Bachelorarbeit, 2021
36 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
Teil A
2. Das Leben der Jeanne d’Arc
2.1 Kindheit
2.2 Militärische Laufbahn
2.3 Der Inquisitionsprozess von Rouen
3. Das Frauenbild des Spätmittelalters
4. Jeanne d’Arc im Vergleich mit dem Frauenbild des Spätmittelalters
5. Fazit
Teil B
6. Einordnung der Thematik in den Kernlehrplan
7. Entwicklung des Themas und einer relevanten Fragestellung im Geschichtsunterricht
8. Der Entwurf des Lernarrangements
8.1 Geschichtsdidaktischer Zugriff durch die Verwendung von Textquellen im Unterricht
8.2 Das Lernarrangement
8.2.1 Voraussetzungen
8.2.2 Material
8.2.3 Lernpotenziale
9. Fazit
10. Quellen- und Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht Jeanne d’Arc als konträres Gegenbeispiel zum spätmittelalterlichen Frauenbild und entwickelt auf dieser Basis ein geschichtsdidaktisches Lernarrangement für den Schulunterricht. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Jeanne d’Arc die gesellschaftliche Wahrnehmung und Rolle der Frau im Spätmittelalter durch ihr Wirken und ihren Bruch mit gängigen Konventionen infrage stellte.
3. Das Frauenbild des Spätmittelalters
Das Frauenbild des späten Mittelalters, insbesondere des 14. und 15. Jahrhunderts war geprägt von verschiedensten Mentalitäten. Die Menschen entwickelte sich aufgrund der sozialen Unruhen im ausgehenden 14. Jahrhundert eine zunehmende Sehnsucht nach Frieden. In diesem Zusammenhang gewann auch die Stellung der Kirche für die Menschen immer größere Bedeutung in ihrem Leben. Einerseits lässt sich eine gewisse Verweltlichung erkennen; der Hang zum Luxus wuchs und es entwickelte sich eine Genusssucht. Die Pestepidemie (1348-1350) hatte zusätzlichen Einfluss auf Lebenseinstellungen und Religiosität, so dass sich andererseits eine breite und tiefgreifende (Volks-) Frömmigkeit entwickelte, die zwar zur Massenhaftigkeit tendierte, aber ebenso eine Tendenz zur Innerlichkeit und Einfachheit aufwies. Im fortschreitenden Verlauf des Mittelalters änderten sich einige Aspekte im Alltagsleben der Frau.
So wandelte sich beispielsweise die allgemeine und rechtliche Stellung und es fand eine Wende im Heiratssystem statt. Im Falle einer Heirat empfahl es sich zwar immer noch, die elterliche Einwilligung einzuholen, jedoch war dies keine Voraussetzung mehr für die Kirchenrechtliche Gültigkeit. Im weltlichen Recht blieb es allerdings eine Vorschrift. Die Bauernrechte kannten keinen Heiratszwang. Das Mindestalter um heiraten zu dürfen, lag für Mädchen bei zwölf Jahren. Sie wurden in der Regel verhältnismäßig früh verheiratet: In der Stadt und beim Adel lag das durchschnittliche Alter bei 13, auf dem Land bei 17 Jahren. Sie heirateten meist einen weitaus älteren Mann, so dass nicht nur das Geschlechter-, sondern auch das Altersverhältnis das „Herrschaftsverhältnis“ bestimmte.
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt den Mythos Jeanne d’Arc und formuliert die Absicht, ihr Handeln im Kontext des spätmittelalterlichen Frauenbildes und der didaktischen Aufarbeitung für den Geschichtsunterricht zu untersuchen.
2. Das Leben der Jeanne d’Arc: Dieses Kapitel liefert einen biographischen Abriss von der Kindheit über die militärische Laufbahn bis hin zum Inquisitionsprozess in Rouen.
3. Das Frauenbild des Spätmittelalters: Hier werden die sozialen und mentalitätsgeschichtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet, welche die Rolle der Frau und die Erwartungen der Kirche und Gesellschaft prägten.
4. Jeanne d’Arc im Vergleich mit dem Frauenbild des Spätmittelalters: In diesem Teil wird Jeanne anhand der Inquisitionsakten mit den gesellschaftlichen Idealvorstellungen der damaligen Zeit konfrontiert und ihr bewusster Bruch mit den Normen analysiert.
5. Fazit: Das erste Fazit schließt die fachwissenschaftliche Analyse ab und ordnet Jeanne d’Arc als atypische Frau ein, die sich trotz der Risiken für ihre Ideale entschied.
6. Einordnung der Thematik in den Kernlehrplan: Hier wird die Relevanz der Thematik für den Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I anhand des Kernlehrplans für Nordrhein-Westfalen begründet.
7. Entwicklung des Themas und einer relevanten Fragestellung im Geschichtsunterricht: Dieses Kapitel widmet sich der didaktischen Herleitung einer problemorientierten Fragestellung für den Unterricht.
8. Der Entwurf des Lernarrangements: Dieser Abschnitt beschreibt den geschichtsdidaktischen Zugriff via Textquellen, die Voraussetzungen der Lerngruppe sowie die methodische Gestaltung des Materials.
9. Fazit: Das abschließende Fazit resümiert die Eignung des Materials für den Unterricht und reflektiert die Potenziale sowie die Grenzen der quellenbasierten Auseinandersetzung.
10. Quellen- und Literaturverzeichnis: Dieses Verzeichnis listet sämtliche herangezogene Primär- und Sekundärquellen der Arbeit auf.
Jeanne d’Arc, Spätmittelalter, Frauenbild, Geschichtsunterricht, Inquisitionsprozess, Quellenarbeit, Rollenverhalten, Didaktik, Mittelalter, Geschichtsbewusstsein, Rollenmuster, Emanzipation, Hexerei, Häresie, Lernarrangement.
Die Arbeit untersucht die historische Figur der Jeanne d’Arc im Kontext des spätmittelalterlichen Frauenbildes und verknüpft diese fachwissenschaftliche Analyse mit einer didaktischen Konzeption für den Geschichtsunterricht.
Die zentralen Felder sind die Rolle der Frau im Spätmittelalter, die geschichtliche Biografie Jeanne d’Arcs sowie die methodische Vermittlung historischer Themen mittels Quellenarbeit in der Schule.
Das Ziel besteht darin, das konträre Verhalten Jeanne d’Arcs zum zeitgenössischen Frauenbild herauszuarbeiten und darauf basierend ein Lernarrangement für eine sechste Klasse zu entwickeln.
Die Arbeit nutzt eine fachwissenschaftliche Analyse historischer Quellen (Inquisitionsakten, Briefe) und kombiniert diese mit fachdidaktischen Ansätzen zur problemorientierten Unterrichtsgestaltung.
Im Hauptteil werden zunächst die Biografie Jeannes und die allgemeinen gesellschaftlichen Normen des Mittelalters dargestellt, um anschließend die Diskrepanz zwischen ihrem Handeln und den zeitgenössischen Erwartungen an Frauen aufzuzeigen.
Neben Jeanne d’Arc und dem Frauenbild des Mittelalters sind Quellenarbeit, Didaktik, Geschichtsunterricht und Rollenkonformität zentrale Begriffe.
Die Inquisitionsakten aus Rouen sind essenziell, da sie die offiziellen Anklagepunkte dokumentieren, die verdeutlichen, in welchen Bereichen Jeanne am stärksten gegen die gesellschaftlichen und religiösen Normen der damaligen Zeit verstieß.
Die Autorin betont, dass Quellen sehr subjektiv und zweckorientiert sind, weshalb Schülerinnen und Schüler im Unterricht lernen müssen, diese kritisch zu hinterfragen und nicht als objektive Wahrheit zu betrachten.
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