Bachelorarbeit, 2019
143 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Ambidextrie als Ansatz zur Balancierung von Exploitation und Exploration
2.2 Strukturelle Ambidextrie
2.3 Konzept des Digital Innovation Labs
3 Methodik
3.1 Forschungsdesign
3.2 Datenerhebung
3.3 Datenanalyse
4 Cross-Case-Analyse
4.1 Strategische Ausrichtung
4.2 Autonomiegrad
4.3 Arbeitskultur und Arbeitsumgebung
5 Diskussion
6 Limitation und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie multinationale Konzerne Digital Innovation Labs konzipieren und etablieren, um im Rahmen der digitalen Transformation explorative Aktivitäten effektiv zu steuern. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Ausgestaltung dieser Labs als Instrumente der strukturellen Ambidextrie.
2.1 Ambidextrie als Ansatz zur Balancierung von Exploitation und Exploration
Die Fertigkeit des Unternehmens, die Dynamik seines Umweltkontexts zu verstehen und sich daran mit treffenden strategischen Veränderungen anzupassen, erfordert die dynamic capability (vgl. Eisenhardt & Martin, 2000, S. 1107): „[...] the firm’s ability to integrate, build, and reconfigure internal andexternal competencies to address rapidly changing environments.” (Teece, Pisano & Shuen, 1997, S. 516) Die dynamische Fähigkeit trägt zur Innovationsfähigkeit der Unternehmen bei (vgl. DiStefano, Peteraf & Verona, 2014, S. 316). Sie beschreibt die Leistung, inwieweit eine Firma neue Geschäftsideen in den Markt bringt. Die sich hieraus ergebende Innovationskraft ist ein Indikator dafür, welchen monetären Wert diese Ideen für Unternehmen haben und letztlich welches Leistungsergebnis im Wettbewerb zu anderen Unternehmen resultiert (vgl. Naldi, Wikström & Von Rimscha, 2014, S. 64). Der Kern dieser Fähigkeit ist das Geschick des Unternehmens, die richtige Balance zwischen produktitätsorientierter Exploitation und innovationsorientierter Exploration zu finden (vgl. March, 1991, S. 71; O’Reilly & Tushman, 2008).
Entsprechend ist es die Fähigkeit, bestehende Kompetenzen gezielt zu nutzen und gleichzeitig neue Märkte und Technologien zu erforschen und dadurch neue Kompetenzen zu erwerben (vgl. Holmqvist, 2004, S. 71). Dieses Geschick wird unter anderem als organisationale Ambidextrie bezeichnet (vgl. Duncan, 1976, S. 167). Exploration beschreibt dabei den Teil des Unternehmens, der agil ist und Innovationen vorantreibt. Exploitation setzt im Gegensatz dazu den Fokus auf das operative Kerngeschäft (vgl. March, 1991, S. 71).
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen der digitalen Transformation für etablierte Konzerne und führt Digital Innovation Labs als Lösungsansatz ein, um explorative Innovationen zu fördern.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Ambidextrie als Balancierung von Exploration und Exploitation sowie die theoretische Fundierung und Zielsetzung von Digital Innovation Labs.
3 Methodik: Es wird das qualitative Forschungsdesign dargelegt, welches auf einer Multi-Case-Study mit Experteninterviews basiert, um ein detailliertes Verständnis für die Etablierung von Innovationslaboren zu entwickeln.
4 Cross-Case-Analyse: Dieser Teil wertet die empirischen Daten aus sieben Experteninterviews aus und strukturiert diese nach den drei Gestaltungsfeldern Strategische Ausrichtung, Autonomiegrad sowie Arbeitskultur und Arbeitsumgebung.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden mit der Theorie der strukturellen Ambidextrie verknüpft, um den wissenschaftlichen Beitrag und praktische Implikationen für das Management abzuleiten.
6 Limitation und Ausblick: Kritische Reflexion der methodischen Vorgehensweise und Aufzeigen von Potenzialen für zukünftige Forschungsarbeiten.
Digitalisierung, digitale Transformation, multinationale Konzerne, Digital Innovation Lab, Gestaltungsrahmen, Ambidextrie, Exploration, Exploitation, radikale Innovation, Innovationsmanagement, Unternehmertum, Organisationsstruktur, Innovationskultur, Agilität, Strategie.
Die Arbeit untersucht, wie multinationale Großkonzerne Digital Innovation Labs nutzen, um explorative Innovationen zu fördern und dabei die Herausforderungen der digitalen Transformation zu bewältigen.
Die zentralen Felder sind die organisationale Ambidextrie, das Design und die Etablierung von Innovationslaboren sowie die Gestaltung von Arbeitsumgebungen für explorative Projekte.
Die Forschungsfrage lautet: Wie werden Digital Innovation Labs für den Umgang mit digitalen Innovationen innerhalb multinationaler Konzerne konzipiert, um sich in der Theorie der strukturellen Ambidextrie als geeignetes Instrument für Exploration zu etablieren?
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz in Form einer Multi-Case-Study, basierend auf teilstrukturierten Experteninterviews mit Vertretern verschiedener Branchen und einer Strategieberatung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, ein methodisches Vorgehen zur Datenerhebung und eine umfangreiche Cross-Case-Analyse, welche die Gestaltungsmerkmale (Strategie, Autonomie, Kultur) der untersuchten Labs aufzeigt.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Digital Innovation Lab, Ambidextrie, Exploration, Exploitation, digitale Transformation und organisationale Gestaltung.
Dieses Syndrom beschreibt die Aversion etablierter Unternehmen gegen Ideen, die nicht aus dem eigenen Haus stammen; das Management von Labs muss daher Strategien zur Akzeptanzförderung entwickeln.
Der Standort ist ein kritischer Erfolgsfaktor: Er beeinflusst die Distanz zum operativen Kerngeschäft und damit die Freiheit für agile Arbeitsweisen, während gleichzeitig die Nähe zu anderen Startups und Forschungseinrichtungen für Inspiration gesucht wird.
Die Finanzierung reicht von zentralen Budgets über projektbezogene Finanzierungen bis hin zu Charging-Mechanismen, bei denen Geschäftseinheiten die Leistungen des Labs in Anspruch nehmen.
Es beschreibt eine agile Methode, bei der innerhalb kurzer Zeit (hier fünf Tage) Prototypen oder Konzepte erstellt und getestet werden, um frühzeitig Erkenntnisse über deren Erfolgsaussichten zu gewinnen und Fehlinvestitionen zu vermeiden.
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