Diplomarbeit, 2008
71 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Einführung
2.1 Definition Risiko
2.2 Definition Risikomanagement
2.3 Definition Business Continuity Management
2.4 Definition Finanzdienstleister
3 Gesetzliche Anforderungen und Standards
3.1 Gesetzliche Anforderungen
3.1.1 Allgemeine gesetzliche Anforderungen
3.1.2 Anforderungen an Finanzdienstleistungs- und Kreditinstitute
3.1.3 Anforderungen an Versicherungen
3.2 Standards
3.2.1 ISO/IEC 27001:2005
3.2.2 ISO/IEC 24762
3.2.3 BSI 100-4
3.2.4 BS25999:1-2006
3.2.5 BS 25999:2-2007
3.2.6 PAS 77
4 Phasen des Business Continuity Management nach BS 25999:1-2006
4.1 Programm Management
4.1.1 Bevollmächtigung von Verantwortlichen
4.1.2 Implementierung der BC im Unternehmen
4.1.3 Fortlaufendes Management
4.1.4 Dokumentation des BCM
4.2 Verständnis des Geschäfts
4.2.1 Business Impact Analyse
4.2.2 Identifizierung kritischer Geschäftsprozesse
4.2.3 Kontinuitätsanforderungen
4.2.4 Evaluierung der Gefährdung bei kritischen Geschäftsprozessen
4.3 Kontinuitäts-Strategien
4.3.1 Strategiemöglichkeiten
4.3.2 Personal und Stakeholder
4.3.3 Gebäude und Räumlichkeiten
4.3.4 Technologie
4.3.5 Informationen
4.3.6 Vorräte und Lieferanten
4.3.7 Katastrophenschutz
4.3.8 Legitimierung
4.4 Entwicklung und Implementierung von BCM-Plänen und –Lösungen
4.4.1 Organisation der Störfall-Reaktion
4.4.2 Inhalte der Pläne
4.4.3 Störfallmanagement-Plan
4.4.4 Geschäftsfortführungs-Pläne
4.5 Übungen, Wartung und Revision
4.5.1 Übungen
4.5.2 Wartung
4.5.3 Revision
4.6 Aufbau und Verankerung einer BCM-Kultur
4.6.1 Awareness
4.6.2 Kompetenzerwerb
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Relevanz und Implementierung eines Business Continuity Managements (BCM) bei Finanzdienstleistern, um die Existenzsicherung bei Krisen und unvorhersehbaren Störfällen zu gewährleisten. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Finanzdienstleister durch ein systematisches BCM-System, unter Berücksichtigung gesetzlicher Rahmenbedingungen und Standards, ihre Widerstandsfähigkeit stärken können.
4.2.1 Business Impact Analyse
Im Rahmen einer Business Impact Analyse (BIA) werden die Auswirkungen von Störfällen auf das Kerngeschäft ermittelt und dokumentiert.62 In Abbildung 6: Geschäftsprozesse nach Porter wird eine Übersicht der Inputs, der Outputs, der primären Prozesse und deren Unterstützungsprozesse dargestellt. Für alle Prozesse, die die Schlüsselprodukte und Dienstleistungen unterstützen, wird untersucht, wie sich die Wirkung von Unterbrechungen im Zeitverlauf darstellt. Es wird der maximal tolerierbare Zeitraum einer Unterbrechung festgestellt, zu dem der Prozess nach dem Eintritt eines Störfalls wieder anlaufen muss. Zudem wird ermittelt, zu welchem minimalen Niveau der Prozess ausgeführt werden muss. Der Zeitraum, der zur Verfügung steht, um den Normalbetrieb wieder herzustellen und die wechselseitigen Abhängigkeiten der Prozesse, des Vermögens, der unterstützenden Infrastruktur und der weiteren Mittel, die wiedergewonnen oder aufrecht erhalten werden müssen, wird ebenfalls identifiziert.63
1 Einleitung: Beleuchtet die Notwendigkeit von Risikomanagement und BCM zur Existenzsicherung in einem von Unsicherheiten geprägten Marktumfeld.
2 Einführung: Definiert die zentralen Begriffe Risiko, Risikomanagement, BCM und die spezifischen Merkmale der Finanzdienstleister.
3 Gesetzliche Anforderungen und Standards: Analysiert den gesetzlichen Rahmen für deutsche Kreditinstitute und Versicherungen sowie relevante internationale BCM-Standards.
4 Phasen des Business Continuity Management nach BS 25999:1-2006: Beschreibt detailliert den Lebenszyklus des BCM, vom Programm Management bis hin zum Aufbau einer BCM-Kultur.
5 Fazit: Reflektiert die Notwendigkeit eines ganzheitlichen BCM-Ansatzes, um die Widerstandsfähigkeit gegen interne und externe Risiken unabhängig von der Bedrohungsart zu erhöhen.
Business Continuity Management, Finanzdienstleister, Risikomanagement, BS 25999, Business Impact Analyse, Notfallplanung, Geschäftsprozesse, Ausfallzeit, RTO, RPO, Existenzsicherung, BCM-Kultur, IT-Sicherheit, Risikokategorien, Krisenmanagement
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und der praktischen Umsetzung von Business Continuity Management (BCM) in der Finanzdienstleistungsbranche zur Sicherung des Geschäftsbetriebs in Krisenzeiten.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements, die gesetzlichen Pflichten für Banken und Versicherungen, die Anwendung internationaler Standards sowie den methodischen Prozess des BCM-Lebenszyklus.
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen ein BCM-System etablieren können, um trotz unvorhersehbarer Störfälle die geschäftskritischen Prozesse dauerhaft aufrechtzuerhalten.
Der Autor nutzt eine systematische Analyse von BCM-Standards (insbesondere BS 25999), gesetzlichen Anforderungen sowie die Evaluierung von Geschäftsprozessen mittels Business Impact Analyse (BIA).
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Schritte des BCM-Lebenszyklus: Programm Management, Verständnis des Geschäfts, Strategieentwicklung, Implementierung von Plänen sowie Übungen, Wartung und Kulturentwicklung.
Die zentralen Begriffe umfassen BCM, Risikomanagement, Finanzdienstleister, BIA, RTO, RPO, Notfallmanagement und Resilienz.
Aufgrund der hohen regulatorischen Anforderungen und der existenziellen Bedeutung der Finanzinfrastruktur für die Volkswirtschaft müssen Finanzdienstleister in der Lage sein, auch bei extremen Ereignissen schnell wieder handlungsfähig zu werden.
Der Autor erläutert diese als kritische Abhängigkeiten (z.B. Schlüsselpersonal, bestimmte Hardware), die in der Business Impact Analyse identifiziert werden müssen, um präventive Maßnahmen wie Stellvertreterregelungen oder Ausweichstandorte zu planen.
Der Autor warnt davor, dass zwar Aufgaben ausgelagert werden können, das Risiko aber beim Unternehmen verbleibt, weshalb eine kontinuierliche Risikoüberwachung der Dienstleister essenziell ist.
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