Bachelorarbeit, 2014
45 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung: Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit
2. Die Entwicklung der Identität nach George H. Mead
2.1. Vorüberlegungen
2.2. „I“, „Me“ und „Self“
3. Die Theorie musikalischer Selbstsozialisation
3.1. Theoriegeschichtliche Herleitung des Begriffs der Selbstsozialisation
3.2. Eine kritische Diskussion des Selbstsozialisationskonzeptes nach Jürgen Zinnecker
3.2.1. Zwischenfazit
3.3. Das Selbstsozialisationskonzept nach Renate Müller
3.4. Kritik am Konzept musikalischer Selbstsozialisation von Renate Müller
3.4.1. Zwischenfazit
4. Die digitale Mediamorphose
5. Musikalische Selbstsozialisation im Zeitalter von Youtube und Spotify?
5.1. Vorüberlegungen
5.2. Mediennutzung und Mediensozialisation
5.2.1. Hypothese I: Musikalische „Allesfresserei“ in Zusammenhang mit einem breiten Musikgeschmack?
5.2.2. Hypothese II: „Tags“ als Agenda-Setting-Effekt?
5.3. Zwischenfazit
6. Resümee: Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse
Die Arbeit untersucht, wie sich Jugendliche im Zeitalter digitaler Musikportale wie Youtube und Spotify selbst sozialisieren und inwiefern diese Medien ihre Identitätsbildung sowie ihren Musikgeschmack beeinflussen.
3.1. Theoriegeschichtliche Herleitung des Begriffs der Selbstsozialisation
Der Begriff der Selbstsozialisation erhielt erst ab 1986 durch einem Aufsatz von Klaus Gilgenmann eine gewisse Prominenz, obgleich die Entgegensetzung von Selbst- und Fremdsozialisation bereits seit der Gründungsphase der Kinderforschung (v.a. um Karl Groos) schon zu Beginn dieses Jahrhunderts diskutiert wurde.
Besonders im deutschsprachigen Raum nahm die Kindheitsforschung erst seit den 1990er Jahren eine eigene Kontur an. Sie wurde durch die Leitfrage angestoßen, welche Einflüsse veränderte Bedingungen des Aufwachsens auf Kinder und Jugendliche haben.
Im Zentrum standen sozialökologische Faktoren, die Folgen der neuen Medien sowie veränderte Erziehungsvorstellungen und Verhaltensmaßstäbe gegenüber Kindern und Jugendlichen. Hinter diesen Bedingungen steht die Frage, wie sich das Individuum in den gesellschaftlichen Kontext einfügt bzw. gesellschaftsideologische Werte internalisiert, um dadurch eine Position im sozialen Raum einnehmen zu können. Dies ist ein zentraler Aspekt innerhalb der Persönlichkeitsentwicklung.
1. Einleitung: Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit: Die Einleitung verortet das Thema der jugendlichen Sozialisation im Kontext einer digitalen Informationsgesellschaft und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Rolle von Musikportalen.
2. Die Entwicklung der Identität nach George H. Mead: Dieses Kapitel legt die sozialtheoretische Grundlage durch das Modell des symbolischen Interaktionismus, um zu verstehen, wie Identität durch soziale Prozesse entsteht.
3. Die Theorie musikalischer Selbstsozialisation: Hier werden die Konzepte von Zinnecker und Müller kritisch diskutiert, insbesondere im Hinblick auf den Eigenanteil des Individuums und die Relevanz der Sozialisationsinstanzen.
4. Die digitale Mediamorphose: Das Kapitel beleuchtet die technikhistorischen Entwicklungen und wie die Digitalisierung die Musikrezeption und -produktion grundlegend gewandelt hat.
5. Musikalische Selbstsozialisation im Zeitalter von Youtube und Spotify?: Der Hauptteil analysiert anhand zweier Hypothesen – Allesfresserei versus Agenda-Setting – die Auswirkungen von Musikportalen auf den Musikgeschmack Jugendlicher.
6. Resümee: Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse: Das Schlusskapitel führt die theoretischen Überlegungen und empirischen Hypothesen zusammen und bewertet die Bedeutung des Medieneinflusses für die Identitätsbildung.
Selbstsozialisation, Identitätsbildung, Musikgeschmack, Mediamorphose, Jugendsozialisation, Musikrezeption, Allesfresserei, Agenda-Setting, Youtube, Spotify, symbolischer Interaktionismus, Mediensozialisation, digitale Transformation, Habitus, Identitätsarbeit
Die Arbeit untersucht den Prozess der musikalischen Selbstsozialisation von Jugendlichen im Kontext moderner Medien wie Youtube und Spotify.
Die zentralen Themen sind Identitätsbildung, die Theorie der Selbstsozialisation, die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Musikverhalten und die Rolle von Medien als Sozialisationsinstanz.
Die Kernfrage ist, ob und wie musikalische Selbstsozialisation im Zeitalter des Internets stattfindet und inwiefern Webportale die Identitätsentwicklung und Musikpräferenzen Jugendlicher beeinflussen.
Die Arbeit nutzt eine theoriegeleitete Literaturanalyse und diskutiert bestehende sozialisationstheoretische Ansätze im Lichte aktueller technologischer Entwicklungen.
Im Hauptteil werden die Theorien von Mead, Zinnecker und Müller erörtert, der Begriff der Mediamorphose definiert und zwei Hypothesen zur Musikgeschmacksbildung auf Musikplattformen diskutiert.
Schlüsselwörter sind u.a. Selbstsozialisation, Identitätsbildung, Mediamorphose, Allesfresserei, Agenda-Setting, Musikrezeption und digitale Transformation.
Während Fremdsozialisation institutionelle Steuerung betont, fokussiert die Selbstsozialisation den eigenständigen Prozess der Identitätskonstruktion und aktiven Aneignung durch das Individuum.
Sie dienen als strukturierende Elemente, die jedoch das Risiko bergen, den Horizont der Nutzer einzuschränken, indem sie primär auf ähnliche Inhalte verweisen ("Nischenbildung").
Nein, die Arbeit argumentiert, dass auch virtuelle Räume tief in gesellschaftliche Strukturen, Milieueffekte und individuelle Dispositionssysteme eingebunden bleiben.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

