Bachelorarbeit, 2020
33 Seiten, Note: 1,3
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1 Einleitung
2 Was macht einen guten Sportler aus?
3 Motivation
3.1 Definition des Begriffs Motivation
3.2 Motivation unter sportlichem Gesichtspunkt
3.3 Motivation nach Platon
4 Doping als Mittel zum Erfolg
4.1 Definition des Begriffs Doping
4.2 Gründe für Doping
4.2.1 Interne Gründe
4.2.2 Externe Gründe
4.3 Gründe gegen Doping
4.3.1 Medizinische Gründe
4.3.2 Sportpädagogische und sportphysiologische Gründe
5 Sportethik
5.1 Definition des Begriffs Moral
5.2 Ethische Ansätze
5.3 Gegenstand der Sportethik
5.4 Bewertung von Doping in Bezug auf die Moral
5.4.1 Fairness und Fairplay
5.4.2 Chancengleichheit
5.4.3 Gesundheit und medizinethische Einordnung
5.4.4 Der Geist des Sports
5.5 Bewertung von Doping nach Platon
5.6 Eigene Bewertung von Doping
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die moralische Bewertung von Doping im Sport vor dem Hintergrund der Frage, was einen Sportler als "gut" definiert. Dabei wird insbesondere geprüft, ob der Einsatz von Dopingmitteln zur Leistungssteigerung mit einem ethisch integren Sportverständnis vereinbar ist.
3.3 Motivation nach Platon
In der Antike gab es kein Wort, das das Phänomen der Motivation beschreibt. In der altgriechischen Sprache wurden verschiedene Begriffe genutzt, um diesen bestimmten Zustand zu beschreiben. Dies bedeutet nicht, dass es den Zustand der Motivation nicht gab, sondern dass man zu dieser Zeit der Auffassung war, dass es so etwas wie einen einheitlichen Begriff nicht gibt. Demnach stellt sich die Frage, was Platon unter Motivation verstanden hat. Dieser spricht im Zusammenhang mit dem Begriff der Motivation über positive Gefühle wie Lust oder Freude. Lust beschreibt ein Gefühl, das dem Körperzustand entspricht, wohingegen Freude ein Gefühl ist, das einen Geisteszustand näher beschreibt. Diese Differenzierung ist allerdings nicht entscheidend, da Platon allgemein danach fragt, wie positive Gefühle jemanden zu einem bestimmten Handeln motivieren können (vgl. Bordt 2012: 17 f.).
Michael Bordt schreibt in seiner Abhandlung Der zweifache Ursprung der Motivation bei Platon, dass die zentrale Frage in Platons Politeia sei, „ob es für einen Menschen besser ist, ehrlich und gerecht zu sein, oder ob ein Mensch in seinem Leben besser damit fährt, auch immer mal wieder ungerecht zu handeln […]“ (Ebd.: 18). Ist es einem Menschen also nur möglich das größte Glück zu erreichen, indem er absichtlich Unrecht tut? Diese Frage beantwortet Platon klar. Das Ziel der Politeia ist es aufzuzeigen, dass es für einen Menschen besser ist, ehrlich und gerecht zu leben, weil es einem schlicht und einfach besser geht, wenn man auf diese Weise lebt. Dies zielt vor allem auf den positiven Gemütszustand des Einzelnen ab, der der Antrieb für diese Lebensweise ist. Jeder Mensch will naturgemäß lieber mehr Freude und Lust empfinden als weniger. Aus diesem Grund hat der Mensch eine natürliche Motivation dazu, gerecht und ehrlich zu leben.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Leistungsdrucks im Sport ein und stellt die zentrale These auf, dass ein Sportler nur dann als "gut" zu bezeichnen ist, wenn er auf Doping verzichtet.
2 Was macht einen guten Sportler aus?: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene Perspektiven auf Sportlichkeit, die über reine Leistungsfähigkeit hinausgehen und Werte wie Fairness und Vorbildfunktion betonen.
3 Motivation: Hier werden der Begriff der Motivation definiert, dessen sportliche Bedeutung analysiert und die philosophische Einordnung durch Platon vorgenommen.
4 Doping als Mittel zum Erfolg: Das Kapitel definiert Doping, analysiert interne und externe Beweggründe für den Dopingkonsum und stellt diesen medizinische sowie sportpädagogische Gegenargumente gegenüber.
5 Sportethik: Dieses zentrale Kapitel behandelt die moralischen Grundlagen des Sports, bewertet Doping unter Aspekten wie Fairness, Chancengleichheit und Gesundheit und reflektiert das Thema durch platonische Gerechtigkeitstheorien.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass ein "guter" Sportler sich nicht allein durch Leistung, sondern durch die Einhaltung ethischer Werte definiert, womit Doping als moralisch falsch entlarvt wird.
Doping, Sportethik, Motivation, Fairness, Chancengleichheit, Leistungssport, Moral, Platon, Gesundheit, Ethos, Leistungsdruck, Sport, Integrität, Wettkampf, Gerechtigkeit
Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Bewertung von Doping und der Definition eines "guten" Sportlers unter Berücksichtigung von Leistung, Moral und Motivation.
Die zentralen Felder sind die psychologische Komponente der Motivation, die Analyse von Dopinggründen und die sportethische Auseinandersetzung mit Werten wie Fairness und Gesundheit.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, unter welchen Voraussetzungen ein Sportler moralisch als "gut" eingestuft werden kann und ob Doping diesen Anspruch widerlegt.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie einen philosophischen Diskurs, insbesondere unter Einbezug von Platons Werk "Politeia".
Der Hauptteil gliedert sich in eine motivationale Analyse, eine Doping-Typologie (Gründe dafür/dagegen) und eine umfassende sportethische Bewertung verschiedener Handlungsmaximen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Doping, Sportethik, Fairness, Chancengleichheit und die philosophische Perspektive Platons.
Platon bietet mit seiner Theorie der Gerechtigkeit und der Motivation durch positive Gefühle einen tiefgreifenden Rahmen, um die moralische Falschheit von unrechtem Handeln (wie Doping) zu begründen.
Die Goldene Regel dient als universelles Moralprinzip, um die Unzulässigkeit von Doping durch den Perspektivwechsel (Wunsch nach Fairness gegenüber anderen) nachvollziehbar zu machen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

