Bachelorarbeit, 2020
119 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Covid-19
2.1 Covid-19 und die Lage in Deutschland
2.2 Problemstellung für Unternehmen
2.3 Problemstellung für Beschäftigte
3. Krisensituationen
3.1 Krisendefinition
3.2 Wandel des Krisenverständnisses
3.3 Covid-19 als Krisensituation
3.4 Chancen durch Covid-19
4. Transformationale Führung
4.1 Modell der transformationalen Führung
4.2 Abgrenzung des Führungsstils
4.2.1 Transformationale und transaktionale Führung
4.2.2 Transformationale und charismatische Führung
4.3 Aktueller Forschungsstand
4.4 Grenzen und Gefahren
5. Zusammenfassung der Theorie
6. Zielsetzung der empirischen Forschung
7. Methodisches Vorgehen
7.1 Forschungsmethode
7.2 Erhebungsinstrumente
7.3 Stichprobe
7.4 Durchführung der Interviews
7.5 Vorgehensweise bei der Auswertung
7.5.1 Auswahl der Auswertungsmethode
7.5.2 Vorbereitung der Extraktion
7.5.3 Durchführung der Extraktion
8. Ergebnisse
8.1 Vergleich der Ergebnisse
8.2 Diskussion der Ergebnisse
8.2.1 Ergebnis Forschungsfrage 1
8.2.2 Ergebnis Forschungsfrage 2 und Hypothese 2
8.2.3 Ergebnis Forschungsfrage 3 und Hypothese 1
8.2.4 Ergebnis Forschungsfrage 4 und Hypothese 3 und 4
9. Diskussion und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Untersuchung der Effektivität transformationaler Führung in der durch Covid-19 ausgelösten Krisensituation. Dabei wird analysiert, inwieweit dieser Führungsstil in der Praxis angewendet wird, welchen Einfluss er auf die durch die Pandemie entstandenen Problemstellungen zwischen Unternehmen und Beschäftigten ausübt und welche situativen Rahmenbedingungen seine Anwendung begünstigen oder behindern.
3.2 Wandel des Krisenverständnisses
Durch die verschiedenen Definitionen in Punkt 3.1 wird deutlich, dass es die eine Krisendefinition nicht gibt. Vielmehr verändert sich die Verwendung des Begriffs mit der Gesellschaft und dem sozialen Wandel, den sie durchlebt (vgl. Baecker 2011). Der Ursprung des Wortes Krise liegt im Griechischen, wo es in etwa Entscheidung bedeutet (vgl. Graf 2020: 18) und „bezeichnete [in der Antike] sowohl den forensischen Prozeß des Urteilens als auch den medizinischen Kulminationspunkt, ab dem die Entscheidung über Leben und Tod fällt und den militärischen Wendepunkt, der Sieg oder Niederlage bringt“ (Makropoulos 2013: 4). Zudem wurde eine Krise als ein vom Schicksal vorgegebenes Ereignis angesehen, dessen Verlauf nur von den Göttern verändert werden kann (vgl. Saur/Ellebracht 2014: 12). Sie „bestätigt, welchen Lauf das Schicksal sowieso genommen hat [und] dass der Kosmos seine eigene Ordnung hat und jeden wieder einholt, der glaubt, sich selbstständig machen zu können“ (Baecker 2011: 41). Es herrschte der Glaube an eine Fügung, die schon lange vorher von den Göttern bestimmt und an die Menschen vergeben wurde. Das Eintreffen dieses Schicksals, darunter auch Krisen, war unausweichlich.
Auch im weiteren Verlauf der Vormoderne bis hin zur Neuzeit wurden nur wenige Gedanken an die Entstehung oder den Verlauf von Krisen verschwendet, denn „[d]ie Zukunft war nichts, wofür man hätte Sorge tragen können oder müssen. Denn was immer geschah, lag schon irgend beschlossen in der Vergangenheit“ (Dux 1989: 352). Zwar wurden Krisen nicht mehr göttlichen Fügungen zugeordnet, aber die Handlung von Personen war auch in diesen Abläufen nebensächlich, denn es wurde immer noch die Meinung geteilt, dass es eine gewisse Art von Schicksal gebe, das alle eintretenden Ereignisse bereits im Vorfeld bestimmt hat. Daher sei es nicht relevant gewesen über die Zukunft zu philosophieren, da letztendlich nichts verändert werden könne. Dadurch war das „Handeln […] von politischer Verantwortung letztendlich entlastet“ (Koselleck 1973: 112).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die durch Covid-19 entstandenen sozioökonomischen Belastungen und hinterfragt die Eignung der transformationalen Führung als Lösungsansatz in dieser Krisensituation.
2. Covid-19: Dieses Kapitel erläutert die Ausbreitung der Krankheit sowie die resultierenden, existenzbedrohenden Problemstellungen für Unternehmen und Beschäftigte in Deutschland.
3. Krisensituationen: Es erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Krisenbegriff und dessen Wandel, um die Covid-19-Pandemie als Krise im wissenschaftlichen Sinne zu qualifizieren.
4. Transformationale Führung: Darstellung des Modells der transformationalen Führung, Abgrenzung von anderen Führungsstilen sowie Diskussion des Forschungsstands und potenzieller Risiken.
5. Zusammenfassung der Theorie: Eine kompakte Synthese der theoretischen Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln zur Vorbereitung auf den empirischen Teil.
6. Zielsetzung der empirischen Forschung: Herleitung der Hypothesen aus den Forschungsfragen, um die Effektivität transformationaler Führung in Krisenzeiten messbar zu machen.
7. Methodisches Vorgehen: Begründung für die Wahl der qualitativen Forschung mittels Experteninterviews und Beschreibung des Auswertungsprozesses.
8. Ergebnisse: Gegenüberstellung und Diskussion der gewonnenen Daten aus den Experteninterviews, um die Hypothesen zu verifizieren oder zu falsifizieren.
9. Diskussion und Ausblick: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse und Ableitung von Empfehlungen sowie weiterer Forschungsfragen.
Transformationale Führung, Covid-19, Krise, Krisenverständnis, Mitarbeiterführung, Full Range of Leadership, Experteninterviews, Qualitative Forschung, Krisenmanagement, Unternehmensführung, Arbeitsplatzunsicherheit, Motivation, Digitalisierung, Führungspraxis, Situative Führung.
Die Arbeit untersucht die Effektivität transformationaler Führung als Führungsstil in Krisensituationen, konkret am Beispiel der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Unternehmen und deren Mitarbeiter.
Zentrale Schwerpunkte sind die Definition und der Wandel von Krisen, das Modell der transformationalen Führung, deren Abgrenzung zu anderen Führungsansätzen sowie die Analyse situativer Faktoren, die eine solche Führung begünstigen oder behindern.
Das Hauptziel ist es zu ergründen, wie effektiv transformationale Führung in der Covid-19-Situation ist, ob dieser Stil in der Praxis angewendet wird und welchen Einfluss er auf die Bewältigung von Ängsten und Unsicherheiten bei Mitarbeitern hat.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz verfolgt, basierend auf einer fundierten Literaturanalyse und der Durchführung von Experteninterviews mit fünf Führungskräften aus verschiedenen Branchen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der das Krisenverständnis und das Konzept der transformationalen Führung erläutert, sowie einen empirischen Teil, in dem Hypothesen anhand von Experteninterviews geprüft und diskutiert werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Transformationale Führung, Covid-19, Krisenmanagement, Mitarbeiterführung, situative Führung und qualitative Forschung charakterisieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass viele Führungskräfte transformationale Elemente unbewusst in ihre Praxis integrieren. Dennoch wird die klassische Anforderung einer "Zukunftsvision" in der Krise als problematisch empfunden, da das Ende der Pandemie oft nicht absehbar ist.
Ja, die Untersuchung deutet darauf hin, dass transformationale Führung besonders in dynamischen Umfeldern mit komplexen Aufgaben und flacheren Hierarchien effektiv ist, während simple Tätigkeiten und starre Strukturen diesen Stil eher weniger begünstigen.
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