Bachelorarbeit, 2021
43 Seiten, Note: 2.7
1. Einleitung
2. Grundlagen der Geldtheorie
2.1. Geldfunktionen
2.2. Bargeld und Giralgeld
2.3. Geldschöpfung
3. Aktuelle Entwicklung
3.1. Einführung des E-Euro
3.2. Abschaffung des 500-€-Scheins
3.3. Barzahlungsobergrenzen
3.4. Zunehmende Bedeutung von ‚Kryptowährungen‘
4. Chancen eines bargeldlosen Zahlungsverkehrs
4.1. Kostensenkung
4.2. Bekämpfung der Schattenwirtschaft
4.3. Sinkende Kriminalität
4.4. Negativzinsen als geldpolitisches Instrument
4.5. Schweden als Beispiel für einen bargeldlosen Zahlungsverkehr
5. Risiken eines bargeldlosen Zahlungsverkehrs
5.1. Vertrauen
5.2. Daten- und Verbraucherschutz
5.3. Zypern als Beispiel der Enteignung
5.4. Einfachheit des Zahlungsvorgangs und Budgetkontrolle
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Chancen-Risiko-Profil eines bargeldlosen Zahlungsverkehrs in modernen Volkswirtschaften, wobei insbesondere die Auswirkungen auf Kriminalitätsbekämpfung, Geldpolitik und Verbraucherschutz kritisch analysiert werden.
3.4. Zunehmende Bedeutung von ‚Kryptowährungen‘
Generell gestaltet es sich schwierig, bei Kryptowährungen von tatsächlichen Währungen zu sprechen, da diese die Geldfunktionen nicht oder nur in Teilen erfüllen. Die wohl bekannteste Kryptowährung ist der Bitcoin. Dieser ist jedoch vielmehr eine Verrechnungseinheit als eine Währung, da er aufgrund seiner hohen Volatilität als Zahlungsmittel eher ungeeignet ist. Andere dezentrale digitale Zahlungsmittel könnten die Geldfunktionen in Zukunft jedoch durchaus erfüllen. Der Bitcoin gilt als Grundbaustein der meisten heutigen Kryptowährungen. Die Idee, die hinter diesen steht, ist es, ein dezentrales Zahlungsmittel zu schaffen, das von Banken und staatlichen Institutionen unabhängig ist. Diese Unabhängigkeit bringt jedoch zugleich nennenswerte Risiken mit sich, sodass etwa keine Einlagensicherung für die Verbraucher gibt. Ebenfalls sind diese nicht vor Diebstahl oder Cyberkriminalität geschützt. In einem solchen Fall erhalten die Betroffenen keine Rückzahlung für den Verlust ihrer Kryptowährungen.
Die Kryptowährungen werden über Computernetzwerke genutzt und hergestellt. Die Technologie dahinter ist die sogenannte Blockchain-Technologie. Im Gegensatz zu Bargeld oder Giralgeld schwankt der Wert von Kryptowährungen deutlich, da diese keinen festen Wechselkurs haben und nicht wechselsgebunden sind. Daher sind Kryptowährungen vor allem als spekulative Geldanlagen zu betrachten. Umweltfaktoren haben einen sehr hohen Einfluss auf den Bitcoin-Kurs, da dieser eng mit dem Vertrauen seiner Investoren verbunden ist. So können negative Umweltfaktoren oder Schlagzeilen den Kurs einbrechen lassen, was sich besonders in jüngster Vergangenheit beobachten ließ:
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Digitalisierung des Zahlungsverkehrs ein und definiert das Ziel der Arbeit, Chancen und Risiken dieser Entwicklung zu analysieren.
2. Grundlagen der Geldtheorie: Das Kapitel erläutert die ökonomischen Funktionen des Geldes, die Unterscheidung zwischen Bargeld und Giralgeld sowie den Prozess der Geldschöpfung.
3. Aktuelle Entwicklung: Hier werden gegenwärtige Trends wie der E-Euro, Obergrenzen für Barzahlungen und die wachsende Bedeutung von dezentralen Kryptowährungen dargestellt.
4. Chancen eines bargeldlosen Zahlungsverkehrs: Es werden positive Aspekte wie Kosteneffizienz, die Bekämpfung von Schattenwirtschaft und Kriminalität sowie die Erweiterung geldpolitischer Instrumente durch Negativzinsen untersucht.
5. Risiken eines bargeldlosen Zahlungsverkehrs: Das Kapitel widmet sich den Gefahren wie Vertrauensverlust, eingeschränktem Verbraucherschutz und dem Risiko staatlicher Enteignung oder Überwachung.
6. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion, die betont, dass Bargeld trotz digitaler Fortschritte weiterhin eine wichtige und vertrauenswürdige Komponente des Finanzsystems darstellt.
Bargeld, Giralgeld, Digitalisierung, Kryptowährungen, Blockchain, Geldschöpfung, Schattenwirtschaft, Kriminalitätsbekämpfung, Negativzinsen, Zentralbank, Verbraucherschutz, E-Euro, Zahlungsverkehr, Finanzstabilität, Datenschutz
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation hin zu einem bargeldlosen Zahlungsverkehr und analysiert, welche ökonomischen Konsequenzen dies für die Gesellschaft und das staatliche Geldsystem hat.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Geldes, die Rolle von Kryptowährungen, die potenziellen Vorteile der Bargeldabschaffung sowie die damit verbundenen Risiken wie Privatsphäreverlust und Systemstabilität.
Das Ziel ist die Analyse der Chancen und Risiken, die eine Abschaffung des Bargelds in einer modernen Volkswirtschaft mit sich bringt, um zu beurteilen, ob der Übergang zu rein digitalen Währungen vorteilhaft ist.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung ökonomischer Konzepte und statistischer Daten zur Bargeldnutzung, Kriminalität und Geldtheorie.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung aktueller technologischer Entwicklungen, eine detaillierte Gegenüberstellung von Chancen (Kostensenkung, Transparenz) und Risiken (Datenüberwachung, Enteignungsrisiken) sowie Fallstudien zu Schweden und Zypern.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie digitale Zentralbankwährung (E-Euro), Bargeldobergrenzen, Finanzmarktstabilität, Geldpolitik und informationelle Selbstbestimmung geprägt.
Der Autor ordnet den Bitcoin aufgrund seiner hohen Volatilität eher als spekulatives Anlageobjekt denn als stabiles Zahlungsmittel ein und betont, dass ihm wesentliche Geldfunktionen fehlen.
Schweden gilt als Vorreiter bei der Implementierung bargeldloser Systeme, weshalb es dient, um die Auswirkungen eines fast vollständigen Rückzugs von physischem Bargeld in der Praxis aufzuzeigen.
Der Autor warnt vor einer totalen Überwachung des Zahlungsverkehrs durch staatliche Akteure, was das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung untergraben könnte.
Das Beispiel Zypern verdeutlicht das Risiko, dass in Krisenzeiten staatliche Eingriffe oder Zwangsmaßnahmen gegenüber Einlegern einfacher umsetzbar sind, wenn keine Bargeldalternative mehr besteht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

