Diplomarbeit, 2008
85 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Motivation und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Demenz
2.2 Unterschiedliche stationäre Einrichtungen
2.3 Soziale Arbeit
2.4 Demographischer Wandel in Deutschland
3 Demenz
3.1 Formen von Demenz
3.1.1 Demenz vom Alzheimer Typ
3.1.2 Irreversible Demenzen
3.1.3 Reversible Demenzen
3.2 Klassifikation von Demenzen
3.2.1 Primäre Demenzen
3.2.2 Sekundäre Demenzen
3.3 Hergang und Schweregrad von Demenz
3.3.1 Leichte Demenz
3.3.2 Mittelschwere Demenz
3.3.3 Schwere Demenz
3.4 Epidemiologie – Prävalenz und Inzidenz demenzieller Erkrankungen
3.5 Diagnose Demenz
3.5.1 ICD-10 und DSM IV
3.5.2 Präsentation symptomdiagnostischer Screeningverfahren zur Einordnung einer Demenz
3.5.2.1 Der Mini-Mental-Status-Test
3.5.2.2 Der Uhrenzeichentest
3.5.2.3 Der DemTect
3.6 Spezifische Verhaltensweisen dementer Menschen
4 Recht, Gesetz und finanzielle Unterstützung in Hinblick auf die soziale Sicherung der Menschenwürde
4.1 Übertragung der Entscheidungsfähigkeit
4.2 Gesetzliche Betreuung
4.3 Leistungen der Pflegeversicherung und andere finanzielle Hilfen
4.3.1 Rechtliche Angelegenheiten
4.4 Aufsichtspflicht und Haftung
5 Anregungen für sozialpädagogische Handlungsfelder sowie Betreuungsmöglichkeiten und Freiraumgestaltung bei der Arbeit mit dementen Menschen in Einrichtungen der Altenhilfe
5.1 Die Maslowsche Bedürfnispyramide
5.2 Lerntheoretische Handlungsansätze
5.2.1 Biographiearbeit
5.2.2 Das Realitätsorientierungstraining
5.2.3 Selbsterhaltungstherapie
5.2.4 Geborgenheit als Therapie
5.3 Der verstehende Umgang mit dementen Menschen – Betreuungskonzepte
5.3.1 Validation
5.3.2 Integrative Validation
5.3.3 Milieutherapie
5.3.3.1 Gartenkonzept
5.3.3.2 Tiergestützte Therapie
5.3.4 Klientenzentrierte Gesprächsführung
5.3.5 Begleitende Angebote in der Betreuung Demenzerkrankter in Einrichtungen der Altenhilfe
5.3.5.1 Ergotherapie
5.3.5.2 Musik- und Maltherapie
5.3.5.3 Gedächtnistraining- und spiele
5.3.5.4 Snoezelen
5.3.5.5 Basale Stimulation
5.4 Ziele und Aufgaben der sozialen Arbeit in der Betreuung dementer Menschen
6 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Ressourcen und Möglichkeiten der Sozialarbeit in der Betreuung von Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen. Das Ziel ist es, professionelle Betreuungskonzepte aufzuzeigen, die über die bloße Grundversorgung hinausgehen, um die Lebensqualität der Erkrankten zu erhalten und ihre Würde zu wahren.
3.1.1 Demenz vom Alzheimer Typ
Im Jahr 1901 betreute der Arzt Alois Alzheimer nach dem die Alzheimer Krankheit benannt wurde, fünf Jahre lang eine erst 51-jährige Patientin mit skurrilen Symptomen wie Desorientiertheit, Aphasie (Sprachstörungen), Wahn und ein unkalkulierbares Verhalten. 1906 verstarb die Patientin an Hirnschwund. Die von Alois Alzheimer betreute Patientin war relativ jung. Aufgrund dessen, wurde diese Form von Demenz bis in die 70er Jahre als präsenile Demenz vom Alzheimer Typ (DAT) festgelegt. Es wird zwischen der präsenilen und senilen Form der Alzheimer-Demenz differenziert. Die präsenile Form erklärt sich dadurch, dass die Betroffenen unter 65 Jahre alt sind, wenn die Krankheit diagnostiziert wird. Allerdings kommt diese Form relativ selten vor. Wie in Abb. 2 zu sehen, sind ungefähr 3% - 5% der Krankheit vom Alzheimer-Typ auf diese Gruppe zurückzuführen.
1 Einleitung: Erläutert die Motivation für die Themenwahl, die Forschungsziele sowie den methodischen Aufbau der Arbeit im Kontext des demographischen Wandels.
2 Grundlagen: Definiert die zentralen Begriffe Demenz, stationäre Einrichtungen, Soziale Arbeit und den demographischen Wandel als Basis der Untersuchung.
3 Demenz: Bietet einen detaillierten Einblick in das Krankheitsbild, unterteilt nach Formen, Klassifizierungen, Schweregraden, epidemiologischen Daten sowie Diagnoseverfahren.
4 Recht, Gesetz und finanzielle Unterstützung in Hinblick auf die soziale Sicherung der Menschenwürde: Analysiert die rechtliche Situation, wie Betreuungsrecht, Pflegeversicherung und Haftungsfragen, zur Sicherung der Menschenwürde.
5 Anregungen für sozialpädagogische Handlungsfelder sowie Betreuungsmöglichkeiten und Freiraumgestaltung bei der Arbeit mit dementen Menschen in Einrichtungen der Altenhilfe: Diskutiert konkrete Handlungsansätze, Betreuungskonzepte wie Validation und Milieutherapie sowie ergänzende Angebote zur Steigerung der Lebensqualität.
6 Zusammenfassung: Reflektiert die zentralen Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit der professionellen sozialen Arbeit zur Stärkung der Würde und Lebensqualität von Menschen mit Demenz.
Demenz, Alzheimer-Krankheit, Soziale Arbeit, Altenhilfe, Stationäre Pflege, Biographiearbeit, Validation, Milieutherapie, Lebensqualität, Pflegeversicherung, Betreuungsrecht, Demographischer Wandel, Gedächtnistraining, Ergotherapie, Angehörigenberatung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Herausforderungen und Möglichkeiten der Sozialarbeit bei der Betreuung von Menschen mit Demenz im stationären Altenhilfebereich.
Die Arbeit behandelt medizinische Grundlagen der Demenz, rechtliche Rahmenbedingungen wie die gesetzliche Betreuung sowie diverse sozialpädagogische und therapeutische Konzepte zur Betreuung.
Das Hauptziel ist die Erforschung von Ressourcen und Methoden der Sozialarbeit, um die Lebensqualität demenzkranker Menschen zu erhalten und professionelle, menschenwürdige Betreuung zu gewährleisten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte, medizinischer Definitionen und sozialwissenschaftlicher Theorien, um die Aufgaben der Sozialarbeit in diesem Bereich abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die medizinische Darstellung der Demenz, die rechtlichen Aspekte (Gesetzgebung, Finanzen) und einen umfangreichen Teil zu Handlungsfeldern und Betreuungsmöglichkeiten wie Biographiearbeit, Validation und tiergestützte Therapie.
Die zentralen Schlagworte sind Demenz, Soziale Arbeit, stationäre Altenhilfe, Biographiearbeit, Validation, Milieutherapie und Lebensqualität.
Gärten dienen als wichtiger Lebensraum, der durch spezielle Gestaltung (Wegenetze, Sitzgelegenheiten) und Naturerlebnisse das Wohlbefinden steigert, Stress reduziert und positive biochemische Prozesse anstoßen kann.
Snoezelen dient der sensorischen Stimulation durch gezielte Licht-, Klang- und taktische Reize in einer geschützten Umgebung, um Vertrautheit und Sicherheit zu vermitteln und aggressive Verhaltensweisen zu mindern.
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