Bachelorarbeit, 2008
45 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
2.1 Entstehung – Gründe und zeitlicher Verlauf
2.2 Ziele
2.3 Maßnahmen
2.4 Auswirkungen auf die deutsche Rechnungslegung
3 Bilanzierung von Finanzinstrumenten des Handelsbestands
3.1 Definition von Finanzinstrumenten
3.1.1 Originäre und derivative Finanzinstrumente
3.1.2 Definition nach HGB
3.1.3 Neuerungen durch das BilMoG
3.1.4 Definition nach IFRS
3.2 Ansatz – Bilanzierung dem Grunde nach
3.2.1 Regelungen nach HGB
3.2.2 Neuerungen durch das BilMoG
3.2.3 Regelungen nach IFRS
3.3 Bewertung – Bilanzierung der Höhe nach
3.3.1 Regelungen nach HGB
3.3.2 Neuerungen durch das BilMoG
3.3.3 Regelungen nach IFRS
3.4 Ausweis – Gliederung der Bilanz
3.4.1 Regelungen nach HGB
3.4.2 Neuerungen durch das BilMoG
3.4.3 Regelungen nach IFRS
3.5 Angaben im Anhang
3.5.1 Regelungen nach HGB
3.5.2 Neuerungen durch das BilMoG
3.5.3 Regelungen nach IFRS
4 Kritische Würdigung der Neuerungen
4.1 Kritik am Referentenentwurf
4.2 Auswirkungen auf die Steuerbilanz
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die durch den Referentenentwurf des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) geplanten Änderungen in der Bilanzierung von Finanzinstrumenten des Handelsbestands, insbesondere im Hinblick auf deren Ansatz, Bewertung, Ausweis und Anhangsangaben, und stellt diese den bestehenden Regelungen des HGB sowie internationalen Standards (IFRS) gegenüber.
3.1.2 Definition nach HGB
Im deutschen Handelsgesetzbuch findet sich keine Definition des Begriffs „Finanzinstrumente“. Er wird in einigen Paragraphen lediglich erwähnt. Die einzige Konkretisierung enthält § 285 S. 2 HGB. Dieser Satz liefert seit der Einführung des BilReG (2004) genauere Angaben im Hinblick auf die Eingrenzung derivativer Finanzinstrumente.
Um den Begriff „Finanzinstrumente“ in der Praxis auch ohne gesetzliche Grundlage abgrenzen zu können, hat das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (2005) die Verlautbarung IDW RH HFA 1.005 verabschiedet. Dieser zufolge unterteilen sich Finanzinstrumente in Vermögensgegenstände und Schulden, die zu Geldzahlungen oder zum Zu- und Abgang von anderen Finanzinstrumenten führen, wobei immer ein Vertrag vorliegen muss. Der Begriff umfasst demnach, sofern die obigen Voraussetzungen erfüllen, folgende Instrumente: Zum einen Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Devisen und Derivate nach § 1 Abs. 11 KWG und § 2 Abs. 2b WpHG. Weiter sind die Finanzanlagen nach § 266 Abs. 2 A III. HGB Bestandteil der Finanzinstrumente. Außerdem werden die originären fremdkapitalbezogenen Instrumente, also Forderungen nach § 266 Abs. 2 B II. Nr. 1-3 HGB und Verbindlichkeiten nach § 266 Abs. 2 C Nr. 1-2 HGB, eingeschlossen. Eigenkapitalinstrumente fallen nach der Verlautbarung auch beim Emittenten nicht unter die Finanzinstrumente.
Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (2005) hat zusätzlich den Begriff „derivative Finanzinstrumente“ abgesteckt. Diese werden als Termingeschäfte mit möglichem Optionscharakter bezeichnet, wobei der Wert von einer Basisvariablen abhängt. Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten müssen durch Ausgleichszahlungen oder Austausch anderer Finanzinstrumente beglichen werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach dem BilMoG ein und erläutert die Zielsetzung, den Aufbau sowie die methodische Beschränkung der Arbeit.
2 Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe, den zeitlichen Ablauf sowie die Ziele und geplanten Maßnahmen des BilMoG zur Modernisierung des deutschen Bilanzrechts.
3 Bilanzierung von Finanzinstrumenten des Handelsbestands: Der Hauptteil analysiert detailliert die Definition, den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Anhangsangaben für Finanzinstrumente des Handelsbestands unter Vergleich von HGB, BilMoG-Entwurf und IFRS.
4 Kritische Würdigung der Neuerungen: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit dem Referentenentwurf, insbesondere hinsichtlich der begrifflichen Abgrenzung, der Zeitwertbilanzierung sowie der Auswirkungen auf die Steuerbilanz.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Auswirkungen der Angleichung an die IFRS sowie die zukünftige Relevanz und möglichen Korrekturbedarf der neuen Regelungen.
BilMoG, Finanzinstrumente, Handelsbestand, Zeitwertbewertung, Fair Value, HGB, IFRS, Bilanzierung, Ansatz, Bewertung, Ausweis, Anhangsangaben, Referentenentwurf, Derivate, Steuerbilanz
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf die bilanzielle Behandlung von Finanzinstrumenten, die zu Handelszwecken gehalten werden.
Die zentralen Felder sind die Definition von Finanzinstrumenten, deren Ansatz und Bewertung sowie der korrekte Ausweis in der Bilanz und die erforderlichen Angaben im Anhang nach HGB, BilMoG und IFRS.
Ziel ist es, die geplanten Neuerungen des BilMoG im Bereich der Finanzinstrumente kritisch zu untersuchen und den Anpassungsbedarf sowie die Konsequenzen für deutsche Unternehmen aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende und analysierende Methode, indem sie die bestehenden HGB-Vorschriften, den neuen BilMoG-Referentenentwurf und die internationalen IFRS-Standards einander gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Definition, Ansatz, Bewertung, Ausweis und Anhangsangaben, wobei jeweils die Unterschiede zwischen den alten HGB-Regelungen, dem BilMoG-Entwurf und den IFRS herausgearbeitet werden.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie BilMoG, Finanzinstrumente, Zeitwertbewertung, Fair Value, Handelsbestand und IFRS-Angleichung beschreiben.
Der Autor greift verschiedene Kritikpunkte aus der Fachliteratur auf, etwa die mangelnde Rechtsunsicherheit durch fehlende Definitionen oder die befürchteten negativen Auswirkungen auf die Steuerbilanz.
Die Arbeit diskutiert, inwieweit die neue Zeitwertbewertung für Finanzinstrumente des Handelsbestands das traditionelle deutsche Realisations- und Imparitätsprinzip aufweicht oder außer Kraft setzt.
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