Diplomarbeit, 2020
77 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
2. Konsum
2.1 Funktionen von Konsum
2.1.1 Konsum als Mittel zur Bildung individueller Identität
2.1.2 Konsum als Mittel zur Bildung kollektiver Identität sowie als Ausdruck des sozialen Status
2.2 Konsumentwicklung im globalen Norden und Süden
2.3 Folgen des Konsums
3. Nachhaltiger Konsum
3.1 Definitionen und Ziele nachhaltigen Konsums
3.2 Bedeutung nachhaltigen Konsums für nachhaltige Entwicklung
3.3 Strategien nachhaltigen Konsums
3.3.1 Effizienz
3.3.2 Konsistenz
3.3.3 Suffizienz
3.3.4 Kompensationsstrategien und neue Strategien des Konsums
3.4 Relevante Akteure für nachhaltigen Konsum
4. Chancen und Hemmnisse der Umsetzung nachhaltigen Konsums in verschiedenen Milieus
4.1 Lebensstile und Milieus
4.2 Allgemeine Probleme nachhaltigen Konsums
4.2.1 Attitude-Behaviour-Gap im Konsumverhalten
4.2.2 Nachhaltiger Konsum als Distinktionsmerkmal
4.2.3 Strukturelle Überforderung der Konsumentinnen und Konsumenten bei der Auswahl und Entscheidung für den Kauf eines nachhaltigen Produkts
4.3 Ressourcenverbrauch in verschiedenen Milieus
4.4 Ausprägung nachhaltigen Konsums in mittleren und gehobenen Milieus
4.5 Prekäre Lebensverhältnisse und Auswirkungen auf nachhaltigen Konsum
5. Prüfung von Strategien nachhaltigen Konsums in Bezug auf Verteilungsgerechtigkeit und soziale Teilhabe
5.1 Zielgruppen staatlicher Förderung nachhaltigen Konsums
5.2 Bedeutung des Nationalen Programms für nachhaltigen Konsum in Deutschland
5.3 Strategievorschläge des Ökoinstituts Freiburg und weiterer Akteure für eine gesellschaftliche Transformation
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Chancen und Hemmnisse bei der Umsetzung nachhaltiger Konsummuster in verschiedenen sozialen Milieus vor dem Hintergrund der globalen ökologischen Herausforderungen und sozialer Ungleichheit. Ziel ist es zu analysieren, warum nachhaltiges Konsumverhalten trotz wachsenden Bewusstseins oft an strukturellen und lebensweltlichen Barrieren scheitert und welche Strategien zur Förderung einer gesellschaftlichen Transformation beitragen können.
4.2.1 Attitude-Behaviour-Gap im Konsumverhalten
Folglich lässt sich auch gut erklären, wieso zwar auf der Einstellungsebene oft ein Bekenntnis zu nachhaltigem Konsum formuliert wird, auf der Handlungsebene aber kaum nachhaltige Konsumveränderungen nachweisbar sind. Hellmann erklärt, dass nachhaltiger Konsum wohl aus Sicht der meisten Lebensstile als nicht vereinbar mit dem bestimmenden Regelwerk gilt. Nachhaltig konsumiert wird nur, solange man in der eigenen Lebensführung nicht zu sehr irritiert wird. Umsteigen wird man noch lange nicht, da dies einen kompletten Lebensstilwandel erfordern würde, wodurch auch die jeweilige Milieuzugehörigkeit in Frage gestellt wird. Die Ergebnisse der „Unverpackt-Studie“ besagen beispielsweise, dass 73 Prozent der Befragten die Idee der Unverpackt-Läden gut finden, aber nur 8 Prozent bisher dort einkaufen. Außerdem stellt sie fest, dass 70 Prozent für ökologische Lebensmittel bis zu 10 Cent mehr ausgeben würden. Betrachtet man die niedrigen deutschen Lebensmittelpreise ist kaum ein Spielraum gegeben. Angesichts der hohen Preise in den Läden, stellt sich die Frage, ob diese Diskrepanz durch eine andere Preispolitik gelöst werden könnte oder ob sich die Unverpackt - Läden als exklusive Kaufumgebung für bessergestellte Kundinnen und Kunden begreifen, denen sie im besonderen Ambiente ein besonderes Konsumerlebnis verkaufen. Allerdings wird in der Umfrage deutlich, dass dieser Faktor eher für die Zielgruppe der bis 29jährigen bedeutungsvoll ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des modernen Konsums und dessen ökologische Folgen ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Konsum: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen des Konsumbegriffs, dessen Funktionen für Identität und Status sowie die globale Konsumentwicklung.
3. Nachhaltiger Konsum: Hier werden Definitionen und Ziele nachhaltigen Konsums sowie zentrale Strategien wie Effizienz, Konsistenz und Suffizienz eingehend analysiert.
4. Chancen und Hemmnisse der Umsetzung nachhaltigen Konsums in verschiedenen Milieus: Dieses Kapitel untersucht, wie soziale Milieus und Lebensstile den Ressourcenverbrauch beeinflussen und welche Hürden wie das Attitude-Behaviour-Gap existieren.
5. Prüfung von Strategien nachhaltigen Konsums in Bezug auf Verteilungsgerechtigkeit und soziale Teilhabe: Dieses Kapitel analysiert politische Förderinstrumente und Strategievorschläge auf ihre soziale Verträglichkeit und Wirksamkeit.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Transformationsprozesses, der über individuelles Konsumhandeln hinausgeht.
Nachhaltiger Konsum, Lebensstile, Soziale Milieus, Ressourcenverbrauch, Konsumsoziologie, Effizienzstrategie, Konsistenzstrategie, Suffizienzstrategie, Attitude-Behaviour-Gap, Distinktion, Verteilungsgerechtigkeit, Nachhaltige Entwicklung, Transformation, Konsumverzicht, Soziale Ungleichheit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Herausforderungen, nachhaltiges Konsumverhalten in verschiedenen sozialen Schichten und Milieus zu etablieren.
Zu den Schwerpunkten zählen die soziale Funktion von Konsum, die Unterschiede im Ressourcenverbrauch zwischen Milieus sowie die Bewertung verschiedener Nachhaltigkeitsstrategien.
Ziel ist die Identifizierung der Gründe für das sogenannte Attitude-Behaviour-Gap und die Ableitung von Strategien, die Konsum ökologisch nachhaltiger und sozial gerecht gestalten.
Die Autorin nutzt eine umfassende Literatur- und Studienanalyse sowie milieuspezifische Modelle zur soziologischen Erklärung von Konsumentscheidungen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen des Konsums insbesondere die Hemmnisse in verschiedenen Milieus sowie staatliche Strategien und nationale Programme diskutiert.
Wichtige Begriffe sind nachhaltiger Konsum, soziale Milieus, Ressourcenverbrauch, Suffizienz, Konsistenz und Verteilungsgerechtigkeit.
Laut Arbeit sind hier neben finanziellen Einschränkungen oft strukturelle Faktoren und die Notwendigkeit, knappe Ressourcen zu verwalten, die Hauptursachen für eingeschränkte nachhaltige Handlungsmöglichkeiten.
Suffizienz wird als die anspruchsvollste, aber demokratischste Strategie beschrieben, da sie nicht auf technischem Fortschritt basiert, sondern eine qualitative und quantitative Reduktion des Konsums anstrebt.
Das Programm wird als wichtiger Schritt gewürdigt, steht jedoch in der Kritik, da es finanzielle Budgets vermissen lässt und die notwendigen strukturellen Reformen nur unzureichend adressiert.
Die Arbeit zeigt auf, dass Konsum oft als Distinktionsmerkmal dient; nachhaltiges Verhalten konkurriert daher häufig mit dem Bedürfnis nach sozialer Abgrenzung oder Zugehörigkeit.
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