Examensarbeit, 2008
25 Seiten, Note: 2,0
1 Lernvoraussetzungen
1.1 Die Klasse allgemein
1.2 Rahmenbedingungen
1.3 Arbeitsvoraussetzungen
1.4 Schülerbeschreibungen mit Zielen für die SchülerInnen
2 Sachanalyse
2.1 Inhalte der Stunde
2.1.1 Die Uhr
2.1.2 Zeiteinheiten
2.1.3 Die Minute
2.2 Konzeptionelle Überlegungen
2.2.1 Mathematik in der Sprachheilschule
2.2.2 Operationsverständnis und Repräsentationen
2.3 Experimente im Unterricht
3 Didaktische Überlegungen
3.1 Einordnung in den Bildungsplan
3.1.1 Bildungsplan für die Grundschule
3.1.2 Bildungsplan für die Schule für Sprachbehinderte
3.2 Didaktische Ziele
3.2.1 Grobziele für die Unterrichtseinheit
3.2.2 Feinziele für die beschriebene Stunde
3.3 Einbettung in den unterrichtlichen Gesamtzusammenhang
3.4 Weiterarbeit
3.5 Bedeutung des Themas für die Klasse
3.6 Mögliche Schwierigkeiten
4 Sprachheilpädagogische Überlegungen
4.1 Sprachheilpädagogische Aspekte
4.2 Sprachheilpädagogische Ziele
5 Methodische Überlegungen
5.1 Begründung der Methoden
5.2 Methodische Ziele
6 Unterrichtsverlauf
7 Anhang
7.1 Minuten-Geschichte
7.2 Laufzettel
Die Arbeit zielt darauf ab, Kindern der zweiten Klasse an einer Sonderschule ein konkretes Zeitgefühl für die Dauer einer Minute zu vermitteln, indem sie durch praktische Experimente den mathematischen Gehalt dieses Zeitraums erfahrbar machen.
2.3 Experimente im Unterricht
„Ein Experiment im Sinne der Wissenschaft ist eine methodisch angelegte Untersuchungsanordnung… Es ist eine besondere Form der Beobachtung.“ (www.wikipedia.org/wiki/Experiment). Experimente im Unterricht durchzuführen bedeutet für die SchülerInnen Primärerfahrungen. Sie begegnen der Sache direkt und erleben den Untersuchungsgegenstand unmittelbar. Gerade für SchülerInnen mit Sprachverständnisproblemen oder wenig Alltagserfahrung sind Experimente und Versuche im Unterricht unbedingt nötig, um den Lernstoff erlebbar zu machen.
Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt als Schlussfolgerung. Es werden neue Erkenntnisse gewonnen oder Hypothesen untermauert oder widerlegt. Im beschriebenen Unterricht soll auch zuerst eine Hypothese gebildet werden (die SchülerInnen schätzen), die durch genaue Messung untermauert oder widerlegt wird. Am Ende werden die Ergebnisse formuliert und verglichen.
Die SchülerInnen der Klasse 2a haben noch weinig Erfahrung mit wissenschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Experimenten gemacht. Auch in MNK hatten sie selten die Gelegenheit. Sie sind es aber gewohnt, selbst Dinge ausprobieren zu dürfen und relativ selbstständig zu arbeiten.
Die Experimente sollten so organisiert sein, dass jedes Kind beschäftigt und bei der Aufgabe dabei ist. In Partnerarbeit lassen sich Experimente durchführen, bei denen einer misst und einer die Aufgabe erledigt.
1 Lernvoraussetzungen: Darstellung der Klassenzusammensetzung, der räumlichen Rahmenbedingungen sowie der individuellen Lernvoraussetzungen und sprachlichen Kompetenzen der Kinder.
2 Sachanalyse: Definition mathematischer Zeitbegriffe, Einordnung der Zeitmessung in einen historischen Kontext und theoretische Begründung des handlungsorientierten Lernens in der Sprachheilschule.
3 Didaktische Überlegungen: Verankerung des Unterrichts im Bildungsplan, Formulierung von Grob- und Feinzielen sowie Reflexion der Alltagsrelevanz und möglicher Schwierigkeiten für die Schüler.
4 Sprachheilpädagogische Überlegungen: Fokus auf die Lehrersprache, die Verknüpfung von Sprache und Bewegung sowie spezifische Maßnahmen zur Wortschatzerweiterung im Kontext der Sprachförderung.
5 Methodische Überlegungen: Begründung der gewählten Sozialformen und Methoden, insbesondere des Stuhlkreises, der Partnerarbeit mit Laufzettel und der abschließenden Reflexionsphase.
6 Unterrichtsverlauf: Detaillierte tabellarische und beschreibende Darstellung der geplanten Unterrichtsstunde von der Begrüßung bis zur Ergebnissicherung.
7 Anhang: Bereitstellung ergänzender Materialien wie der „Minuten-Geschichte“, des Laufzettels für die Schüler sowie des Literaturverzeichnisses und Sitzplans.
Zeit, Minute, Mathematikunterricht, Sprachheilschule, Experimente, Zeitgefühl, Handlungsorientierung, Partnerarbeit, Zeiteinheiten, Sprachförderung, Stoppuhr, Sachanalyse, Didaktik, Laufzettel, Alltagsrelevanz.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und didaktischen Begründung einer Mathematikstunde für eine zweite Klasse an einer Sonderschule, in der das Zeitgefühl für die Dauer von einer Minute durch Experimente erarbeitet werden soll.
Im Zentrum stehen die Einheiten der Zeitmessung, die methodische Umsetzung von naturwissenschaftlichen Experimenten im Unterricht sowie die Förderung sprachlicher Kompetenzen im mathematischen Kontext.
Das Ziel ist es, den Schülern durch den praktischen Einsatz von Zeitmessinstrumenten ein Bewusstsein für die zeitliche Dimension einer Minute zu vermitteln und sie zur Einschätzung von Zeitspannen zu befähigen.
Es wird ein handlungsorientierter Ansatz gewählt, der auf Theorien zur kognitiven Entwicklung von Kindern (wie Piaget und Bruner) basiert und die Verbindung von konkretem Handeln und sprachlicher Reflexion betont.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse der Zeitbegriffe, didaktische Überlegungen zur Einordnung in den Bildungsplan, sprachheilpädagogische Ansätze zur Förderung der Kommunikation sowie eine detaillierte methodische Planung des Unterrichtsverlaufs.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Zeitverständnis, handlungsorientierter Mathematikunterricht, Sprachheilpädagogik und experimentelles Lernen definieren.
Da Zeit abstrakte Phasen beschreibt, fehlen den Schülern oft konkrete, greifbare Repräsentanten; die Verknüpfung von Begriffen wie "länger" oder "kürzer" mit konkreten Handlungen ist daher essenziell für das Verständnis.
Die Geschichte dient als motivationaler Einstieg, um den Kindern den abstrakten Begriff "Minute" in verschiedenen Alltagssituationen des Protagonisten Michael näherzubringen und Sprechanlässe zu schaffen.
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