Diplomarbeit, 2006
147 Seiten, Note: Gut
1. Einführung
2. Theoretische Grundlagen
3. Begriffsklärung
3.1 Der Begriff der Sicherheit
3.2 Der Begriff der Freiheit
4. Historische Aspekte
4.1 Sedition Act 1798
4.2 Writ of Habeas Corpus – Silent Leges inter Arma 1861
4.3 Espionage Act 1917
4.4 Palmer Raids 1919
4.5 Smith Act 1940
4.6 Japanese Relocation Act 1942
4.7 McCarthy Ära 1950-1954
4.8 Counterintelligence Program COINTELPRO 1956-1971
4.9 Exkurs: Levi-Guidelines
5. Sektion 411 Definitions Relating to Terrorism
5.1 Inhalt von Sektion 411 Patriot Act
5.2 Historischer Rückbezug
5.2.1 Sedition Act
5.2.2 Espionage Act
5.2.3 Smith Act/“Alien and Registration Act“
5.3 Kritik an Sektion 411
5.3.1 ‘Racial Profiling’
5.3.2 Vage Wortwahl und Guild by Association
5.4 Aspekte von Sektion 411 im Gesetzesvollzug
5.5 Barry Buzans ‘New Framework und Sektion 411
6. Sektion 802 Patriot Act
6.1 Inhalt von Sektion 802 Patriot Act
6.2 Historischer Rückbezug
6.2.1 Suspendierung des ‘Writ of Habeas Corpus’
6.2.2 Japanese Relocation Act
6.2.3 ‘Red Scare’ – Palmer Raids und McCarthy Ära
6.2.4 Counterintelligence Program COINTELPRO
6.3 Kritik an Sektion 802
6.3.1 ‘Racial Profiling’ und die Suspendierung des ‘Writ of Habeas Corpus’
6.3.2 Vage Wortwahl
6.4 Barry Buzans ‘New Framework’ und Sektion 802
7. Freiheit versus Sicherheit
8. Graphische Darstellung: Freiheit versus Sicherheit
8.1 Sektorale Darstellung: Freiheit vs. Sicherheit
8.2 Die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit
8.2.1 Sedition Act 1798
8.2.2 Suspendierung des Writ of Habeas Corpus 1861
8.2.3 Espionage Act 1917
8.2.4 Palmer Raids 1919
8.2.5 Smith Act 1940
8.2.6 Japanese Relocation Act 1942
8.2.7 MaCarthy Ära 1950-1954
8.2.8 Counterintelligence Progam COINTELPRO 1965-1971
8.2.9 Leve-Guidelines 1976 bis heute und USA Patriot Act 2001
9. Schlußbetrachtungen
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen staatlicher Sicherheit und individuellen Freiheitsrechten in den USA unter besonderer Berücksichtigung des „USA Patriot Act“ und nutzt dabei das erweiterte Sicherheitskonzept von Barry Buzan.
4.1 Sedition Act 1798
Der Sedition Act, der ‘Act der Volksverhetzung’, wurde 1798 unter der Administration von John Jacob Adams erlassen, nur sieben Jahre nach Verabschiedung der Bill of Rights im Jahr 1791, die mit dem ersten Zusatzartikel feststellte, dass „Congress shall make no law respecting an establishment of religion, or prohibiting the free exercise thereof; or abridging the freedom of speech, or of the press; or the right of the people peaceably to assemble, and to petition the government for a redress of grievances.” Dieser erste Zusatzartikel der US-Verfassung galt und gilt als zentrales Dokument der freien Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit.
Doch die erst im Jahre 1783 begründete amerikanische Nation sah sich nicht nur mit Ressentiments von Seiten des früheren ‚Mutterlandes’ Großbritannien konfrontiert, sondern auch mit der politisch höchst instabilen Situation im von der eigenen Revolution verunsicherten Frankreich sowie mit jener des vom ‚Großen Hunger` der vierziger Jahre und den folgenden Revolutionen erschütterten Irland. Aus Furcht vor einer neuerlichen Revolution im eigenen Land durch Sympathisanten der Franzosen und Iren erließ die Adams-Administration den Sedition Act, dessen erster Teil die amerikanische Exekutive ermächtigte, alle Nicht-US-Bürger dauerhaft des Landes zu verweisen, die als „gefährlich für den Frieden und die Sicherheit der Vereinigten Staaten“ erachtet wurden.
1. Einführung: Die Autorin reflektiert persönliche Erfahrungen im Kontext von Sicherheit und führt in das zentrale Spannungsfeld zwischen Freiheit und nationaler Sicherheit in den USA ein.
2. Theoretische Grundlage: Es wird das erweiterte Sicherheitskonzept von Barry Buzan vorgestellt, um die soziale Konstruktion von Sicherheit und den Prozess der „Sekuritisation“ zu analysieren.
3. Begriffsklärung: Die Kapitel definieren die zentralen Begriffe „Sicherheit“ und „Freiheit“ im Kontext politischer Theorie und Barry Buzans Sektorenmodell.
4. Historische Aspekte: Eine chronologische Übersicht historischer US-Gesetze und Ereignisse, die Freiheitsrechte zugunsten der Sicherheit einschränkten, von 1798 bis zur McCarthy-Ära.
5. Sektion 411 Definitions Relating to Terrorism: Detaillierte Untersuchung der Sektion 411 des Patriot Act, ihrer Kritikpunkte (Racial Profiling) und der historischen Anknüpfungspunkte.
6. Sektion 802 Patriot Act: Analyse der Sektion 802, die „Domestic Terrorism“ definiert, sowie deren problematische Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft.
7. Freiheit versus Sicherheit: Synthese der vorangegangenen Analysen und Diskussion des Verhältnisses von Freiheit und Sicherheit in einem demokratischen Staat.
8. Graphische Darstellung: Freiheit versus Sicherheit: Sektorale Veranschaulichung der Balance zwischen Freiheit und Sicherheit anhand der diskutierten historischen Fallbeispiele.
9. Schlußbetrachtungen: Zusammenfassende Bewertung der Auswirkungen des Patriot Act und der notwendigen Rolle der Zivilgesellschaft bei der Wahrung von Grundrechten.
USA, Patriot Act, Freiheit, Sicherheit, Sekuritisation, Barry Buzan, Racial Profiling, Bürgerrechte, Terrorismus, Menschenrechte, Gesetzgebung, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Überwachung, Zivilgesellschaft
Die Diplomarbeit analysiert, wie in den USA unter dem Vorwand der nationalen Sicherheit, insbesondere durch den „USA Patriot Act“, verfassungsrechtlich garantierte Freiheitsrechte zunehmend beschnitten werden.
Die Arbeit behandelt das Spannungsfeld zwischen innerer und äußerer Sicherheit, die historische Entwicklung restriktiver US-Gesetze und die theoretische Fundierung durch den Sekuritisierungsansatz von Barry Buzan.
Das Ziel ist der Nachweis, dass die Verschiebung der Balance zwischen Freiheit und Sicherheit zugunsten der Sicherheit keineswegs ein neues Phänomen ist, sondern eine historische Tradition besitzt.
Die Autorin nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, gestützt auf das „New Framework“ von Barry Buzan, um Sicherheitsbegriffe und den Prozess der Sekuritisation in verschiedenen historischen Kontexten anzuwenden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse verschiedener Gesetze (von 1798 bis heute) und eine detaillierte Untersuchung spezifischer Sektionen des Patriot Acts (Sektion 411 und 802) auf ihre verfassungsrechtliche Kritikwürdigkeit.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Freiheit, Sicherheit, Sekuritisation, Patriot Act, Racial Profiling, Grundrechte und Zivilgesellschaft.
Sie kritisiert Racial Profiling als ineffektive und diskriminierende Methode, die ethnische Minderheiten aus dem gesellschaftlichen Konsens ausschließt und die Unschuldsvermutung untergräbt.
Er dient als historisches Beispiel für eine frühe „Notmaßnahme“, die unter dem Vorwand der Sicherheit die freie Meinungsäußerung unterdrückte und damit ein Muster etablierte, das sich in modernen Gesetzen wiederholt.
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