Diplomarbeit, 2008
102 Seiten, Note: 1,00
1. PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1. Klassische Finanzierungslehre
2.2. Neoklassische Finanzierungstheorien
2.3. Neoinstitutionalistische Finanzierungstheorien
2.4. Theorie der Rationalität und Informationseffizienz
2.5. Die Theorie der Behavioral Finance
3. KALENDEREFFEKTE IN DER BEHAVIORAL FINANCE
3.1. Wochentags-Effekt
3.1.1. Erklärungen für den Wochentags-Effekt
3.1.2. Empirische Untersuchung des Wochentags-Effekts
3.2. Feiertags-Effekt
3.2.1. Erklärungen für den Feiertags-Effekt
3.2.2. Empirische Untersuchung des Feiertags-Effekt
3.3. Monatswechsel-Effekt
3.3.1. Erklärungen für den Monatswechsel-Effekt
3.3.2. Empirische Untersuchung des Monatswechsel-Effekt
3.4. Jänner-Effekt
3.4.1. Erklärungen für den Jänner-Effekt
3.4.2. Empirische Untersuchung des Jänner-Effekt
3.5. Sommer-Effekt
3.5.1. Erklärungen für den Sommer-Effekt
3.5.2. Empirische Untersuchung des Sommer-Effekt
3.6. Weitere beobachtete Effekte
3.6.1. US Presidential Election Cycle
3.6.2. Moonlight Effect
3.7. Kritische Würdigung der erwähnten Effekte
4. ENTWICKLUNG EINER AUF KALENDEREFFEKTEN BASIERENDEN ANLAGESTRATEGIE
4.1. Verwendbarkeit der untersuchten Effekte in einer Anlagestrategie
4.2. Marktanalyse für saisonale Investmentprodukte
4.2.1. DAXplus Seasonal Strategy - Saisonaler Index
4.2.2. Zertifikate
4.2.2.1. Saisonale Zertifikate von ABN Amro
4.2.2.2. Saisonale Zertifikate von Credit Suisse
4.2.2.3. Saisonale Zertifikate der HypoVereinsbank
4.2.2.4. Saisonale Zertifikate der Landesbank Berlin
4.2.2.5. Saisonale Zertifikate der Commerzbank
4.2.2.6. Vergleich der vorgestellten Zertifikate
4.3. Implementierung der Strategie
4.3.1. Grundsätzliche Ausrichtung der Strategie
4.3.1.1. Anlagemärkte
4.3.1.2. Anlageinstrumente
4.3.2. Sommereffekt-Strategie
4.3.3. Kurzfristige Trading-Strategie
4.3.3.1. Kurzfristige Trading-Strategie für den S&P 500
4.3.3.2. Kurzfristige Trading-Strategie für den EURO STOXX 50
4.3.3.3. Kurzfristige Trading-Strategie für den NIKKEI 225
4.3.3.4. Generelle Trading-Richtlinien
4.4. Historischer Test der Strategie
4.4.1. Test der Sommereffekt-Strategie
4.4.2. Test der Kurzfristigen Trading-Strategien
4.4.3. Zusammenfassung der Testergebnisse
4.4.4. Kritische Würdigung der Testergebnisse
4.4.5. Überlegungen für die Praxis
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, durch eine tiefgehende empirische Untersuchung von Kalenderanomalien an internationalen Aktienmärkten eine fundierte, auf saisonalen Effekten basierende Anlagestrategie zu entwickeln, die eine Outperformance gegenüber marktüblichen Basisstrategien erzielt.
3.1. Wochentags-Effekt
Als einer der am besten untersuchtesten Effekte innerhalb der Kalenderanomalien gilt der Wochentags-Effekt. Synonym wird diese Anomalie häufig auch als Day-of-Week-Effect, Monday-Effect oder Weekend-Effect bezeichnet. Als erstes festgestellt wurde der Effekt von Osborne 1962. In weiterer Folge beschäftigten sich zahlreiche Ökonomen wie Cross, French, Gibbons und Hess, Lakonishok und Levi, Keim und Stambaugh oder Rogalski mit diesem Phänomen. Basis all dieser Beobachtungen ist, dass die durchschnittliche Rendite nicht gleichverteilt über die Wochentage ist.
Kenneth French, der sich sehr intensiv mit der Anomalie des Wochentags-Effekt beschäftigt hat, stellte zunächst zwei Hypothesen auf: „calendar-time-hypothesis“: Annahme dieser Hypothese ist es, dass die Renditen an jedem Kalendertag erwirtschaftet werden. Da zwischen dem Handelsschluss am Freitag und dem Handelsschluss am Montag drei Kalendertage verstrichen sind, sollten die Renditen am Montag dreimal so hoch sein wie an den üblichen Handelstagen. „trading-time-hypothesis“: Annahme dieser Hypothese ist es, dass die Renditen nur an Handelstagen erwirtschaftet werden. Die handelsfreien Wochenenden erwirtschaften damit keine Renditen. Resultat ist, dass die Renditen an Montagen durchschnittlich genauso hoch sind wie an den restlichen Handelstagen.
Die trading-time-hypothesis wird unter anderem von Thaler kritisiert. Er stellt ein Gedankenexperiment auf indem während der Sommermonate nur an einem Wochentag ein Handel statt findet. Dazu stellt er die Frage ob während dieser Handelstage die durchschnittliche Rendite jener von normalen Handelstagen entspricht und verneint gleichzeitig diese Frage. In empirischen Tests konnte jedoch keine dieser beiden Hypothesen bestätigt werden. Obwohl die durchschnittliche Rendite an Montagen überdurchschnittlich oder zumindest gleich wie jene an den anderen Wochentagen sein müsste ist sie schwächer als an den restlichen Handelstagen.
1. PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG: Einleitung in die Thematik der Kalenderanomalien und Definition des Ziels, eine darauf basierende Anlagestrategie zu entwickeln.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Erläuterung der klassischen Finanzierungslehre, neoklassischer Ansätze sowie der Behavioral Finance als theoretisches Fundament der Arbeit.
3. KALENDEREFFEKTE IN DER BEHAVIORAL FINANCE: Detaillierte literarische und empirische Analyse der verschiedenen Kalenderanomalien wie Wochentags-, Feiertags- und Jännereffekt.
4. ENTWICKLUNG EINER AUF KALENDEREFFEKTEN BASIERENDEN ANLAGESTRATEGIE: Marktanalyse bestehender Produkte und detaillierte Implementierung sowie historische Simulation einer neuen, saisonal optimierten Anlagestrategie.
Behavioral Finance, Kalenderanomalien, Anlagestrategie, Outperformance, Aktienmärkte, Marktanalyse, Wochentags-Effekt, Feiertags-Effekt, Monatswechsel-Effekt, Jänner-Effekt, Sommer-Effekt, Zertifikate, Backtesting, Rendite, Risiko.
Die Diplomarbeit untersucht saisonale Regelmäßigkeiten am Aktienmarkt, sogenannte Kalenderanomalien, und evaluiert deren Potenzial zur Steigerung der Investmentperformance.
Der Fokus liegt auf Behavioral Finance, der empirischen Überprüfung von fünf spezifischen Kalendereffekten sowie der praktischen Anwendung in Form von Zertifikaten und Eigenentwicklungen.
Ziel ist die Entwicklung einer kalenderoptimierten Investmentstrategie, welche die identifizierten saisonalen Effekte nutzt, um den Markt zu schlagen (Outperformance).
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Zeitreihenuntersuchung historischer Kursdaten von dreizehn verschiedenen Indizes sowie der Simulation von Anlagestrategien über einen Zeitraum von 7,25 Jahren.
Neben der theoretischen Einordnung werden empirische Untersuchungen der fünf Anomalien durchgeführt, bestehende Investmentprodukte analysiert und eine eigene, zweistufige Handelsstrategie entwickelt.
Zentrale Begriffe sind Behavioral Finance, Kalenderanomalien, Outperformance, saisonale Anlagestrategien, Backtesting und Markteffizienz.
Er dient als Basis der mittelfristigen Strategie, da er durch historisch niedrige Renditen in den Sommermonaten und eine klare Trendstruktur eine effiziente Risikoreduktion und Renditeoptimierung ermöglicht.
Die Autorin weist darauf hin, dass Strategien, die auf historischen Daten entwickelt wurden, keine Garantie für zukünftige Marktentwicklungen bieten, weshalb lange Untersuchungszeiträume gewählt wurden.
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