Bachelorarbeit, 2021
39 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
2. Die Entdeckung und Eroberung Amerikas als historisches Thema
2.1. Die Bedeutung des historischen Themas für die Schüler*innen
2.2. Die Bedeutung des historischen Themas für die Arbeit
3. Der theoretische Hintergrund
3.1. Der Kompetenzbegriff
3.2. Das FUER-Kompetenzmodell
3.2.1. Historische Fragekompetenz
3.2.2. Historische Methodenkompetenz
3.2.3. Historische Orientierungskompetenz
3.2.4. Historische Sachkompetenz
3.2.5. Einzelkompetenzen und Graduierung
4. Die Analysemethodik
4.1. Die fünf Prinzipien
4.2. Bewertungskriterien
5. Die qualitative Aufgabenanalyse
5.1. Analyse „entdecken und verstehen “
5.2. Analyse „zeitreise 2“
6. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der qualitativen Untersuchung von Schulbuchaufgaben aus den Jahren 2017 und 2018 im Hinblick auf deren Kompetenzorientierung gemäß dem FUER-Kompetenzmodell. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob die enthaltenen Aufgaben die Anforderungen an eine moderne Kompetenzorientierung erfüllen und den Schüler*innen ein historisches Lernen ermöglichen, das über bloße Wissensreproduktion hinausgeht.
Die Entdeckung und Eroberung Amerikas als historisches Thema
Mit der Landung von Kolumbus auf der Bahamas-Insel Guanahani am 12. Oktober 14926, beginnt für Europa und auch für die einheimische Bevölkerung der heute ehemaligen Kolonien ein langwieriger Prozess, welcher vieles veränderte. Dieses, aus europäischer Sicht, neuentdeckte Land, mussten die europäischen Entdecker nur in Besitz nehmen. Somit begannen die europäischen Staaten damit Kolonien auf dem amerikanischen Kontinent zu gründen und die einheimische Bevölkerung im Zuge von verschiedenen Entdeckungs- und Eroberungsfahrten zu vertreiben, zu versklaven oder sogar zu töten7. Im Laufe der Zeit wurden aber nicht nur in der „neuen Welt“ Kolonien gegründet. Auch Afrika und Asien gerieten in den Blick europäischer Herrscher. Auch hier sollten Kolonien auf Kosten der indigenen Bevölkerung errichtet werden8. Bis zum 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts hatten viele europäische Staaten ein großes Kolonialreich, welche sich über die gesamte Welt erstreckte. Doch mit der Zeit gelang es vielen Kolonien unabhängig zu werden. Die Dekolonialisierung ist, sowie die Kolonisierung ein langwieriger Prozess. Die erste „Entkolonisierungswelle“ setzte mit der amerikanischen Revolution ab 1775 ein. Mit dem Ende des zweiten Weltkriegs begann auch die dritte Dekolonisierungswelle9. Heute gibt es kaum noch Kolonialgebiete, doch die Auswirkungen des europäischen Kolonialismus sind auch heute noch zu sehen.
In dieser Arbeit soll allerdings vor allem die Eroberung Süd- und Mittelamerikas durch die Spanier betrachtet werden. Im speziellen soll auf die Eroberung des Aztekenreichs eingegangen werden, da dieser historische Abschnitt inhaltlicher Teil der Analyse sein wird und dieses Thema sich in vielen Schulbüchern wiederfindet.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Wandel im Geschichtsunterricht hin zur Kompetenzorientierung und stellt die Relevanz von Schulbuchaufgaben für die Entwicklung historischen Denkens heraus.
2. Die Entdeckung und Eroberung Amerikas als historisches Thema: Dieses Kapitel kontextualisiert die Eroberung des Aztekenreichs durch Cortés als Untersuchungsgegenstand und begründet dessen Eignung für das fachdidaktische Ziel der Kompetenzentwicklung.
3. Der theoretische Hintergrund: Hier werden der Kompetenzbegriff und das FUER-Strukturmodell detailliert hergeleitet, um ein Instrumentarium zur Bewertung von Aufgaben zu schaffen.
4. Die Analysemethodik: Das Kapitel beschreibt die Adaption der objektiven Hermeneutik für geschichtsdidaktische Zwecke und legt die Bewertungskriterien der Graduierung fest.
5. Die qualitative Aufgabenanalyse: In diesem Hauptteil werden konkrete Aufgaben aus den Schulbüchern „entdecken und verstehen“ und „zeitreise 2“ analysiert und auf ihre kompetenzorientierten Anforderungen hin geprüft.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass viele analysierte Aufgaben zwar die Re-Konstruktionskompetenz adressieren, jedoch oft den notwendigen Quellenbezug oder die Regelgeleitetheit vermissen lassen.
Kompetenzorientierung, FUER-Modell, Geschichtsschulbuch, Aufgabenanalyse, Objektive Hermeneutik, Re-Konstruktion, Historisches Denken, Aztekenreich, Hernán Cortés, Geschichtsdidaktik, Schulbuchforschung, Narrationskompetenz, Historische Quelle, Bildungsstandards, Lernaufgaben.
Die Arbeit untersucht, inwieweit moderne Geschichtsschulaufgaben die Anforderungen an eine Kompetenzorientierung nach dem FUER-Modell erfüllen.
Im Zentrum steht die Verbindung von fachdidaktischer Theorie, speziell des historischen Denkens, mit der empirischen Analyse von Unterrichtsaufgaben am Beispiel der Eroberung Amerikas.
Das Ziel ist die qualitative Bewertung von Schulbuchaufgaben hinsichtlich ihrer Eignung, historische Kompetenzen wie die Re-Konstruktion bei Schüler*innen zu fördern.
Der Autor nutzt die Methode der objektiven Hermeneutik, die für die Zwecke der Analyse angepasst wurde, um durch die Generierung fiktiver Schülerantworten die Anforderungen der Aufgaben zu prüfen.
Im Hauptteil werden Aufgaben aus zwei aktuellen Schulbüchern („entdecken und verstehen“ und „zeitreise 2“) sequenziell analysiert und in Hinblick auf das FUER-Graduierungsmodell bewertet.
Wichtige Begriffe sind Kompetenzorientierung, FUER-Modell, Re-Konstruktion, Geschichtsschulbuch und Objektive Hermeneutik.
Dieses Thema wurde gewählt, weil es in vielen Geschichtsschulbüchern vorkommt und sich aufgrund der einseitigen Quellenlage besonders gut dazu eignet, Schüler*innen im kritischen Umgang mit historischen Quellen zu schulen.
Die Analyse zeigt, dass viele Aufgaben zwar das Ziel verfolgen, eine Narration erstellen zu lassen, jedoch häufig den essenziellen Bezug zu einer Quelle oder eine regelgeleitete Arbeitsweise vermissen lassen, was ihre tatsächliche Kompetenzorientierung einschränkt.
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