Bachelorarbeit, 2021
55 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Bekleidungsindustrie, Nachhaltigkeit und Abfälle
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Bekleidungsindustrie
2.1.2 Nachhaltigkeit
2.1.3 Abfall
2.2 Abfälle in der Bekleidungsindustrie
2.2.1 Textile Kette
2.2.2 Abfallaufkommen
2.2.3 Fast Fashion
2.2.4 Umweltauswirkungen
2.3 Wichtigkeit der Nachhaltigkeit
3 Abfallwirtschaft
3.1 Historische Entwicklung
3.2 Abfallhierarchie
3.2.1 Stufe 1
3.2.2 Stufe 2
3.2.2 Stufe 3
4 Ansatzpunkte
4.1 Vermeidung
4.1.1 Konsumentenverhalten
4.1.2 Wiederverwendung und Lebenszyklusverlängerung
4.2 Vorbereitung zur Wiederverwendung
4.2.1 Second-Hand
4.2.2 Kleidung spenden & Rückgabe
4.3 Recycling
4.4 Slow Fashion
4.5 Filippa K
5 Herausforderungen
6 Fazit
Die Arbeit analysiert die Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie und untersucht, wie diese durch eine nachhaltige Abfallwirtschaft verbessert werden kann. Das Ziel ist es, basierend auf der Abfallhierarchie, konkrete Ansatzpunkte und Herausforderungen für eine nachhaltigere Branche aufzuzeigen.
2.2.3 Fast Fashion
„Fast fashion is a business strategy which aims to reduce the processes involved in the buying cycle and lead times for getting new fashion product into stores, in order to satisfy consumer demand at its peak45”.
Das Geschäftsmodell Fast Fashion ist eine Problematik hinsichtlich des Abfalls in der Bekleidungsindustrie. Aufgrund der zunehmenden Konkurrenz zwischen den Händlern, wollen diese immer mehr neue Kollektionen veröffentlichen. Das Motto „Here Today, Gone Tomorrow“ unterstreicht die Aussage, dass Kleidung immer mehr zur Wegwerfware wird. Das immer wechselnde Warenangebot verführt die Konsumenten dazu, immer wieder neue Kleidung zu kaufen. Der Lebenszyklus der Kleidung verkürzt sich. Zusätzlich zu immer neuen Kollektionen kommt noch die oft minderwertige Qualität, die die Lebenszeit der Kleidungsstücke zusätzlich verkürzt.46 Jedoch sind nicht nur die Unternehmen dafür verantwortlich, dass immer mehr produziert wird. Besonders die Veränderungen in den Lebenseinstellungen der Konsumenten, also die ständige Nachfrage nach etwas Neuem, brachte Modeunternehmen wie ZARA oder H&M dazu, ihren Fokus auf Fast Fashion Trends zu legen. Der Konkurrenzkampf der Unternehmen bezieht sich nicht nur auf den Preis, sondern auch darauf, immer neue Produkte anzubieten.47 „Fashion is considered to be a temporary cyclical phenomena adopted by the consumers for a particular time“48. Ursprünglich basierte der Lebenszyklus von Bekleidung auf vier Stufen.
1 Einleitung: Definiert das Problem des hohen Abfallaufkommens durch Fast Fashion und die daraus resultierende Notwendigkeit für nachhaltige Lösungen.
2 Bekleidungsindustrie, Nachhaltigkeit und Abfälle: Beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Konsum, Abfallentstehung entlang der textilen Kette und den ökologischen Auswirkungen der Branche.
3 Abfallwirtschaft: Erläutert die historische Entwicklung der Abfallwirtschaft und führt die fünfstufige Abfallhierarchie als zentrales Steuerungsinstrument ein.
4 Ansatzpunkte: Stellt praktische Strategien wie Vermeidung, Wiederverwendung, Second-Hand, Recycling und Slow Fashion anhand von Unternehmensbeispielen wie Filippa K vor.
5 Herausforderungen: Analysiert die Hindernisse bei der Umsetzung der zuvor genannten Ansätze, insbesondere im Hinblick auf das Konsumentenverhalten und technische Recycling-Barrieren.
6 Fazit: Fasst die Kernergebnisse zusammen und unterstreicht, dass eine Transformation nur durch eine Reduzierung von Produktion und Konsum möglich ist.
Nachhaltigkeit, Bekleidungsindustrie, Abfallwirtschaft, Abfallhierarchie, Fast Fashion, Konsumverhalten, Textilrecycling, Second-Hand, Slow Fashion, Umweltbelastung, Lebenszyklusverlängerung, Ressourcenknappheit, Lieferkette, Kreislaufwirtschaft, Wegwerfware.
Die Arbeit befasst sich mit der Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie und untersucht, wie eine nachhaltige Abfallwirtschaft zur Lösung der dort entstehenden Müllproblematik beitragen kann.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Fast Fashion, die Umsetzung der Abfallhierarchie, verschiedene Ansätze zur Abfallvermeidung und -verwertung sowie die Herausforderungen durch das Konsumentenverhalten.
Das Hauptziel ist es, auf Basis der Abfallhierarchie Ansatzpunkte für eine nachhaltigere Bekleidungsindustrie vorzustellen und die Hindernisse zu identifizieren, die einer erfolgreichen Umsetzung im Weg stehen.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, um den Stand der Forschung zu Nachhaltigkeit, Abfallwirtschaft und den spezifischen Problemen der Textilbranche fundiert darzulegen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Nachhaltigkeit und Abfall, die Vorstellung konkreter Lösungsansätze wie Second-Hand und Recycling sowie eine kritische Analyse der bestehenden Herausforderungen.
Zu den prägenden Begriffen zählen Fast Fashion, Abfallhierarchie, Kreislaufwirtschaft, Second-Hand, Slow Fashion und das Konsumentenverhalten.
Filippa K wird als positives Beispiel angeführt, da es nachhaltige Konzepte wie ein Leasing-Angebot und ein Rücknahmesystem für Altkleidung bereits fest in seinem Geschäftsmodell verankert hat.
Das Recycling wird durch die Verwendung komplexer Mischgewebe, mangelnde Sortierinformationen auf den Etiketten und die oft minderwertige Materialqualität der Fast Fashion Produkte stark erschwert.
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