Bachelorarbeit, 2021
110 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Aktualität, Problemstellung sowie Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Vergleich der Entstehung von Unterschiedsbeträgen aus der Vollkonsolidierung nach HGB und IFRS
3. Vergleich der Bilanzierung von Unterschiedsbeträgen nach HGB und IFRS
3.1 Ansatz und Erstbewertung eines aktiven Unterschiedsbetrages
3.2 Folgebewertung eines aktiven Unterschiedsbetrages
3.2.1 Planmäßige Abschreibungen
3.2.2 Außerplanmäßige Abschreibungen
3.3 Bilanzielle Behandlung eines passiven bzw. negativen Unterschiedsbetrages
3.4 Ausweis und Anhangangaben
4. Kritische Auseinandersetzung
4.1 Kernbereiche der Bilanzierung eines GoF nach HGB
4.1.1 Planmäßige Abschreibungen und die Bestimmung der Nutzungsdauer
4.1.2 Außerplanmäßige Abschreibungen und die Ermittlung des beizulegenden Werts
4.2 Kernbereiche der Bilanzierung eines Goodwills nach IFRS
4.2.1 Bedeutung des Goodwills in der Bilanzierungspraxis
4.2.2 Bestimmung von CGU‘s und die Allokation des Goodwills
4.2.3 Ermessensspielräume bei der Ermittlung des erzielbaren Betrages
4.2.4 Mögliche konzeptionelle Änderungen des Impairment-Only-Approach
4.3 Kernbereiche der Bilanzierung von passiven Unterschiedsbeträgen nach HGB
4.4 Kernbereiche der Bilanzierung von negativen Unterschiedsbeträgen nach IFRS
5. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von Unterschiedsbeträgen, die bei der Kapitalkonsolidierung nach HGB und IFRS entstehen. Dabei liegt der Fokus auf der Identifizierung von Anwendungs- und Bewertungsproblemen sowie der kritischen Hinterfragung der bestehenden Ermessensspielräume, um aktuelle Tendenzen in der Rechnungslegung aufzuzeigen.
3.2.1 Planmäßige Abschreibungen
Wie bereits vorangehend beschrieben ist ein GoF planmäßig abzuschreiben. Hierfür ist ein Abschreibungsplan zu erstellen, in welchem die Abschreibungsmethode und die Nutzungsdauer festzulegen sind. Sollte der Bilanzierende der Empfehlung des DRS 23.85 zur Aufteilung des GoF auf mehrere Geschäftsfelder folgen, hat dieser für jedes Geschäftsfeld einen gesonderten Abschreibungsplan zu erstellen.
Abzuschreiben ist der GoF im Jahr des Zugangs, also ab dem Zeitpunkt, ab welchem ein beherrschender Einfluss auf das Tochterunternehmen ausgeübt werden kann. Bei einem unterjährigen Zugang hat die Abschreibung zeitanteilig zu erfolgen. Zu beachten sind hier jedoch die unter Umständen erforderlichen Anpassungen in Folge der vorläufigen Kapitalkonsolidierung.
Als Abschreibungsmethode ist grundsätzlich nur die lineare Abschreibung zulässig. Zwar kann auch eine andere Abschreibungsmethode gewählt werden, diese ist jedoch nur zulässig, wenn objektive Nachweise dafür vorliegen, dass diese den Abnutzungsverlauf zutreffender als die lineare Abschreibung widerspiegelt.
Die Bestimmung der Nutzungsdauer, über welche der GoF abzuschreiben ist, wird im HGB nicht weitergehend konkretisiert, sondern nur auf eine verlässliche Schätzung verwiesen. Als Auffangtatbestand nach § 309 Abs. 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB ist als Nutzungsdauer ein Zeitraum von 10 Jahren anzusetzen, wenn eine verlässliche Schätzung nicht möglich ist.
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Aktualität und Zielsetzung der Untersuchung im Rahmen der bilanziellen Behandlung von Unterschiedsbeträgen.
2. Vergleich der Entstehung von Unterschiedsbeträgen aus der Vollkonsolidierung nach HGB und IFRS: Skizzierung der Entstehungsursachen im Rahmen der Kapitalkonsolidierung und der angewandten Erwerbsmethode.
3. Vergleich der Bilanzierung von Unterschiedsbeträgen nach HGB und IFRS: Detaillierte Gegenüberstellung von Ansatz, Erst- und Folgebewertung sowie Ausweispflichten für aktive und passive Unterschiedsbeträge.
4. Kritische Auseinandersetzung: Tiefgehende Analyse der Anwendungsprobleme und Ermessensspielräume bei der Bilanzierung von Geschäfts- oder Firmenwerten und negativen Unterschiedsbeträgen nach HGB und IFRS.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie ein Ausblick auf zukünftige regulatorische Herausforderungen und Tendenzen.
Kapitalkonsolidierung, HGB, IFRS, Goodwill, Geschäfts- oder Firmenwert, Kaufpreisallokation, Impairment-Only-Approach, Nutzungsdauer, Werthaltigkeitstest, negative Unterschiedsbeträge, Bilanzpolitik, Ermessensspielräume, CGU, Anschaffungskosten, Neubewertungsmethode.
Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Behandlung von Unterschiedsbeträgen, die im Zuge der Kapitalkonsolidierung bei Unternehmenszusammenschlüssen entstehen, und vergleicht dabei die Rechnungslegung nach HGB und IFRS.
Zentrale Themen sind die Entstehung, der Ansatz, die Bewertung (sowohl planmäßig als auch außerplanmäßig) sowie der Ausweis von Firmenwerten (GoF/Goodwill) und passiven bzw. negativen Unterschiedsbeträgen.
Das Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Rechnungslegungsnormen aufzuzeigen und die mit der Bilanzierung einhergehenden Ermessensspielräume kritisch zu hinterfragen.
Es wird eine vergleichende Analyse der Rechnungslegungsvorschriften sowie eine kritische Auswertung aktueller Literatur und empirischer Daten vorgenommen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Gegenüberstellung der Normen und eine darauf aufbauende kritische Analyse von Kernbereichen wie dem Impairment-Only-Approach und der Nutzungsdauerbestimmung.
Wichtige Begriffe sind Kapitalkonsolidierung, Goodwill, Kaufpreisallokation, Impairment-Test, Nutzungsdauer und Bilanzpolitik.
Kritisiert wird insbesondere die Tendenz zu "too little and too late" bei der Erfassung von Wertminderungen sowie die hohen Ermessensspielräume des Managements bei der Bewertung von CGU's.
Die Pandemie wird als mögliches "triggering event" diskutiert, das nach IFRS einen außerplanmäßigen Wertminderungstest auslösen kann, wobei die Arbeit die tatsächliche Reaktion der Unternehmen auf dieses Ereignis untersucht.
Nach HGB wird der Firmenwert als abnutzbarer Vermögensgegenstand planmäßig abgeschrieben, während er nach IFRS als nicht abnutzbar eingestuft und ausschließlich einem jährlichen Impairment-Test unterzogen wird.
Die Arbeit zeigt anhand empirischer Daten, dass Goodwill-Positionen stark angestiegen sind, aber nur sehr geringe außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen werden, was in der Literatur oft kritisch hinterfragt wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

