperativen Phase“ (DBFK 2006: 8 ff.; Abb. 6, S. 41). Die Patientenlagerung oder das Anreichen von Instrumenten sind typische Leistungen (vgl. ebd.: 12 ff.; vgl. Anl. 1, S. 78 - 79). Der OD ist ein „interner“ Dienstleister, bei dem „interne Merkmale“ bzgl. der Qualitätssteuerung zu beachten sind (siehe auch 3.1, S. 42):
(1) Die Kunden-Lieferanten-Beziehungen sind zumeist beständig (vgl. BRUHN 1999: 547). (2) Zwischen Kunden und Lieferant existiert „[…] ein beiderseitiges Abhängigkeitsverhältnis [..]“ (ebd.: 547) aufgrund eines Arbeitsvertrages (vgl. ebd.: 547) oder wenn der interne Kunde zugleich ein Vorgesetzter des Lieferanten ist. (3) Der Lieferant hat oft ein Monopol (vgl. KÜNZEL 1999: 93 f.) „[…] aufgrund technischer und/oder ökonomisch-organisatorischer Restriktionen des externen Fremdbezugs […]“ (WITT 1985: 163). (4) Die Organisationsstellung des Lieferanten fungiert als Abteilung ohne Anweisungsbefugnis. (5) Die Lieferantenleistung ist eine wichtige Voraussetzung für den internen Kunden um ein Produkt nach außen anbieten zu können. (6) Ferner besteht beim Lieferanten die Pflicht, Dienstleistungs-Kapazitäten vorzuhalten (vgl. ebd.: 163).
1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert den steigenden Wettbewerbs- und Kostendruck im Gesundheitswesen und begründet die Notwendigkeit einer zielorientierten Steuerung des Operationsdienstes.
2 Theoretischer Begriffs- und Bezugsrahmen: Hier werden die Grundlagen des Dienstleistungsmanagements, die Spezifika des Operationsdienstes sowie etablierte Qualitätsmodelle (Donabedian, Parasuraman, Güthoff) als Basis für die Arbeit diskutiert.
3 Erhebungsmethoden und Erhebungsinstrumente: Dieser Abschnitt erörtert die Herausforderungen bei der Messung klinischer Qualitätsmerkmale und diskutiert verschiedene Methoden zur Datenerhebung bei internen Kunden und Lieferanten.
4 Entwicklung einer Bereichs-Qualitäts-Scorecard: Den Schwerpunkt der Arbeit bildend, beschreibt dieses Kapitel Schritt für Schritt die Konzeption und Entwicklung einer spezifischen Balanced Scorecard für den Operationsdienst.
5 Implementierung der Balanced Scorecard: Hier werden die organisatorischen und strategischen Aspekte behandelt, die für eine erfolgreiche Einführung des Steuerungsinstruments im Klinikalltag notwendig sind.
6 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Anwendbarkeit der entwickelten Scorecard und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungsbedarfe.
Operationsdienst, Dienstleistungsqualität, Qualitätsmanagement, Balanced Scorecard, Prozessmanagement, Kennzahlen, Strategische Planung, Krankenhausmanagement, Kundenzufriedenheit, Personalwirtschaft, Prozessoptimierung, Qualitätssteuerung, Wissensmanagement, Risikoanalyse.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Implementierung einer Balanced Scorecard als Steuerungsinstrument, um die Qualität der Dienstleistungen im Operationsdienst einer Klinik messbar und steuerbar zu machen.
Zentrale Themen sind das Dienstleistungsmanagement im Krankenhaus, die spezielle Rolle des Operationsdienstes als interner Dienstleister, Qualitätsmessverfahren und die strategische Unternehmenssteuerung mittels Kennzahlensystemen.
Das primäre Ziel ist es, ein systematisches Modell zu entwickeln, das dem OP-Management hilft, die komplexen Anforderungen an Qualität, Wirtschaftlichkeit und Personaleinsatz durch strategisch abgeleitete Ziele und Kennzahlen besser zu beherrschen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Operationalisierung von Dienstleistungsqualität durch verschiedene Modelle, die in eine praktische Bereichs-Qualitäts-Scorecard überführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsrahmen), die Diskussion geeigneter Erhebungsmethoden und den Schwerpunkt der Entwicklung einer bereichsspezifischen Qualitäts-Scorecard inkl. Zielableitung und Ursache-/Wirkungsketten.
Wichtige Begriffe sind Operationsdienst, Qualitätsmanagement, Balanced Scorecard, Kennzahlen, Krankenhausmanagement und Prozessoptimierung.
Der Operationsdienst fungiert als komplexer "interner Dienstleister", der in ständiger wechselseitiger Abhängigkeit zu anderen Fachabteilungen steht und bei dem Qualität unmittelbar durch den direkten Kontakt mit dem externen Faktor (Patient) sowie den internen Kunden (Chirurgen) beeinflusst wird.
Das Modell von Donabedian dient als Grundlage, um Qualität in Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität zu unterteilen, was eine systematische Operationalisierung der Leistungsindikatoren für den Operationsdienst erst ermöglicht.
Das CIRS (Critical Incident Reporting System) ist für den Operationsdienst essenziell, um kritische Ereignisse systematisch zu erfassen, daraus zu lernen und Risiken durch Fehlermanagement präventiv zu minimieren.
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