Masterarbeit, 2021
91 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Erkenntnisse zum Humor
2.1 Begriffsannäherung Humor
2.2 Das Lächeln und Lachen – Ergebnisse der Gelotologie
2.3 Humorarten
3 Humoranregende Angebote in Krankenhäusern
3.1 Entwicklung von Humor im Akutkrankenhaus
3.2 Dachverband Clowns in Medizin und Pflege Deutschland e.V.
3.3 Stiftung „Humor hilft heilen“ (HHH)
4 Praxisforschender Zugang zur Kliniksozialarbeit
4.1 Beschreibung des empirischen Zugangs
4.2 Beschreibung der deskriptiven Analysemethodik
4.3 Nutzung der Beobachtungsprotokolle
5 Praxis der Kliniksozialarbeit im Akutkrankenhaus
5.1 Beschreibung des Arbeitsauftrags
5.2 Beschreibung der Patient*innenkontakte
5.3 Erleben und Emotionen im Akutkrankenhaus
6 Eine Handreichung für den Kliniksozialdienst
6.1 Was beim Lachen zu beachten ist…
6.2 (Humor-)Haltung
6.3 Beispiele von Humorinterventionen
6.4 Selbstfürsorge
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der psychosozialen Beratung im Kliniksozialdienst und der Anwendung von Humor, um diesen als Ressource zur Krankheitsbewältigung nutzbar zu machen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie Humor in kurzen Beratungssequenzen für Patient*innen hilfreich eingesetzt werden kann, ohne dabei zu schaden oder zu kränken.
2.2 Das Lächeln und Lachen – Ergebnisse der Gelotologie
Wenn wir Menschen lachen sehen, ist es leicht zu denken, dass sie gerade etwas Lustiges gehört haben, also miteinander humorvoll agiert haben. Aber ist das so richtig? Ist jedes Lächeln oder Lachen auf Humor zurückzuführen? Mündet jeder Humor in ein Lachen?
Ein Lächeln auf den Lippen ist, verglichen zum Lachen, eine weniger explosive Reaktion - geradezu zurückhaltend und diskret. Wenn jedoch etwas wirklich lustig ist, kommt das Lachen meist unwillkürlich, sodass der Versuch des Zurückhaltens in unpassenden Situationen fast unmöglich erscheint. Der Mensch kann es kaum kontrollieren (Hirsch 2019, 4).
Dabei sind das Lächeln und das Lachen tragende Elemente in der Evolution der homo sapiens. Das gemeinsame Lachen ist ein effektives Instrument der Gleichschaltung. Das bedeutet, dass sich die Individuen, die über einen ähnlichen Humor verfügten, auch andere Lebenssituationen ähnlich bewertet haben und darauf ähnlich reagiert haben. Der Humor hat also die Individuen zusammen gebracht, damit sie in einer Gruppe überlebensfähiger waren (Schwarz 2015, 13).
1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre Motivation aus dem Klinikalltag und definiert das Ziel, den Zusammenhang zwischen Beratung und Humor für Sozialdienstmitarbeitende aufzuarbeiten.
2. Erkenntnisse zum Humor: Dieses Kapitel erläutert begriffliche Grundlagen, die Wissenschaft des Lachens (Gelotologie) sowie verschiedene Formen und Funktionen von Humor.
3 Humoranregende Angebote in Krankenhäusern: Hier werden Methoden wie Lachkoffer, Humorzimmer, Klinikclowns sowie relevante Organisationen wie Stiftungen und Verbände vorgestellt.
4 Praxisforschender Zugang zur Kliniksozialarbeit: Es werden der empirische Zugang, die deskriptive Methodik sowie die Vorgehensweise der Datenerhebung durch Beobachtungsprotokolle erläutert.
5 Praxis der Kliniksozialarbeit im Akutkrankenhaus: Das Kapitel beleuchtet den konkreten Arbeitsauftrag, die Gestaltung von Patient*innenkontakten und das emotionale Erleben von Erkrankten.
6 Eine Handreichung für den Kliniksozialdienst: Dieser Kernbereich bietet Richtlinien, Anleitungen zur Entwicklung einer Humorhaltung, konkrete Interventionsbeispiele und Hinweise zur Selbstfürsorge.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Eine Reflexion der Ergebnisse unter Berücksichtigung der Herausforderungen des Krankenhausalltags und der Einflüsse durch die Pandemie.
Humor, Kliniksozialarbeit, Gelotologie, Patient*innenberatung, Humorintervention, Krankheitsbewältigung, Kommunikation, Selbstfürsorge, Krankenhausalltag, Humorhaltung, Psychosoziale Beratung, Klinikclowns, Lachen, Resilienz, Patienteninteraktion.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Humor als professionelles Werkzeug in der psychosozialen Beratung innerhalb eines Akutkrankenhauses.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen des Humors, dessen therapeutischer Wirkung, den spezifischen Anforderungen der Kliniksozialarbeit sowie praktischen Anwendungshinweisen.
Das Hauptziel ist die Erstellung einer Handreichung, die Sozialdienstmitarbeitenden hilft, humorvoll mit Patient*innen und sich selbst umzugehen, ohne dabei die professionellen Grenzen zu verletzen.
Die Autorin nutzt einen praxisforschenden Zugang mit einer deskriptiven Erhebung, basierend auf eigenen Beobachtungsprotokollen aus dem Berufsalltag im Sozialdienst.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Humors, eine Analyse der Kliniksozialarbeit und die konkrete Handreichung für die humorvolle Beratungspraxis.
Kernbegriffe sind Humor, Kliniksozialarbeit, Humorintervention, Patient*innenberatung, Krankheitsbewältigung und professionelle Humorhaltung.
Die Autorin plädiert dafür, den Humor als Ressource zu nutzen, betont jedoch, dass dies stets mit Fingerspitzengefühl geschehen muss und der Wunsch der erkrankten Person nach Humor respektiert werden sollte.
Humor dient der Autorin zufolge als Schutzmechanismus und Teil der Burn-Out-Prophylaxe, um im stressigen Krankenhausalltag gelassener zu bleiben und Konflikte zu deeskalieren.
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