Bachelorarbeit, 2019
42 Seiten, Note: 1,3
1. Das Lukasevangelium
1.1 Entstehungsgeschichte
1.1.1 Verfasser
1.1.2 Zeit
1.1.3 Ort
1.1.4 Religiöser Hintergrund
1.1.5 Quellen
1.2 Sozialgeschichtliche Themen des LKs
1.3 Historisches Umfeld
1.3.1 Soziale Situation in den römisch-hellenistischen Städten
1.3.2 Antike Ökonomie
1.3.3 Die Frau in der städtischen Gemeinde
2. Gleichnisse
2.1 Sprache der Gleichnisse
2.2 Funktion der Gleichnisse
3. Besitz & Armut
3.1 Reiche und Arme – Darstellung im Lukasevangelium
3.1.1 Arme
3.1.2 Reiche
3.2 Das Anhäufen von Besitz LK, 12, 13- 21
3.2.1 Form, Einordnung und Inhalt
3.2.2 Der Reiche
3.3.3 Funktion /Deutung
3.3.4 Fazit
3.3 Der Nutzen des Geldes LK 16, 1-13
3.3.1 Form, Einordnung Inhalt
3.3.2(Sozial-)Geschichtlicher Hintergrund
3.3.3 Deutung / Funktion
3.3.4 Fazit
3.4 Reiche in der Basileia? Lk. 18, 18-30
3.4.1 Form, Einordnung, Inhalt
3.4.2 Darstellung des reichen Mannes und Petrus`
3.4.3 Deutung/Funktion
3.4.4 Fazit
4. Frauen
4.1 Frauen in der Antike
4.2 Das Vermögen dreier Frauen Lk. 8, 1-3
4.3 Der Wert des Geldes Lk 15, 8-10
4.3.1 Form, Einordnung, Inhalt
4.3.2 Arme Frau
4.3.3 Deutung/ Funktion
4.3.4 Fazit
5. Fazit
5.2 Der Evangelist der Armen? Evangelist der Reichen?
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Lukasevangelium die Themen Armut und Reichtum darstellt, welche theologischen Beweggründe hinter dieser spezifischen Ausgestaltung stehen und an welche Zielgruppe diese Botschaften gerichtet sind.
1.3.1 Soziale Situation in den römisch-hellenistischen Städten
Zur Beschreibung der antiken Gesellschaft hat sich das dichotome Modell bewährt. Es teilt die Gesellschaft in eine Elite und eine Nicht-Elite, also einer Oberschicht und einer Unterschicht. Eine Mittelschicht hat es in der Antike nicht gegeben. An der Spitze dieser Gesellschaftsstruktur steht eine schmale Führungselite, die durch ihre adelige Herkunft, das Innehaben öffentlicher Ämter und ihren Reichtum ausgezeichnet ist. Die Elite bildet sowohl die politische, als auch die ökonomische und die Prestigeelite. Ihr gegenüber stand die Nicht-Elite, also die breite Masse, die durch den Mangel jener Elitenkennzeichen bestimmt ist, also ihrer Armut, niedrige Geburt, politische Schwäche und niedrigem sozialen Ansehen. Diese Einteilung bildet jedoch nur eine grobe Übersicht, beide Schichten sind in sich differenziert.
Grundfaktoren für die soziale Position der Oberschichtsmitglieder sind Macht, Prestige und Privileg. Die Oberschicht lässt sich in drei Untergruppen einteilen: Mitglieder der römischen Ordines, Reiche und Gefolgsleute (retainers). Die Elitengruppe der Ordines setzt sich zusammen aus den Reichsaristokraten, dem senatorischen Adel und den Rittern, welche das Innehaben von Macht, Privilegien und Prestige in gradueller Abstufung gemeinsam haben. Die Reichsaristokraten üben Macht qua Autorität aus, und genießen Privilegien als Amtsträger, welches wiederum Reichtum voraussetzt. Der Gruppe der Reichen werden alle vermögenden Personen zugezählt, die kein politisches Führungsamt innehaben und zur Oberschicht gezählt werden. Sie können aufgrund ihres Reichtums Macht auf die Politik ausüben und sich einen privilegierten Lebensstil erlauben. Die Gefolgsleute bilden die dritte Gruppe der Oberschicht. Sie setzt sich zusammen aus Freien, Freigelassenen und Sklaven, welche für ihre Herren wichtige Funktionen oder hohe Verwaltungsaufgaben übernehmen. Da ihr Zugriff auf Macht oder Privilegien durch das Wohlwollen ihrer Herren bestimmt ist und ihr Status jederzeit verändert werden kann, werden sie zwar zur Oberschicht, jedoch nicht zur Elite der Gesellschaft gezählt. Auch zur lukanischen Gemeinde zählten Mitglieder dieser Oberschicht, jedoch nur die Reichen oder die Gefolgsleute. Die politische Elite war nicht unter ihnen vertreten.
1. Das Lukasevangelium: Dieses Kapitel behandelt die Entstehungsgeschichte, den religiösen Hintergrund und das historische Umfeld des Evangeliums, einschließlich der sozialen Situation und der Rolle der Frau.
2. Gleichnisse: Hier werden die sprachliche Struktur, die metaphorische Grundlage sowie die verschiedenen Funktionen der Gleichnisse in ihrem gesellschaftlichen Kontext erläutert.
3. Besitz & Armut: Dieser Hauptteil analysiert das lukanische Bild von Armut und Reichtum anhand zentraler Gleichnisse und untersucht die ökonomische Solidarität innerhalb der Gemeinde.
4. Frauen: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle und den sozialen Status von Frauen in der Antike und untersucht ihre Bedeutung in der lukanischen Gemeinde sowie in ausgewählten Texten.
5. Fazit: Die abschließenden Kapitel führen die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und diskutieren die Frage nach der Zielsetzung des Lukas im Kontext von Armut und Reichtum.
Lukasevangelium, Armut, Reichtum, Gleichnisse, Sozialgeschichte, Exegese, Besitzverzicht, Nächstenliebe, Solidarität, Frauen in der Antike, Basileia, Lukanisches Sondergut, Gemeinde, Umkehr, Mammon
Die Arbeit untersucht die Darstellung und Thematisierung von Reichtum und Armut im Lukasevangelium und analysiert die zugrunde liegende Ethik des Evangelisten.
Die zentralen Themen umfassen das soziale Gefüge der Antike, die Rolle von Frauen in der lukanischen Gemeinde, die Bedeutung von Gleichnissen und das Konzept der ökonomischen Solidarität.
Es wird untersucht, wie Lukas Armut und Reichtum darstellt, warum er diese Themen ausführlicher behandelt als andere Evangelisten und welche Zielgruppe er mit seiner Botschaft primär erreichen will.
Es handelt sich um eine theologisch-exegetische Untersuchung, die sozialgeschichtliche Hintergründe mit einer Analyse der Gleichnishermeneutik verbindet.
Der Hauptteil widmet sich intensiv der Auslegung spezifischer Gleichnisse und Texte (z.B. der reiche Kornbauer, der Finanzverwalter), um die lukanische Position zu Besitz, Geld und Umkehr herauszuarbeiten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere: Lukanisches Sondergut, Besitzverzicht, ökonomische Solidarität, gesellschaftliche Schichtung der Antike und die Rolle der Frauen.
Lukas betrachtet Reichtum grundsätzlich kritisch, besonders wenn er zur Selbstsucht führt. Er fordert jedoch keinen allgemeinen Besitzverzicht, sondern einen solidarisches Umgang mit Geld zugunsten der Ärmeren.
Es beschreibt das von Lukas genutzte rhetorische Mittel, durch den bewussten Gegensatz von positiven und negativen Handlungsbeispielen die Leser zu einer Entscheidung für das solidarische Handeln zu motivieren.
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