Magisterarbeit, 2004
69 Seiten, Note: 1,0
1. Zielsetzung der Arbeit
2. Nachhaltigkeit im Kulturtourismus
2.1. Definitionen
2.1.1. Zum Begriff des Kulturtourismus
2.1.2. Zum Begriff der Nachhaltigkeit
2.2. Auswirkungen von Reisen zu fremden Kulturen
2.2.1. Allgemeine Aspekte
2.2.2. Kulturelle Aspekte
2.2.3. Ökonomische und soziale Aspekte
2.3. Sozialverträglichkeit im organisierten Kulturtourismus
2.3.1. Merkmale des organisierten Kulturtourismus
2.3.2. Das Interesse an der Kultur
2.3.3. Unterkunft und Lebensstil
2.3.4. Interkulturelles Verstehen
2.3.5. Reiseleitung
2.4. Chancen für Reiseveranstalter
3. Das Beispiel des Kulturtourismusveranstalters Studiosus
3.1. Das bisherige Engagement von Studiosus
3.1.1. Das UmweltManagementSystem
3.1.2. Projektförderung
3.1.3. Foren der Bereisten
3.1.4. Interne Kommunikation und Reiseleiterausbildung
3.1.5. Reisekonzeption und Zusammenarbeit mit Leistungsträgern
3.1.6. Kommunikation mit Gästen und Öffentlichkeit
3.1.7. Engagement in internationalen Initiativen und Verbänden
3.2. Bewertung und Potenziale des Engagements
3.2.1. Internes Management und Erfolgskontrolle
3.2.2. Sensibilisierung der Beteiligten
3.2.3. Zusammenarbeit mit den Zielgebieten
3.2.4. Produktmanagement
3.2.5. Grenzen des Engagements
3.3. Resümee und Zukunftsperspektiven
4. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Reiseveranstaltern für organisierten Kulturtourismus, die Sozialverträglichkeit ihrer unternehmerischen Tätigkeiten im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu fördern. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse von theoretischen Grundlagen sowie einer praktischen Untersuchung des Veranstalters Studiosus.
2.2.2. Kulturelle Aspekte
Kulturelle Einflüsse des Tourismus auf die Menschen und Gesellschaften der touristischen Gastgeberländer werden gemeinhin mit dem Begriff der Akkulturation beschrieben. Nach LÜEM ist darunter die "spezielle, auf direkter Begegnung von Trägern verschiedenartiger Kulturen basierende Form des Kulturwandels" zu verstehen (LÜEM 1985: 87). Die im Tourismus stattfindende Begegnung von Menschen unterschiedlicher Kulturkreise kann demnach einen Kulturwandel im Sinne der gegenseitigen Beeinflussung von Verhaltens- und Denkweisen auslösen oder verstärken. In der Realität ist jedoch der Einfluss der Kultur der Reisenden auf die Kultur der bereisten Länder ungleich stärker als umgekehrt. Dies ist zunächst einmal durch die unterschiedliche Intensität des Kulturkontaktes im Tourismus bedingt. Während die Gäste lediglich kurze Zeit in Berührung mit einer fremden Kultur kommen, sind die Gastgeber das ganze Jahr oder zumindest die touristische Saison hindurch diesem Einfluss ausgesetzt.
Vor allem in wirtschaftlich unterentwickelten Zielgebieten und Regionen spielt zum anderen das starke materielle Gefälle zwischen Gästen und Gastgebern eine große Rolle. Mit zunehmender Diskrepanz des Lebensstandards ist weniger das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen als vielmehr die Begegnung unterschiedlicher sozioökonomischer Klassen für den Akkulturationsprozess von Bedeutung. Als zentraler Einfluss auf die Kulturen der Gastgeber des Tourismus wird häufig deren Verwestlichung genannt.
1. Zielsetzung der Arbeit: Diese Einleitung beschreibt das Vorhaben, die Förderung der Sozialverträglichkeit im Kulturtourismus theoretisch zu beleuchten und am Fallbeispiel Studiosus praktisch zu evaluieren.
2. Nachhaltigkeit im Kulturtourismus: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Kulturtourismus und Nachhaltigkeit und erörtert die kulturellen, sozialen sowie wirtschaftlichen Auswirkungen von touristischen Reisen auf fremde Kulturen.
3. Das Beispiel des Kulturtourismusveranstalters Studiosus: Dieser Teil analysiert detailliert das bisherige Engagement des Unternehmens Studiosus, bewertet die Wirksamkeit der Maßnahmen und leitet daraus Potenziale sowie Grenzen für zukünftige Entwicklungen ab.
4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die theoretischen Ergebnisse und die praktische Untersuchung und betont die Vorbildrolle sowie die Handlungsspielräume für Reiseveranstalter.
Kulturtourismus, Nachhaltigkeit, Sozialverträglichkeit, Studienreise, Studiosus, Akkulturation, interkulturelle Begegnung, Reiseveranstalter, Projektförderung, UmweltManagementSystem, Tourismusmanagement, soziokulturelle Auswirkungen, Zielgebiete, Reiseleitung, nachhaltige Entwicklung
Die Arbeit analysiert, inwieweit Veranstalter organisierter Kulturreisen durch unternehmerische Maßnahmen die Sozialverträglichkeit ihrer Aktivitäten fördern können.
Zentrale Themen sind die Nachhaltigkeit im Kulturtourismus, die soziokulturellen Auswirkungen von Reisen, die Gestaltung von Begegnungen und das strategische Engagement von Reiseveranstaltern.
Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten für Reiseveranstalter aufzuzeigen, um negative soziokulturelle Einflüsse zu minimieren und positive Aspekte für die Bevölkerung in Zielgebieten zu fördern.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und kombiniert diese mit einer praktischen Evaluierung des Unternehmens Studiosus als Fallbeispiel.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung soziokultureller Tourismusfolgen und eine Analyse der Maßnahmen von Studiosus, wie das UmweltManagementSystem und die Projektförderung.
Kulturtourismus, Sozialverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Studiosus, Interkulturelle Begegnung, Projektförderung, Tourismusmanagement.
Der Reiseleiter wird als zentrale Integrationsfigur und Vermittler zwischen den Kulturen angesehen, dessen Sensibilisierung für eine sozialverträgliche Reisegestaltung essentiell ist.
Diese Foren dienen als Instrument für Studiosus, um den Dialog mit der einheimischen Bevölkerung zu suchen, Informationen zu gewinnen und Entscheidungsprozesse in den Zielgebieten mitzugestalten.
Kritisiert werden insbesondere Verwestlichungstendenzen, Kommerzialisierung der Kultur, das materielle Gefälle und die Gefahr touristischer Monokulturen.
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