Magisterarbeit, 2021
93 Seiten, Note: 11
A. Einführung
B. Technische Grundlagen
I. Herstellungsprozesse Wasserstoff
1. Basiswissen
2. Begriffe
a) Elektrolyse und Elektrolyseur
b) Carbon-Capture-Storage-Technologie (CCS)
c) Sektorenkopplung
d) Power-to-X (PtX)
e) Power-to-Gas (PtG)
3. Farbenlehre
a) Grauer Wasserstoff
b) Blauer Wasserstoff
c) Türkisfarbener Wasserstoff
d) Pinkfarbener Wasserstoff
e) Weißer Wasserstoff
f) Grüner Wasserstoff
4. Brennstoffzellen
II. Transport, Speicherung und Probleme
1. Begriffe
a) Allgemeines
b) L-Gas und H-Gas
2. Transport und Leitungen im Vergleich
a) Probleme
b) Beimischung
3. Speichermöglichkeiten
III. Bisheriger Stand reiner Wasserstoffnetze
1. Vision eines nationalen Wasserstoffnetzes
2. Reines Wasserstoffnetz, Pilotprojekte und Reallabore
3. Interessen der Gasindustrie
C. Regulierung reiner Wasserstoffnetze §§ 28j ff. EnWG
I. Überblick
II. Definitionen und Anwendungsbereich § 28j Abs. 1 EnWG
1. Voraussetzung: Versorgung jedes Kunden
2. Voraussetzung: Wasserstoffleitung
3. Voraussetzung: Transport und Verteilung
4. Voraussetzung: Betreiber
5. Erdgas-Begriff im Vergleich
III. Wahlrecht § 28j Abs. 3 EnWG
1. Inanspruchnahme der Opt-in-Option
2. Inanspruchnahme der Opt-Out-Option
IV. Netzentwicklungsplan (NEP) Wasserstoff § 28q EnWG
V. Entflechtungsvorschriften § 28m EnWG
VI. Netzanschluss- und -zugangsregelung § 28n EnWG
1. Netzanschlussregelung
2. Netzzugangssregelung
VII. Umrüstungs- und Übergangsregelung
1. Umrüstungsregelung § 113b EnWG i. V. m. § 43l EnWG
2. Übergangsregelung § 113c EnWG
VIII. Probleme des regulatorischen Ansatzes
D. Quo vadis – Europäisches Wasserstoffnetz
E. Kritische Gesamtwürdigung
F. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die durch die EnWG-Novelle vom 10.02.2021 eingeführte Regulierung reiner Wasserstoffnetze in Deutschland. Das primäre Ziel ist die kritische juristische Analyse des neuen Rechtsrahmens und die Beantwortung der Frage, ob dieser geeignet ist, den Markthochlauf einer Wasserstoffwirtschaft effektiv zu unterstützen.
B. Technische Grundlagen
Das chemische Element Wasserstoff (mit der Bezeichnung H) hat unter den Atomen die geringste Größe und zeichnet sich durch eine einfache Struktur aus (die sog. Elektronenkonfiguration lautet dabei 1s1, wobei es innerhalb des Periodensystems keiner Gruppe angehörig ist).29 Der Grund hierfür ist sein einziges Valenzelektron und das fehlende Elektron.30 Am häufigsten kommt Wasserstoff im Weltall vor, bspw. besteht die Sonne zur Hälfte aus Wasserstoff.31 Auf unserem Planeten, speziell in der Erdkruste, kommt es am zehnthäufigsten unter allen Elementen vor.32
Bezüglich seiner Eigenschaften ist Wasserstoff farb- sowie geruchlos und zudem das leichteste aller Gase.33 Hinsichtlich seines Wärmeleitvermögens, seiner Wärmekapazität sowie seiner Diffusionsgeschwindigkeit hat er die größten Eigenschaften und seine Moleküle haben eine hohe Energie in Bezug auf ihre Bindung, weshalb Wasserstoff über eine reduzierte Reaktionsfähigkeit verfügt.34
Unter Normaltemperatur kann Wasserstoff einzig gezündet mit Sauerstoff reagieren, wobei im Ergebnis eine Explosion entsteht.35 Eine detaillierte chemische Reaktion ist im Anhang abgebildet (siehe Anlage 1). Das Wissen um diesen Vorgang spielt insbesondere bei der Thematik um Verbrennungsmotore und wasserstoffbetriebenen Kraftfahrzeugen eine Rolle.
In reiner Form (als H) findet sich Wasserstoff eher selten, weshalb es meist in Kombination mit anderen Elementen, bspw. als Verbindung mit Sauerstoff (welches dann H2O ergibt) vorherrscht.36 Die Verbindung mit Wasser ist die bedeutsamste Wasserstoffverbindung, was vor allem an der polaren Bindung des Moleküls liegt, woraufhin die für Wasser typischen Eigenschaften entstehen (die sich stark von anderen fluiden Stoffen unterscheiden).37
A. Einführung: Einleitung in die Bedeutung von Wasserstoff für die Energiewende und Vorstellung des Untersuchungsgegenstands der Arbeit.
B. Technische Grundlagen: Erläuterung der chemischen und technischen Basis von Wasserstoff, seiner Herstellungsmethoden sowie der Probleme beim Transport und der Speicherung.
C. Regulierung reiner Wasserstoffnetze §§ 28j ff. EnWG: Juristische Analyse der EnWG-Novelle, insbesondere des Wahlrechts, des Netzentwicklungsplans und der Entflechtungsvorschriften im Vergleich zur Gasregulierung.
D. Quo vadis – Europäisches Wasserstoffnetz: Einordnung der deutschen Regulierung in den europäischen Kontext und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen auf EU-Ebene.
E. Kritische Gesamtwürdigung: Kritische Bewertung des Rechtsrahmens hinsichtlich seiner Tauglichkeit für den Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft.
F. Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der zukünftigen Herausforderungen für den Aufbau einer funktionierenden Wasserstoffinfrastruktur.
Wasserstoff, Energiewende, EnWG-Novelle, Wasserstoffregulierung, Wasserstoffnetze, Elektrolyse, Sektorenkopplung, Netzentwicklungsplan, Opt-in-Option, Entflechtung, Gaswirtschaft, Infrastruktur, Dekarbonisierung, Klimaziele, Energieversorgungsnetz
Die Arbeit befasst sich mit der regulatorischen Einordnung von reinen Wasserstoffnetzen in Deutschland im Rahmen der EnWG-Novelle vom 10.02.2021.
Zentral sind die technischen Grundlagen von Wasserstoff, die spezifischen neuen Regulierungsvorschriften des EnWG sowie ein Vergleich dieser mit den etablierten Regeln der Gaswirtschaft.
Die Forschungsfrage prüft, ob der mit der EnWG-Novelle geschaffene Rechtsrahmen funktional und praxistauglich ist, um den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft erfolgreich zu unterstützen.
Es handelt sich um eine juristische Analyse und kritische Auseinandersetzung mit dem Gesetzestext und dem begleitenden Rechtsrahmen, ergänzt durch eine vergleichende Betrachtung technischer und regulatorischer Aspekte der Gaswirtschaft.
Der Hauptteil analysiert detailliert die §§ 28j ff. EnWG, das Wahlrecht (Opt-in-Option), den Netzentwicklungsplan Wasserstoff, Entflechtungsvorschriften sowie die Umrüstungs- und Übergangsregelungen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wasserstoffregulierung, EnWG, Netzentwicklungsplan, Entflechtung, Opt-in-Option und Energiewende geprägt.
Die Autorin betrachtet die Opt-in-Option als ein wenig gelungenes Instrument, das aufgrund seines Freiwilligkeitscharakters und der daraus resultierenden Rechtsunsicherheiten Investitionsvorhaben eher hemmen könnte.
Kritisiert wird, dass Wasserstoff als eigenständiger Energieträger behandelt wird, anstatt eine integrative, einheitliche Regulierung mit dem Gasmarkt zu schaffen, was den Markthochlauf beschleunigen könnte.
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