Lizentiatsarbeit, 2007
122 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Die wesentlichen gesellschaftsstrukturellen und wirtschaftlichen Entwicklungen
2.1 Globalisierung und demographischer Wandel
2.2 Veränderungen in der Hochschullandschaft
2.2.1 Hochschulreform: Freiheit der Wissenschaft vs. Berufsfähigkeit
2.2.2 Der Bologna Prozess
2.3 Veränderungen im Arbeitsmarkt
2.3.1 Technologischer Wandel
2.3.2 Veränderung der Erwerbsbiographien
3 Wesentliche Bausteine in der Karriereentwicklung
3.1 Karriere und Karriereentwicklung
3.2 Die Bausteine und ihre Bedeutung für die Karriereentwicklung
3.2.1 Qualifikationen und ihre Bedeutung für die Karriereentwicklung
3.2.2 Kompetenzen und ihre Bedeutung für die Karriereentwicklung
3.2.3 Berufsfähigkeit und Beschäftigungsfähigkeit und deren Bedeutung für die Karriereentwicklung
3.2.4 Netzwerke und ihre Bedeutung für die Karriereentwicklung
3.3 Berücksichtigung der Bausteine in der Hochschulausbildung
4 Situationsanalyse für das IMB
4.1 Historie des IMB
4.2 Die bisherigen Entwicklungen am IMB
4.3 Die Anforderungen seitens der Studenten des IMB
4.3.1 Ergebnisse der Befragung
4.3.2 Schlussfolgerungen
4.4 Die Anforderungen seitens der Unternehmen
4.4.1 Ergebnisse der Interviews
4.4.2 Schlussfolgerungen
5 Konzeption für die „Placementstelle“ des IMB
5.1 Die Idee und das Idealszenario
5.1.1 Idee der „Placementstelle“
5.1.2 Idealszenario für die „Placementstelle“
5.2 Die resultierenden Anforderungen
5.2.1 Rechtliche Anforderungen
5.2.2 Organisatorische Einbindung
5.2.3 Anforderungen an den Stelleninhaber
5.3 Aufgaben der „Placementstelle“
5.4 Vorstellung von KODE® und KODE®X als Instrumente zur Evaluation von Kompetenzen bei den Studenten des IMB
5.5 Kosteneinschätzung für die „Placementstelle“
5.6 Die zukünftige Bedeutung der „Placementstelle“
6 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Konzeption einer „Placementstelle“ am Institute of Management Berlin (IMB), um die Unterstützung von Studenten bei ihrer beruflichen Karriereentwicklung zu verbessern und die Schnittstelle zwischen Hochschule und Wirtschaft zu stärken.
3.1 Karriere und Karriereentwicklung
In der traditionellen Literatur, sowie im allgemeinen Sprachgebrauch, wird unter Karriere der hierarchische Aufstieg innerhalb eines Unternehmens oder einer Branche in Form einer vertikalen Bewegung gesehen.
Als Beispiel lässt sich die Entwicklung vom Berufseinsteiger zum Mitglied der Geschäftsführung innerhalb eines Unternehmens nennen.
Diese einseitige, auf hierarchischen Aufstieg fokussierte Betrachtung, berücksichtigt nicht die beruflichen Entwicklungen im Sinne horizontaler und diagonaler Bewegungen in der heutigen, durch zunehmend flache Hierarchien geprägten, Unternehmenswelt.
Im Rahmen dieser Arbeit wird Karriere als die individuelle berufliche Laufbahn verstanden, die nicht nur den hierarchischen Aufstieg berücksichtigt, sondern auch horizontale und diagonale Berufswege einbezieht. Als Beispiel für eine horizontale Entwicklung wäre die Tätigkeit eines Projektmanagers für unterschiedliche Unternehmen und Branchen zu nennen, während die diagonale Entwicklung sowohl den hierarchischen Aufstieg, als auch den Wechsel der Branche und des Unternehmens beinhaltet. Die folgende Abbildung soll dies verdeutlichen. Dabei wird der Zeitverlauf als dritte Dimension nicht berücksichtigt.
1 Einleitung: Motivation und Zielsetzung zur Schaffung einer „Placementstelle“ zur Unterstützung der Karriereentwicklung am IMB.
2 Die wesentlichen gesellschaftsstrukturellen und wirtschaftlichen Entwicklungen: Analyse der prägenden Wandlungsprozesse wie Globalisierung und demographischer Wandel sowie deren Einfluss auf die Hochschullandschaft und den Arbeitsmarkt.
3 Wesentliche Bausteine in der Karriereentwicklung: Theoretische Herleitung der für eine erfolgreiche Karriereentwicklung wesentlichen Einflussfaktoren wie Qualifikationen, Kompetenzen, Netzwerke und Employability.
4 Situationsanalyse für das IMB: Empirische Untersuchung der Ausgangslage am IMB durch Befragung der Studenten und Interviews mit Unternehmensvertretern.
5 Konzeption für die „Placementstelle“ des IMB: Detaillierter Entwurf einer „Placementstelle“, inklusive Anforderungsprofilen, Aufgabenbereichen und der Anwendung von Instrumenten zur Kompetenzdiagnostik.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Bestätigung der Notwendigkeit einer aktiven Karriereunterstützung durch Hochschulen.
Karriereentwicklung, Placementstelle, IMB, Hochschullandschaft, Berufsfähigkeit, Beschäftigungsfähigkeit, Employability, Kompetenzen, Qualifikationen, Netzwerke, lebenslanges Lernen, KODE, KODE-X, MBA, Personalentwicklung
Die Diplomarbeit untersucht die berufliche Karriereentwicklung von hochqualifizierten Absolventen und entwirft ein Konzept für eine „Placementstelle“, die als Schnittstelle zwischen dem Institute of Management Berlin (IMB) und der Wirtschaft fungiert.
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen, der Definition von Karriere, dem Stellenwert von Qualifikationen und Kompetenzen sowie der Rolle von Netzwerken für den beruflichen Erfolg.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie das IMB durch eine „Placementstelle“ seine Studenten bei der Karriereentwicklung gezielt unterstützen kann, um sich im MBA-Markt durch einen Mehrwert für Studierende und Kooperationspartner zu differenzieren.
Es werden eine Literaturanalyse zu relevanten Karrierefaktoren sowie eine Situationsanalyse durchgeführt, welche eine schriftliche Befragung der Studenten und qualitative Experteninterviews mit Personalverantwortlichen umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Karrierebausteine, eine Analyse der aktuellen Situation am IMB und eine daraus resultierende konkrete Konzeption für den Aufbau und Betrieb einer „Placementstelle“.
Wichtige Begriffe sind Karriereentwicklung, Berufsfähigkeit, Kompetenzdiagnostik (KODE®), Employability und die strategische Kooperation zwischen Hochschule und Wirtschaft.
Im Rahmen der Arbeit werden Soft Skills synonym mit Kompetenzen verwendet und als entscheidende Dispositionen zur Selbstorganisation definiert, die neben Fachwissen für den beruflichen Erfolg unerlässlich sind.
Die Unternehmensvertreter befürworten die Einrichtung einer solchen Stelle durchgehend, betonen jedoch, dass der Fokus auf aktiver Kontaktvermittlung und Networking liegen sollte, statt auf der administrativen Verwaltung von Bewerbungsunterlagen.
Die Instrumente KODE® und KODE®X dienen der Standortbestimmung und dem Bewusstmachen eigener Stärken, was den Studenten Sicherheit im Auftreten gibt und konkrete Ansatzpunkte für ihre individuelle Weiterentwicklung liefert.
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