Bachelorarbeit, 2008
50 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 UNTERSUCHUNGSRELEVANTE GRUNDLAGEN
2.1 „Das Keuschheitsgelübde“ als Basis der DOGMA-Filme
2.2 Authentizität
2.3 Schauspiel
3 ANALYSE DER AUTHENTIFIZIERUNGSSTRATEGIEN
3.1 Besonderer Ablauf am Set
3.1.1 Einsatz von Handkameras
3.1.2 Abhängigkeit von Bild und Ton
3.1.3 Bewusst unvollständige Informationsgebung an Schauspieler
3.2 Besondere Bedingungen am Set über den Dreh hinaus
3.3 Methoden und Techniken zur Emotionsbildung
3.4 Besonderer psychischer und physischer Anspruch an die Schauspieler
4 KRITISCHE DISKUSSION
5 SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Schauspiel und Authentifizierungskonzepten in DOGMA-Filmen. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob und durch welche spezifischen Strategien bei DOGMA-Produktionen eine gesteigerte Authentizität im Vergleich zu traditionellen Filmen erzielt wird, und welche Rolle dabei der schauspielerischen Leistung sowie den Arbeitsbedingungen am Set zukommt.
Besonderer Ablauf am Set
Der bedeutendste Unterschied zwischen traditionellen und DOGMA-Produktionen liegt im Verlauf des Drehs bzw. der Arbeit am Set. So gestalten sich die Dreharbeiten eines DOGMA-Films für die Schauspieler meist viel konzentrierter, da Wartezeiten auf langes Einrichten und Ausleuchten der Szenen völlig wegfallen. Dies bietet den Schauspielern verstärkt die Möglichkeit, sich in den Film zu vertiefen bzw. in ihm zu leben. Die Rolle der Schauspieler ist sehr autonom, da auch die sonst immer anwesende Crew von Assistenten, Visagisten etc. wegfällt.
Ein oftmals chronologischer Dreh bei DOGMA-Produktionen lässt vertiefte Emotionen auf Seiten der Schauspieler zu. Die Kamera wird nicht selten vom Regisseur selbst übernommen, wodurch die Distanz zwischen Regisseur und Schauspieler fast gänzlich verschwindet. Dies betont auch die französische Schauspielerin und Protagonistin des Films Lovers Elodie Bouchez nach den Dreharbeiten. Man lebe mehr im Augenblick, es sei eine natürlichere Art des Filmemachens: Leben mit der Kamera. Die Arbeitsweise von DOGMA-Produktionen ist durch die o. g. Faktoren geprägt von Freiheit und Intimität am Set. (vgl. Hallberg/ Wewerka 2001, 218f.)
1 EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Untersuchung: Die Analyse der Relation von Schauspiel und Authentifizierungskonzepten im DOGMA-Film sowie die Hinterfragung der Strategien zur Authentizitätsproduktion.
2 UNTERSUCHUNGSRELEVANTE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert die dogmatischen Regeln (Keuschheitsgelübde), definiert den Begriff Authentizität im filmischen Kontext und beschreibt die Bedeutung des Schauspiels als zentralen Faktor für die Wirkung eines Films.
3 ANALYSE DER AUTHENTIFIZIERUNGSSTRATEGIEN: Der Hauptteil analysiert methodisch die Besonderheiten der Dreharbeiten, den Einsatz von Handkameras, die Tonaufnahme, den Umgang mit Informationen gegenüber Darstellern sowie die hohen psychischen und physischen Anforderungen an das Schauspiel.
4 KRITISCHE DISKUSSION: Hier erfolgt eine kritische Reflexion der zuvor analysierten Strategien, insbesondere hinsichtlich der verschwimmenden Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentation sowie der ethischen Vertretbarkeit der Arbeitsmethoden gegenüber den Darstellern.
5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Arbeit fasst zusammen, dass die DOGMA-Regeln eine Schauspielmethode etabliert haben, die eine höhere Authentizität und Unmittelbarkeit ermöglicht, aber durch hohe Anforderungen an die Darsteller und eine Tendenz zur Grenzüberschreitung geprägt bleibt.
DOGMA-Film, Authentizität, Schauspiel, Keuschheitsgelübde, Lars von Trier, Thomas Vinterberg, Handkamera, Authentifizierungskonzept, Idioten, Das Fest, Mifune, Lovers, Regie, Dokumentarfilm, Filmsprache.
Die Arbeit untersucht, wie DOGMA-Filme Authentizität erzeugen und welche besondere Rolle das Schauspiel sowie die spezifischen Produktionsbedingungen dabei spielen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem DOGMA-Manifest, der Rolle des Schauspielers bei der Konzipierung von Authentizität und der Analyse ausgewählter Regie-Strategien.
Es soll festgestellt werden, ob sich die Beziehung zwischen Schauspiel und Authentifizierung in DOGMA-Filmen grundlegend von traditionellen Filmen unterscheidet und wie Regisseure diese Strategien einsetzen.
Die Autorin nutzt eine filmwissenschaftliche Analyse von ausgewählten DOGMA-Klassikern sowie eine kritische Diskussion der Regie-Strategien und Arbeitsbedingungen am Set.
Der Hauptteil analysiert den Ablauf am Set, den Einsatz von Handkameras, die Bedeutung der Tonaufnahme, den Einfluss von Informationszurückhaltung auf Schauspieler sowie den psychischen und physischen Anspruch an die Darsteller.
Die zentralen Begriffe sind DOGMA-Film, Authentizität, Schauspiel, Keuschheitsgelübde, Regiestrategien und Authentifizierung.
Die Handkamera dient als Werkzeug, um durch Spontanität und das Wegfallen technischer Hilfsmittel eine höhere Unmittelbarkeit und Identifikation beim Zuschauer zu erzeugen.
Sie hinterfragt kritisch, ob der extreme Verzicht auf Maskerade und die physische Beanspruchung der Darsteller für das Ziel der filmischen Authentizität gerechtfertigt sind, da die erzielten Effekte im Film oft nur minimal sichtbar sind.
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